Mein Küche ist winzig. Echt. 4 qm. Tatsächlich ist sie die kleinste Küche, in der ich jemals gekocht habe.
Im letzen Jahr habe ich intensiv daran gearbeitet, den vorhandenen Platz optimal auszunutzen. Dafür musste ich harte Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel den Herd von der Starkstromsteckdose abzuklöppeln und in den Keller zu tragen. Weder das eine noch das andere gefiel dem Mann zunächst besonders gut. Dafür ist dann ein 45 cm breiter Geschirrspüler bei uns eingezogen, der das Koch- und Familienleben mal eben locker um geschätzte 180 Grad entspannte. Das gefiel uns allen dann schon viel besser.
Zum Geschirrspüler gesellte sich eine maßangefertigte Arbeitsplatte (wofür hat man denn ein Sparbuch) in die ich eine Mini-Steinspüle und eine Einhebel-Mischarmatur selbst eingebaut und mit Silikon versiegelt habe. Yeah! Lediglich das Anbringen des neuen Ablaufs hat mich mindestens drei Gänge zum Baumarkt und reichlich Nerven gekostet – da passte erstmal nix zusammen. Dafür brutzeln die neuen Induktionskochplatten alles in einem Drittel der Zeit. Ein kleiner freistehender Backofen passte dann noch auf den Kühlschrank. Dafür mussten wir lediglich kurz die Hängeschränke abbauen und ein Dutzend IKEA-Regale in die bröckelige Altbauwand dübeln … ächtz!
Was soll ich sagen – tatsächlich haben wir alles ohne Scheidung überstanden. Ich bin sehr glücklich mit meiner kleinen gespoilerten Kombüse und brutzle dort abends nach der Arbeit zufrieden vor mich hin. Aber es geht natürlich noch viel besser.
Wenn ich groß bin, dann habe ich nämlich auch eine große Küche. Und die sieht dann wahrscheinlich so aus, wie eine wilde Mischung aus diesen wundervollen Küchenimpressionen …
Ich liebe Essecken, wenn sie so modern interpretiert sind wie diese hier. Und erst diese Tischbeine:
Quelle: apartment therapy
Lange Stangen zum Aufhängen von kunterbuntem Küchenzubehör sind großartig:
Quelle: http://graphics8.nytimes.com
Dieses kleine Sieb- und Schüssel-Stilleben an der Wand – einfach entzückend:
Quelle: Better Homes and Gardens
Die alte Waage im Hintergrund und die bunten Stühle im Vordergrund:
Quelle: 79ideas
Passende Akzente in Knalllfarben:
Quelle: Cox & Cox
Die Steine an den Wänden:
Quelle: That kind of woman
Der Herd, das Regal, der Tisch … ach!
Quelle: Simply Grove
Das großzügige Licht:
Das Oberlicht und die Regale:
Quelle: Desire to inspire
Bilder, Vasen und Matroschkas:
Quelle: Okka Rohd
Der alte Kachelofen mit der Bank davor und die Tafel an der Wand:
Quelle: so leb´ich
Die Betonung der Waagerechten und monochromes Kunterbunt:
Die Fensterfront:
Quelle: Lila & Blu
Die Lampen:
Quelle: Boards of Hamburg
Alles. Aus. Bambus. Komplett. Haben. Wollen.
Quelle: DigsDigs
So, habt Ihr jetzt auch den Kopf voller Ideen und Lust auf spontanen Küchenumbau? Ich könnte auf jeden Fall schon wieder …
















10 Comments
Gibt es auch irgendwo ein Bild von deiner Küche? Das würde mich mehr interessieren. ;-)
Original die gleiche Frage wie Zorra:
Wie jetzt, die ganze Geschichte OHNE ein Bild von deiner Küche??
Lieblingsbild: Betonung der Waagerechten
Hallo Zorra und Micha, meine Küche ist so klein, dass ich immer nur kleine Ausschnitte fotografieren kann – wenn ich mit dem Rücken an die Wand gepresst stehe und den Kopf einziehe. Wenn Ihr Euch also für einzelne Töpfe oder Löffel interessiert … ;-)
Hi Mel,
so ist es bei mir leider auch :-( Ich hab mir extra einen Tisch zum ausklappen an die Wand gehängt, damit ich wenn ich mal Lust hab dadrin essen kann. Wenn 2 Leute in meiner Küche sind, muss sie eigentlich schon wegen Überfüllung geschlossen werden…
Hahaaa Mel, schönes Thema!
Ich kann Dir sagen: Die Konzeption meiner Küche im neuen Haus hat mehr Zeit/Mühe/Aufwand in Anspruch genommen, als alles andere zusammen. Ich habe allerdings jede meiner Entscheidungen dem alten Design-Prinzip “Form follows function” unterworfen. Das heißt einfach jede einzelne Entscheidung auf maximale Praktikabilität hin abgeklopft. Das Ergebnis mag jetzt eine sehr “männliche” Küche sein, aber nach drei durchkochten Jahren würde ich heute absolut NICHTS anders machen!
Und wenn ich mir Deine geposteten Fotos anschaue, denke ich bei fast allen: “Ja, das sieht toll aus, aber was ist mit putzen, Fettspritzern, Übersichtlichkeit, schnellen Zugriffen, usw.” Und ich komme zum Ergebnis: Nee, meine Küche ist mir da lieber! (Ist wie mit Top-Models: Sehen geil aus, aber täglich zuhause haben will man die nicht!)
Lieben Gruß!
Hätte ich jetzt auch spannend gefunden, etwas von deiner Küche zu sehen! Ich nehm auch die Ausschnitte :)
Platzprobleme haben wir hier nicht, aber das Sparbuch …. Ja, ja….
Schöne Bilder. hast du sie alle selber geschossen?
Hallo Dan, unter den Bildern der Küchen in diesem Post findest Du immer die Quellenangabe bzw. den Quelllink. Die Rezeptfotos in den Posts mache ich aber grundsätzlich selbst. Viele Grüße!
Hey Mel! Meine Küche hat winzige 2m², hab mir auch schwer getan mit dem Fotografieren, aber es hat irgendwie dann doch geklappt! Was ich damit sagen will – ich möchte auch Bilder sehen!
lg, Bernadette
P.S.: Deine Inspirationsbilder find’ ich klasse!
Ich mag große übersichtliche Küchen. Bei kleineren bekomme ich immer Platzangst. Der Herd sollte (ebenso wie die Spüle) in der Mitte des Raumes, was natürlich auch den Vorteil hat, dass die Wände nicht mehr so vollgespritzt werden.
In den Schränken sollte wenn möglich nichts gestapelt sein. Ich hasse das, wie die Pest. Töpfe und Pfannen können ( wie du auch schon auf Bildern zeigst) aufgehangen sein. Alles sollte leicht zugänglich sein, erst Recht, wenn es um Kräuter oder Gewürze geht. Zudem koche ich sehr gern auf Gas.
Deine Bilder sind super, doch auch mich würde interessieren, wie denn nun deine Küche aussieht.