Was ein Blog im Monat so kostet. Und warum die Leser das wissen sollten.

Was ein Blog im Monat so kostet | GourmetGuerilla.deGerade ist es wieder passiert. Eine meiner Blogger-Freundinnen hat eine dieser berühmten E-Mails bekommen, die man in seinem Bloggerleben eigentlich nicht bekommen will. Es ist der Abschiedsbrief eines Lesers, der einem mehr oder weniger selbstgerecht die Freundschaft aufkündigt:

„Schade”, kann man da so oder so ähnlich lesen. „Ich fand Dich immer so toll. Und Deine Rezepte und Fotos sind einfach klasse. Aber dass Du Sponsored Posts (von Firmen unterstützte Beiträge a.d.V.) in Deinem Blog hast, finde ich doof. Da bleibt für mich Deine Glaubwürdigkeit allgemein auf der Strecke. Tja … total schade. Aber es gibt ja auch noch andere Blogs. Tschüß dann. Dein XYZ”

Blogger, die hin und wieder mit Firmen arbeiten und das auch klar kommunizieren, bekommen in regelmäßigen Abständen solche E-Mails. Man ist eigentlich darauf vorbereitet und innerlich gewappnet. Aber wenn sie dann kommen, denkt man natürlich trotzdem darüber nach. Weil so eine E-Mail genau das tut, was sie soll – sie hinterlässt ein schales Gefühl und lässt auch den selbstsichersten Blogger kurz innerlich zucken.

Aber warum schreiben Leser solche E-Mails? Warum wollen sie uns so deutlich wissen lassen, dass sie nun „für immer weg” sind? Die Botschaften resultieren offenbar aus der Annahme und der großen Enttäuschung darüber, dass ein virtueller „Freund”, mit dem es immer so unterhaltsam und heimelig war, es nun nicht mehr ehrlich mit ihnen meint. Es geht da um Geld oder geldwerte Vorteile. Und das macht die Sache anscheinend anrüchig, zweifelhaft und unehrlich.

Mann fragt sich, wie es denn diese offensichtlich irritierten Bogleser gern am liebsten hätten. Man hört allenthalben die Forderung nach Transparenz. Blogger sollen es nicht verheimlichen, wenn sie mit Firmen zusammenarbeiten. Auch das deutsche Gesetz möchte, dass solche Kooperationen deutlich gekennzeichnet werden. Aber wenn es dann so kommt, gibt es häufig großen Anlass zur Knatschigkeit. Fast könnte man annehmen, dass diese Leser eigentlich lieber behumpst werden möchten. Alles soll so schön bunt, unterhaltsam, inspirierend und kreativ sein, ohne dass es durch irgendwelche offensichtlichen Hinweise auf weltliche Interessen befleckt und geschmälert wird.

Wenn das aber alles so schwierig ist und manche Leser sich daran stoßen, warum kooperieren Bloggern dann eigentlich mit Unternehmen? Könnten sie das nicht einfach lassen? Dann würde dieser ganze Stress mit Irritationen doch gar nicht auftauchen. Nun.

Kooperationen bedeuten in manchen Fällen, dass man über besondere Dinge schreiben kann, die man sonst nicht erlebt hätte. Das macht Spaß. Kooperationen bedeuten, dass man Dinge ausprobieren und beurteilen kann, die man sich sonst nicht hätte leisten können. Das ist prima. Kooperationen bedeuten aber vor allem auch, dass das Blogggen, das so viel Spaß bringt, unterstützt und ein Teil der Aufwendungen dafür refinanzieren werden. Ein Blog, der für die Leser von „vorn” einfach und fluffig aussieht, kostet „hinten” nämlich Zeit und Geld. Und das nicht zu knapp. Man sagt, es sei unfein über Geld zu sprechen – aber vielleicht ist es manchmal auch einfach nötig, um eine andere Perspektive gewinnen zu können. Hier kommt mein ganz persönliches Beispiel:

Aufstellung der durchschnittlichen Ausgaben und Aufwendungen für einen Monat GourmetGuerilla.de (vermutlich unvollständig):

FIXKOSTEN
Serverhosting: 29,95 €
Internetflatrate Home: 49,95 €
Internetflatrate Mobil: 49,95 €
Computer: 55,– €
Software für Bildbearbeitung: 19,– €
Kamera, Objektive, Stative, Zubehör: 83,– €
Speicherkarten: 5,– €
Festplatten: 5,– €
Lebensmittel für Rezepte und Posts: 100,– €
Küchengeräte, Kochzubehör: 50,– €
Props, Requisiten, Deko, Geschirr: 100,– €
Fortbildung Technik und Recht (Bücher, Workshops, externe Beratung): 60,– €
Steuerberater: 60,– €
Bustickets, Fahrtkosten: 40,–€
Fixkosten gesamt: 706,85 €

