Ich liebe heiße, reichhaltige Suppen und könnte mich im Moment außschließlich davon ernähren. Ab und zu kommt dann aber doch der Appetit auf etwas Frisches um die Ecke gepest. Spätestens nach mehreren Tagen in Heizungs- oder Klimaanlagen-Umgebung ohne Auslauf an der frischen Luft, wühle ich dann irgendwann im Kühlschrank verzeifelt nach knackigen, frischen Zutaten. Hilfe – ich will sofort Salat! Doof, wenn sich im Kühlschrank dann partout nichts in dieser Richtung auftreiben lässt. Nix da außer einem Rotkohl. Rotkohl …? Aber daraus kann man doch was machen …
Richtig. Rotkohl passt nicht nur perfekt in die kalte Jahreszeit, kommt meist aus der Region und lässt sich im Kühlschrank problemlos mehrere Wochen lagern. Er lässt sich auch zu ganz toll zu erfrischenden und sättigenden Salaten verarbeiten. Zum Beispiel mit einem kräfitgen Orangen-Dressing, ein bißchen Crunch von in Ahornsirup gerösteten Pinienkernen und etwas herzhaftem Speck.
Hier kommt mein neues Rotkohl-Lieblings-Rezept:
Und so geht´s für eine kleine Schüssel:
1/2 kleinen Rotkohl teilen, den Strunk herausschneiden und wegwerfen. Den Rotkohl mit einem scharfen Messer in feine Streifen schneiden. 1 kleine Möhre schälen und grob raspeln. Das Gemüse in eine Schüssel geben.
Aus 5 EL Arganöl, 4 EL Orangensaft (am besten frisch gepresst), 1 TL mittelscharfem Senf, Salz, Pfeffer und 1 Prise Cayennepfeffer ein Dressing rühren und zur Seite stellen.
70 g RTiroler Hüttenspeck (oder einen anderen Schulterspeck) in feine Streifen schneiden und in einer kleinen Pfanne in 1 EL Olivenöl braun braten. 2 EL Pinienkerne mit in die Pfanne geben und unter Rühren anrösten. Wenn die Pinienkerne goldbraun sind, 3 EL Ahornsirup dazugeben und köcheln lassen, bis die Flüssigkeit nahezu verdampft ist.
Das Dressing und die warme Speck-Pinienkernmischung gründlich unter den Rotkohl mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmal gut durchrühren.



8 Comments
Klasse Rezept. Knetest du das Kraut ein bisschen weich oder nicht?
Riroler Hüttenspeck kenn ich auch noch nicht :) :)
und mit Ahornsirup…salzig-süß mhmm
Hallo Sybille, neeee geknetet wird nicht. Aber ich bemühe mich, den Kohl so fein wie möglich zu schneiden. Salzig-süß — ich könnte schon wieder ;-) Liebe Grüße, Mel.
Oh mutet das lecker an!!! Durch was kann ich das Arganöl ersetzen, wenn ich für die Anschaffung zu geizig bin?
Liebe Grüße!
H.
Liebe H., jaja ich weiß. Arganöl. Das lassen sie sich in Gold aufwiegen, aber es ist leider auch verdammt lecker. Als Alternative geht Sesamöl oder auch Kürbiskernöl. Oder Du machst einfach die von Stef vorgeschlagene Variante mit Olivenöl, Orangen und Schafskäse. Liebe Grüße, Mel.
Liebe Mel, was für eine Klasse Anregung. Den Salat gab es bei uns seit erscheinen in Deinem Blog bereits zum zweiten mal…;)
Ich empfehle folgende Variation: Olivenoel (statt Argan), Blutorangenfilets (im Karamell) und Walnüße. Reichhaltiger wird es mit ein wenig Schafskäse drüber. I like!
Vielen Dank, für die Einblicke in Deine Küche und genieße Deine Auszeit!
Greetz, stef
Hallo Stef, danke für die Blumen und die tolle Variantion. Die habe ich doch direkt an Hattifnatte weitergereicht, weil ohne Arganöl und so. Schön, dass Du hier vorbeischaust. Liebe Grüße, Mel.
Hallo, ich hab den Salat mit Weißkohl und Walnüssen probiert, schmeckt auch super, Nur das Aussehen ist bei dem Rotkohlsalat schöner….
Hallo Ruth, der ist ja eh so schnell verputzt … wer will da schon stundenlang den Salat angucken ;-)) Liebe Grüße! Mel.
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[...] bisschen Backpulver von lila nach blau gebogen.(Als ob sie es gewusst hätten, haben Herr L. und Mel dann auch noch Rotkrautsalat serviert) Das hatte zu meinem Erstaunen keinerlei Auswirkung auf den [...]