ARBEITSZEIT
(zugrunde liegt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 €)
Blogposts (8 Posts á 5 Stunden inkl. Recherche, Rezeptplanung, Einkauf Lebensmittel, Kochen, Styling Food und Props, Fotografie, Bildbearbeitung, Text und Rezept schreiben, Fotos hochladen, Korrekturlesen; 40 Stunden): 340,– €
Moderation von Kommentaren und Spam im Blog (3 Stunden): 25,50,– €
Pflege der Social Media Kanäle (15 Stunden): 127,50 €
Archivierung und Ablage von Inhalten und Bildern (3 Stunden): 25,50,– €
Wartung CMS, BackUps, Updates Software und Plugins (3 Stunden): 25,50 €
Beantwortung von E-Mails, allgemeinen Anfragen, spezifischen Fragen zu Rezepten und Bloggen sowie Kooperationsangeboten (8 Stunden): 68,– €
Fortbildung Technik und Recht (2 Stunden): 17,– €
Vorbereitende Buchhaltung, Korrespondenz mit Steuerberater und Finanzamt (2,5 Stunden): 21,25 €
Abholung von unerbetenen Warensendungen von der Post oder den Nachbarn (2 Stunden): 17,– €
Arbeitszeit gesamt: 667,25 €

GESAMTAUFWENDUNGEN
pro Monat: 1.374,10 €

Ganz schön überraschend, oder? Wenn also beim nächsten Mal einer Eurer Lieblings-Blogger einen ganz transparenten und offensiv gekennzeichneten Sponsored Post veröffentlicht und Ihr Euch damit unwohl fühlt, seht das ganze bitte im Verhältnis. Euer Blogger ist fair und ehrlich zu Euch. Und vielleicht denkt Ihr einfach an Euren Lieblings-Fußballverein um die Ecke oder Sportler, die Ihr mögt. Die Jungs und Mädels haben Werbeaufdrucke auf ihren Trikots, die Stadien haben Werbeflächen, Vereine in der Regionalliga (und nicht zuletzt die Fußball-Nationalmannschaft) haben Verträge mit Sponsoren – aber all das führt ja auch nicht automatisch dazu, dass die Sportler sich weniger Mühe geben, dass das Spiel oder Turnier langweiliger wird, weniger Leistung passiert oder ihr Euch weniger unterhalten fühlt. Es ermöglicht lediglich die Unterstützung und Finanzierung von bestimmten Dingen und Freiräume für neue Ideen. Und hoffentlich Spaß vor und hinter dem Blog.

In diesem Sinne: Gute Unterhaltung

 

Nachtrag: Vielen Dank an alle, die mich jetzt hinsichtlich günstigerer Kosten für Hostingpakete und Internetverträge beraten wollen. Ich habe alle auf dem Markt befindlichen Angebote geprüft und die Kosten sind dem Traffic des Blogs und der Serviceleitung des Providers angemessen. Ich möchte derzeit nicht wechseln.
Allen, die gerade intensive Vermutungen über meine offensichtliche Kaufsucht oder meine Qualitäten als Hauswirtschafterin anstellen, sei versichert: Ich schätze Eure Zeit und Euer Engagement, aber meiner Familie und mir geht es gut. Ehrlich.

Nachtrag zum Nachtrag: Ich bin sehr erstaunt, wie viel Anteilnahme dieses Thema erfährt. Auch dass sehr viele Personen offenbar umgehend ihre eigenen Steuerberater angerufen haben, um meine Ausgaben, deren mögliches Zustandekommen, die vermutlichen monatlichen Abschreibungssummen sowie die Verzehr- und Ernährungsgewohnheiten meiner Familie dezidiert mit diesen zu besprechen, konnte ich keinesfalls einfach voraussetzen. Ihr beschämt mich.

Nachtrag die 3.: Offenbar fühlen sich insbesondere Menschen aus dem linksorientierten und anarchistisch geprägten Umfeld von meinem Post und den darin genannten Kosten auf das Äußerste provoziert und zu verachtenden Kommentaren sowie Posts veranlasst. Provokation und Verunglimpfung von anderen Lebensstilen liegen mir fern. Es geht hier um meine persönliche Aufstellung real anfallender Kosten. Jeder andere mag ihren / seinen Blog führen wie es das selbstgewählte Thema verlangt und mit welchen Geldmitteln es ihrer oder seiner Gesinnung angemessen erscheint. Alles kann – nichts muss, ne.

Und noch ein Nachtrag: Wenn ich den Anschein erweckt habe, dass dieser Post die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung an mein zuständiges Finanzamt ist, möchte ich mich dafür ausdrücklich entschuldigen. Das wäre natürlich äußerst irreführend. Sie dürfen sich also wieder ganz entspannt zurücklehnen – mir droht derzeit keine Inhaftierung aufgrund von falscher und unlauterer Versteuerung meiner Einkünfte.

Nachtrag, der letzte: Dieser Artikel von Blogprojekt bringt wunderbar harmonisch alle in den letzten Tagen diskutierten Positionen zusammen. Und vielen Dank an Anna für diesen grandiosen Artikel.

347 Comments

  • Wie Recht du hast! Danke für die gute Argumentation und die Kalkulation – das bringt einmal mal vor Augen, wie viel Arbeit da doch drinsteckt!

    • Japp, sehr gute Aufstellung! :)
      Übrigens: Die, die sich lautstark über sponsored posts beschweren, sind meistens auch die, die auch ihre Lizenzen hacken, illegal Filme laden und ihr eigenes Essen ins Kino schmuggeln. ;)

    • Essen ins Kino schmuggeln … ich muss so lachen. So´n richtig schönes Raclette wäre doch mal was ;-)

  • Liebe Mel,
    Du hast eine tolle Kalkulation aufgestellt. Ich bin neu, sehr neu, im Blogger-Leben und war überrascht wieviel Zeit und Geld ein Blog kostet. Du hast sehr wahre Worte geschrieben und in so einem Fall darf ruhig über Geld geredet werden!
    Liebe Grüße
    Julia

  • Toll, dass du dieses wichtige Thema aufgreifst und so offen berichtest und aufzeigst, wieviel Arbeit hinter einem Blog steckt. Ich bin ein großer Befürworter, dass Blogger Einnahmen haben sollten um ihre Kosten zu kompensieren und meinetwegen können sie auch gerne etwas dabei verdienen – warum denn auch nicht, solange alles transparent abläuft?
    Allerdings befürchte ich, dass du die Kritiker mit deiner Aufstellung nicht überzeugen kannst. Kritisch gesagt: PC und Internet hättest du ja auch ohne Blog, Lebensmittel kaufst du sowieso, brauchst ja was zu essen und Arbeitskosten? Das ist doch dein Hobby, kochen, fotografieren und Texte schreiben macht dir doch Spaß, wieso solltest du denn dafür bezahlt werden?
    Die Argumentation müsste man da vielleicht noch anders angehen, auch wenn so eine Auflistung ein guter Baustein ist. Das Problem mancher Leser liegt meines Erachtens aber darin, wenn Blogger ihr Hobby zum (Neben-)Beruf machen. Da wird jemand für etwas bezahlt, dass ihm Spaß macht, während der Normalbürger für seinen Lohn „echte“ Arbeit leisten muss. Sowas schürt natürlich bei manchen Neid oder aber auch einfach Unverständnis.
    LG lizzy

    • Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch.

      Ich finde es klasse, dass du mit dem Thema so offen umgehst und auch auflistest, was es dich mtl. in etwa kostet. Und ich finde es gut, wenn Blogger sich nebenbei etwas dazuverdienen, die Glaubwürdigkeit aber dennoch erhalten bleibt.
      Aber mir kommen manche Zahlen etwas merkwürdig vor. Deswegen habe ich – aus reinem Interesse – ein paar Fragen:
      – Ich behaupte mal, dass du den Blog neben deinen eigentlichen Beruf führst, der schon etwa 40 Stunden die Woche in Anspruch nimmt. Sind da zusätzliche 80 Stunden für den Blog nicht etwas viel?
      – Sind die Kosten für Computer, Festplatte etc. die abgeschriebenen Werte? Oder wie ermittelst du die? Normalerweise sind bestimmte Dinge ja einmalige Anschaffungen.
      – Was ist denn unter der Position „Küchengeräte, Kochzubehör“ zu verstehen?

      LG
      Christin

    • Hallo Christin, tatsächlich arbeite ich 20 Stunden pro Woche an meinem Blog. Die Zahlen sind nicht aus der Luft geholt und ich war selbst ein bißchen überrascht, was da zusammenkommt, wenn man es auflistet. Viele Grüße, Mel.

    • Ich befürchte, eine Tätigkeit, die in erster Linie Spaß macht, ordnen viele tatsächlich automatisch als Hobby ein. Das ist ja nicht nur bei Bloggern so, es fehlt ja auch das Verständnis, dass Künstler, Musiker usw. Geld verdienen wollen. Sollen die das doch umsonst in ihrer Freizeit machen, wie alle anderen mit ihrem Hobby auch. Arbeit ist nur, was man tun muss, um Geld zu verdienen, was einen Montags schon so nervt, dass man sich das nächste Wochenende herbeisehnt. Ob der Grund für diese Einstellung immer Neid ist, ich denke/hoffe nicht. Vielen fehlt wohl einfach das Verständnis, dass es möglich sein kann, dass die gleiche Tätigkeit für manche Hobby ist, für manche Teilzeitjob und ein paar wenige sogar ihren Lebensunterhalt damit verdienen können.
      Daher sind die Kosten nur ein Punkt – wenn auch ein wichtiger, schließlich ist eine hohe Qualität nur mit guter Ausstattung und hohem zeitlichem Aufwand möglich. Aber ein Hobby kostet ja auch Geld und Zeit. Wichtig ist, Verständnis dafür zu schaffen, dass es in Ordnung ist, für etwas Geld zu bekommen, das andere nur als unbezahltes Hobby machen. Warum denn auch nicht, ist doch toll, wenn jemand mit dem, was ihm Spaß macht, so erfolgreich ist, dass er dafür auch finanziell entlohnt wird!

    • Aber damit sagst du, dass Leute die Spaß an ihrem Beruf haben „keine echte Arbeit“ leisten. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich fairer Weise auf meinen Lohn verzichten sollte, weil ich zu 90% der Zeit einfach gerne zur Arbeit gehe und mich auf die Kollegen freue? Oder dass ich nebenberuflich kein Geld mit der Fotografie verdienen darf?
      Ich hatte jetzt schon einige Jobs und wenn ich nicht glücklich war, dann habe ich mir was anderes gesucht. Ich verzichte lieber auf etwas Geld, als dass ich mich seelisch kaputt mache. Ausserdem hat mir noch kein Chef eine Lohnerhöhung abgeschlagen, wenn ich meinen Wert nach ein paar Monaten bewiesen habe. Das klappt natürlich nur, wenn ich gerne arbeite. (egal ob auf dem Bau, neben dem Studium als Informatiker oder im Einzelhandel, als Lagerarbeiter oder jetzt als Informatiker)

    • @Carsten: Nö. Ich sage ja gerade, dass die gleiche spaßmachende Tätigkeit sowohl Hobby als auch Arbeit sein kann. Allerdings habe ich leider den Eindruck, dass die vorherschende gesellschaftliche Meinung tatsächlich ist, Arbeit=unangehneme Tätigkeit zum Geld verdienen, Spaß=Hobby. Und das halte ich für den Kern des Problems, wenn es um die Bezahlung von Bloggern, Schriftstellern, Künstlern, Musikern usw. geht.
      LG Lizzy

    • Linkes Umfeld? what? Droht die Rote Flora mit Kochseitenboykott? Klingt irgenwie komisch, aber nun ja…

      Zum Thema:
      Tauscht den Ausdruck Blogger gegen Freiberufler und alles ist chico. Ich hab die Summen mal im Kopf mit dem verglichen was ich als Grafiker investiere und ein neuer Arbeitsrechner alle 3-4 Jahre für 1500-2000 ist weniger als manch ein Gamer in sein Hobby steckt. Das kleine Adobe Abo kommt preislich auch gut hin usw usf. Zu erwarten das nur weil einem gekoche Spass macht, man das nun nicht als Aufwand bezeichnen könne ist auch Murks. Soweit so gut….
      Aber: Support ist Ok und nötig, aber wie gehe ich damit um? Beispiel: „Mein Sponsor Weihenstephan hat mir freundlicherweise ein großes Carepaket geschickt, daher nutze ich deren milden Cheddar. Jeder andere höher qualitative Cheddar funktioniert genau so gut, die Günstigen allerdings nehmen dem Gericht ein wenig was der Schärfe, da könnt ihr aber einfach nochmal nachwürzen.“
      So bleibe ich persönlich gerne am Ball. Meine favourite Filmblogs schreiben auch Texte a’la „Vielen Dank an Sony für die Einladung, schade nur das Der neue XYZ so garnicht unseren Erwartungen entsprach“. Klar kann man da schnell Sponsorenzuwendungen verlieren, aber das Risiko muss man gehen, oder sich wirklich abhängig machen. Aber dann kann ich es verstehen wenn Leser sagen das Sie Ihre Informationen woanders beziehen wollen.

  • YES!! GO FOR IT !!!

    Was ist das eigentlich psychologisch, diesen Anspruch, alles kostenlos serviert zu bekommen und dann auch noch Forderungen stellen zu wollen, wie das Ganze bitteschön auszusehen hat?

    Ich finde es toll, dass Du anhand von Deinen Zahlen einmal aufzeigst, wieviel Zeit, Ausgaben, Kreativität , Rezeptideen und Witz Du aufwendest – jedes Kochbuch ist in der Anschaffung teurer; und nie so aktuell und jeden Tag überraschend in seiner Themenvielfalt wie Dein Blog!

    Wie heisst es so schön: „Man muss auch gönnen können. „

  • Danke für den wundervollen Artikel. Du bringst es absolut auf den Punkt! Ich hoffe, dass deine Auflistung dem ein oder anderen Leser mal die Augen öffnen wird :)

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spass beim Bloggen ;)
    Dila

  • Danke für deine Ehrlichkeit – ist auch interessant zu lesen, wieviel Zeit du so in alles investierst! Bei mir kommt da nicht so viel zusammen, aber mein Blog ist ja auch viel kleiner :) Auf LeserInnen, die einen mies anpampen, kann man auf jeden Fall verzichten. Ich mag Blogs mit zu viel Werbecontent nicht, wo jeder Post von drei verschiedenen Firmen gesponsort ist oder Produkte reingenommen werden, die nicht zum Content und Stil passen. Aber die meisten, die solche Kritikmails bekommen, machen das ja wahrscheinlich gar nicht sondern nur ausgewählte Koops die zum Blog passen.
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Mich irritieren vor allem die Kosten für Serverhosting und Internetflatrate. Ich zahle insgesamt 175 Euro im Jahr, da sind aber bestimmt 30 Euro allein für Domains, die ich quasi nicht nutze, aber eben behalten will (oder zu faul bin, sie zu kündigen). Allerdings habe ich ein ganz normales Paket und keinen eigenen Server und dergleichen. Hat bisher allerdings auch gereicht.

      Internet zahlen wir 25 Euro im Monat und dann eben Handyfestvertrag für 60 Euro, wobei du mit Internetflatrate Mobil vielleicht etwas anderes meinst.

      Nicht falsch verstehen, ich finde so eine Auflistung prinzipiell gut und richtig, weil es eben doch mehr Zeit und Geld frisst als man denkt und das kann man auch ruhig transparent so sagen.

    • Serverhosting 30 € für einen Blog? Internet für 100 € gesamt? Ganz schön teurer Lebensstandard. Einen Blog kann man schon für 2 Euro im Monat hosten. Und Internet-Flat für zu Hause und 1GB für unterwegs gibt es locker für 30 Euro im Monat. So kann man die Liste eigentlich komplett runtergehen.

      Vom Grundprinzip gebe ich dir recht. Für deine Rechnung solltest du aber den hier künftig nicht mehr verwenden: http://www.antipreneur.de/milchmaedchenrechner/

    • Sehr amüsant :-) Sehr amüsant ist allerdings auch, dass alle immer von ihren Textblogs mit minimal Bildload ausgehen. Da geht so einiges. Und mobil mit 1 GB intensiv Pinterest, Instagram, Facebook, die anderen Verdächtigen, E-Mails und Zeug einen Monat lang – das geht auch super! :-) Aber lass uns nicht über langweiligen Mädchenkram sprechen. Gucken wir uns lieber noch tolle technische Geräte an. Wie zum Beispiel diesen Hochleistungsrechner, den Du da extra recherchiert hast. I like :-)

  • Mich regt es eigentlich nur auf, das viele Blogger NUR NOCH gesponserte Posts schreiben, das ist kein Blog mehr in diesem Sinne, sondern mehr ein Magazin. Find ich sehr sehr schade und daran habe ich auch kein Interesse, denn man weiß nie, ob es wirklich deren Meinung ist.

    • Genau genommen ist es ein Werbemagazin. Auch wenn viele Blogger „gesponsort von“ oder „sponsered by“ schreiben, liest sich das zwar besser, ist aber falsch. Vor allem wenn es sich offensichtlich um einen kommerziellen Blog handelt. „Sponsored by“ sind Anzeigen und müssen mit „Anzeige“ kenntlich gemacht werden. Liest sich dann natürlich nicht mehr so schön, vor allem wenn eine freundschaftliche Bloggerwelt suggeriert werden soll.

      Bei der hier aufgestellten Kalkulation was ein Blog kostet, entzieht sich mir übrigens der Sinn des Artikels. Vor allem ohne Gegenüberstellung der Einnahmen, denn ohne dieses Wissen ist eine Meinungsbildung doch gar nicht möglich, sondern die ganze Sache nur Jammerei. Desweiteren scheinen etliche der Posten eh anzufallen, weil eigentlich privat. Oder gibt es eine extra Flatrate nur für den Betrieb dieses Blogs und ohne den Blog, würde der Kommunikationsanbieter gekündigt? Gleiches gilt für andere Posten wie Küchengeräte, Computer etc. Weil ansonsten darf jetzt jeder Jammern, denn das normale Leben kostet Geld und das rechnen auch nicht alle ihrer Umwelt vor.

      Und ist das hier jetzt Hobby oder Job? Niemand rechnet nämlich ernsthaft anderen Leuten sein Hobby auf, höchstens um deutlich zu machen, was einem persönlich die Sache Wert ist und nicht um zu sagen „Boah, so viel kostet ihr mich, damit ich mein Hobby betreiben kann – nur wegen dir, weil du das willst“. Das ist dann menschlich schon fragwürdig, solch eine Einstellung zu haben. Ist es dagegen beruflich, dann ist es schon verständlich zeigen zu wollen, was dieses Angebot so kostet. Aber dann bitte auch mit der Einnahmenseite und ordentlicher Kenntlichmachung von Anzeigen. Ansonsten ist es nur leeres Blabla. Kann ja sein, dass die Einnahmen nur 100 Euro betragen, dann bilde ich mir eine andere Meinung, als wenn die Einnahmen 10.000 betragen würden.

  • Hallo liebe Mel!
    Wie kannst Du nur die armen Leser mit der Realität belästigen? Nachdem wir aus der Welt flüchten wollten, in die heimelige sekundär Netz-GEsellschaft, holt uns die Realtität auch hier wieder ein…vielleicht ist es einfach dieses GEfühl, dass viele Leser dann sich verabschieden lässt.
    Dein Text ist toll geschrieben, und wieviel Du bezahlst, ist Deine Sache und muss nicht von niemandem zeredet werden. Was wer zum Leben braucht oder eben nicht „darf“ ja auch nicht zerkaut und auspuckt werden.
    Ich versuche mein Geld-Glück auf meinem Blog, und oft sind es auch die Kooperationspartner, denen das Wertgefühl fehlt.
    Alles gute Dir!
    Anita

  • ist ja schon etwas schön gerechnet alles.
    Serverhosting: 29,95 € –> mit einem root (v) Server sicher für die Hälfte
    Inetflatrate Home: 49,95 € –> wäre auch ohne Blog vorhanden
    Internetflatrate Mobil: 49,95 € –> empfinde ich ja schon als verarsche das aufzuführen
    Computer: 55,– € –> Wäre auch ohne Blog vorhanden
    Software für Bildbearbeitung: 19,– € –> gibt genug freie Software die genutzt werden kann
    Kamera, Objektive, Stative, Zubehör: 83,– €
    Speicherkarten: 5,– € –> jeden Monat 5€ für eine Speicherkarte? Bittewas?
    Festplatten: 5,– € –> sind im PC wohl nicht mit enthalten?
    Lebensmittel für Rezepte und Posts: 100,– €–> ja Ohne Blog isst man nichts
    Küchengeräte, Kochzubehör: 50,– € –> 50€ im Monat für neue Küchengeräte. Ob das schon eine Sucht ist?
    Props, Requisiten, Deko, Geschirr: 100,– € –> in meinen Augen auch extrem übertrieben
    Fortbildung Technik und Recht (Bücher, Workshops, externe Beratung): 60,– € –> da könnte man sich den Steuerberater doch schenken?
    Steuerberater: 60,– € –>
    Bustickets, Fahrtkosten: 40,–€ –> wohin? ins Einkaufszentrum?

    zu der „Arbeitszeit“ Sage ich nichts. Wenn ein „Hobby-Blog“ in Arbeit ausartet und mit Geld gegengerechnet wird, ist es kein Hobbyblog mehr sondern in der Tat vollzeitarbeit.
    3h Archivierung von alten Bildern im Monat finde ich dann aber durchaus doch lustig.

    • Du bist ja mal der Hammer schlechthin.

      Wie kann man es vermögen für einen anderen Menschen die Kosten zu bestimmen?

      Serverhosting: 29,95 € –> mit einem root (v) Server sicher für die Hälfte // Wer zu einem Billiganbieter rennt bekommt auch die Qualität die er bezahlt. Du weißt doch nichtmal was für ein Paket hier genutzt wird!
      Inetflatrate Home: 49,95 € –> wäre auch ohne Blog vorhanden // Hast du ausnahmsweise nicht unrecht
      Internetflatrate Mobil: 49,95 € –> empfinde ich ja schon als verarsche das aufzuführen // Hast du auch nicht ganz unrecht, gibt dir trotzdem nicht das Recht ausfällig zu werden
      Computer: 55,– € –> Wäre auch ohne Blog vorhanden // Es soll auch Leute geben, die die Hardwareaustattung wie PC, Anzahl der Monitore etc. an ihre Bedürfnisse anpassen.
      Software für Bildbearbeitung: 19,– € –> gibt genug freie Software die genutzt werden kann // Ich glaube jetzt versuchst du uns zu verarschen?
      Kamera, Objektive, Stative, Zubehör: 83,– €
      Speicherkarten: 5,– € –> jeden Monat 5€ für eine Speicherkarte? Bittewas? // Die Kosten wurden anteilig berechnet, was dir beim PC aber nicht aufgefallen zu sein scheint. Oder gibt es einen PC für 55 €?
      Festplatten: 5,– € –> sind im PC wohl nicht mit enthalten? // Abgesehen davon dass es auch soetwas wie externe Festplatte oder ein NAS gibt, sind auch hier die Kosten anteilig berechnet
      Lebensmittel für Rezepte und Posts: 100,– €–> ja Ohne Blog isst man nichts // Jetzt wird es immer skuriler
      Küchengeräte, Kochzubehör: 50,– € –> 50€ im Monat für neue Küchengeräte. Ob das schon eine Sucht ist? // Mir fehlen die Worte.
      Props, Requisiten, Deko, Geschirr: 100,– € –> in meinen Augen auch extrem übertrieben // Du scheint anscheinend ein erfahrener Food-Blog-Betreiber zu sein
      Fortbildung Technik und Recht (Bücher, Workshops, externe Beratung): 60,– € –> da könnte man sich den Steuerberater doch schenken? // Bitte zieh den Stecker deines Routers, tun uns den gefallen.
      Steuerberater: 60,– € –>
      Bustickets, Fahrtkosten: 40,–€ –> wohin? ins Einkaufszentrum? // Bitte lass den Stecker draußen und komm nie wieder.

      Mach dir nichts draus, die Gesellschaft wird immer verwerflicher.

  • Liebe Mel,

    Danke für deinen ehrlichen Beitrag. Zum Glück kamen mir noch nicht solche Mails von Lesern unter. Aber ich denke mal das ist in der Produkttest Sparte glaub ich eh etwas kulanter. Die Leute denken immer der Blog und das drumherum macht sich alles von sich selbst. Sei lieb gegrüßt

  • Ach Mel – ein Traum. Danke für die ehrlichen und offenen Worte!
    Und meine Güte, wenn ein Foodblog dann auf einmal über Winterreifen bloggen sollte, dann kann man doch auch einfach so aufhören ihn zu lesen. Oder noch besser: Man überliest diesen einen Post. Tut ja nicht weh… Nur weil während der Lieblingsserie Werbepausen sind, schaltet man ja auch nicht dauerhaft weg und denkt sich „Pfui, es gibt Werbung!“ :)

    Liebe Grüße,
    Ricarda

  • Liebe Mel, ganz simpel: Thx.!

    An alle, die gerade Luft zum Meckern holen: Bitte Mund zuklappen und überdenkt einfach mal kurz eure Anspruchshaltung.

  • Ich kann nur DANKE sagen für diesen großartigen Post!

    Ganz liebe Grüße

    Ursel… aka… Klaraklawitter

  • Herrlich und auf den Punkt. Wie man es kennt von dir. Alle Blogger die böse e-mails bekommen, können dann ja ab sofort auf diesen Artikel verweisen.
    Danke schön!

  • So, das ist gemein. Da schreibst du so einen – offenbar dringend notwendigen – Blogpost, der dann auf allen Kanälen geteilt wird. Unbedarft wie ich bin, geh ich hier stöbern und zack, schon hast du eine neue Leserin per bloglovin. Dabei ist meine Blogliste doch schon voll. Ich sollte vielleicht mal aufschreiben, wieviel Zeit ich auf den verschiedenen Blogs verbringe, ähm, ne, besser nicht. Im Ernst: was ein toller Blog! Und ja, man sieht die Arbeit, die drin steckt, die vielen Ideen, die Liebe und Begeisterung. Das dass kostet, sollte jedem klar sein. Dass es soviel ist, erschreckt im ersten Moment etwas, erscheint mir dann aber sehr realistisch. Danke fürs Auflisten und danke für die vielen Inspirationen, die du hier teilst.
    Liebe Grüße, Katharina

  • Hallo Mel,

    wunderbar auf den Punkt gebracht, stellvertretend für so viele Blogger, hoffentlich lesen es viele dieser Leserminderheit (←Eindruck und Hoffnung). Aber eigentlich finde ich eine derartige Leser(/Nehmer-)haltung rechtfertigungswürdiger!

    Liebe Grüße!
    M

  • Liebe Mel, sehr interessante Übersicht – danke dafür! Spannend fände ich auch ein verwandtes Thema, nämlich „wie kann ich denn mit meinem Blog etwas Geld verdienen, um die Kosten zu decken“? Ist nicht Thema dieses Artikels – aber kennst Du oder andere Kommentatoren hilfreiche Hinweise / Artikel dazu? Liebe Grüße die Sonja

  • Hi :-)
    ich lese deinen blog heute zum ersten mal – asche auf mein haupt – ich hab was verpasst!
    dein text gefällt mir! am schönsten fand ich deinen nachtrag und ich bin froh, dass es euch gut geht ;-)
    bei den kosten hab ich mir auch gedacht, hui, das geht doch günstiger? aber eigentlich ist mir das ja egal, was du dafür ausgeben magst und anderen sollte das vielleicht auch egal sein? ganz utopisch ist es ja nun nicht!
    warum nur haben die leute so angst vor werbung? ich bin ja mündig, kenne mein budget und kann mich dann entscheiden, ob ich auf die werbung „reinfallen“ möchte, oder eben nicht. und da das leben doch überall werbung für mich bereit hält, bin ich ja geübt im ausblenden…
    solange man zwischen der werbung noch schöne texte und wertvolle anregungen findet ist das doch alles mehr als in ordnung. schließlich hat ein blog für einen leser ja einen wert, den er eben durch das „erdulden“ der werbung bezahlt…
    ich bleib dann mal als dein leser hier :-)
    liebe grüße, Jana

  • Heute in der SZ, ebenfalls ein Artikel über die Einkünfte der deutschen Blogger. Natürlich muss es entlohnt werden und es muss endlich aufhören, dass dutzende Anfragen eintrudeln, die mich dazu zwingen würden, Dinge vorzustellen, die nicht zu mir passen. Gern auch fremd geschrieben oder bei eigenem Artikel „inhaltlich korregiert“. Dass sich ‚gute‘ Blogger darauf nicht einlassen, sondern sehr genau überlegen mit wem sie kooperieren, ist langsam nicht mehr diskussionswürdig. Blogs die mittlerweile als virtuelle Werbebeilage der Samstagszeitung fungieren können, weil sie für alle Sparten und schier nur noch gekünstelt – mit schlimmsten Werbefloskeln – werben, werden halt weggeklickt. Es wäre wünschenswert, dass eine viel größere Akzeptanz zu Einkünften geschaffen wird und wir auch in Europa an einen Großteil der Einnahmen bspw. amerikanischer Blogger kommen. Geld kann nämlich auch unabhängig machen, wenn man sich selbst aussucht, für wen oder was man aus voller Leidenschaft heraus auf dem Blog schreiben kann.
    Oder lohnt sich alle Diskussion nicht, solang der widerliche Neid die Menschen anfacht?
    Liebe Grüße,
    Franse

  • Liebe Mel,

    Danke für diesen ehrlichen und vor allem offenen Beitrag.

    Ich finde Du bist im Stundenlohn zu günstig ;-)

    Eine tolle Aufstellung und vielleicht haben ja einige Leser nun mehr Respekt vor dieser Arbeit.

    Liebe Grüße
    Grit

  • Vielen Dank Mel – wunderbar geschrieben und auf den Punkt gebracht. Vor allem sehr hilfreich mit all den Kostenpunkten. Das werde ich mal hier in der Schweiz auch nachrechnen müssen – mir graust es jedoch davor. Mit Schrecken feststellen – wie teuer mein „Hobby“ ist ;-)
    Ganz liebe Grüsse Karin | stylehäppchen

  • Liebe Mel,

    danke für Deinen Bericht ;) super geschrieben und ich hatte ebenfalls so dieses Problem :(

    Viel Leser denken nur : Die bekommen ja nur … wenn das so wäre *grrr…
    Meine Familie schimpft oft mit mir, weil es eben einiges kostet und an Hand Deiner Kostenrechnung kann der Leser das auch einmal nachvollziehen, aber die Meisten lesen es ja nicht einmal :(

    Ich habe es geteilt und hoffe viele lesen es ! Viell.bekommen wir Blogger dann auch mal mehr Anerkennung, meistens loben wir Blogger uns auch nur untereinander, weil wir wissen ! was es heißt einen Blog zu führen !

    Man gibt sich Mühe und postet das Ganze, aber kaum einer manchmal liest es (meistens eben die Blogger untereinander) … gibt es aber ein Gewinnspiel, da kannst Du schauen, es ist noch nicht mal richtig gepostet, da sind alle schon da… das macht traurig ,weil es gibt auf unseren Blogs mehr als nur Gewinnspiele und wenn wir mit Unternehmen zus.arbeiten, dann ist es für uns ein kleiner Bonus ;)

    Danke liebe MEL ! KLASSE!
    LG Katrin

  • Word, Mel!
    Gerade dieses anschauliche Beispiel sollte man sich ausdrucken und einrahmen:

    „Wenn also beim nächsten Mal einer Eurer Lieblings-Blogger einen ganz transparenten und offensiv gekennzeichneten Sponsored Post veröffentlicht und Ihr Euch damit unwohl fühlt, seht das ganze bitte im Verhältnis. Euer Blogger ist fair und ehrlich zu Euch. Und vielleicht denkt Ihr einfach an Euren Lieblings-Fußballverein um die Ecke oder Sportler, die Ihr mögt. Die Jungs und Mädels haben Werbeaufdrucke auf ihren Trikots, die Stadien haben Werbeflächen, Vereine in der Regionalliga (und nicht zuletzt die Fußball-Nationalmannschaft) haben Verträge mit Sponsoren – aber all das führt ja auch nicht automatisch dazu, dass die Sportler sich weniger Mühe geben, dass das Spiel oder Turnier langweiliger wird, weniger Leistung passiert oder ihr Euch weniger unterhalten fühlt. Es ermöglicht lediglich die Unterstützung und Finanzierung von bestimmten Dingen und Freiräume für neue Ideen. Und hoffentlich Spaß vor und hinter dem Blog.“

    Vielen Dank für die Aufstellung.
    Und ganz ehrlich: ich halte das für absolut realistisch – Lebensmittel wären bei mir im Zweifel sogar doppelt so hoch angesetzt!

    Nette Grüße
    Maja

  • Ein toller Beitrag und Offenlegung. Wobei da sicher der ein oder andere Euro noch dazu kommt ;-)
    Schade das ein Leser wegen Kooperationen sich veranlasst fühlt, das Weite zu suchen. Das er aber auch noch in einer Mail dies kund tut verstehe ich nicht ganz.
    Naja, Reisende soll man nicht aufhalten ! auch wenn es jetzt nicht hier war.
    LG Tanja

  • Super, dass Du das alles auflistest! Glücklicherweise habe ich noch nie so ein Mail eines Lesers bekommen, der meint, meine „Glaubwürdigkeit bliebe auf der Strecke“. Verstehe ich nicht, sondern das Gegenteil ist der Fall. Danke für Deinen Blogpost!

  • Was soll man anderes sagen außer DANKE. DANKE für diesen Freischlag des Bloggens. Es ist leider so, dass viele nur das BUNTE und SCHÖNE sehen. Ja, es ist schön, ja es macht Spaß aber es kostet eben auch einen Arsch voll Geld und jede Menge Zeit. Wir teilen es auf jeden Fall!!! Sabrina

  • Es ist traurig das es hier in Deutschland so kompliziert ist. Viele Leute beklagen sich über Werbung, nutzen Werbeblocker und schreiben Mails wie die von denen Du hier berichtest. Sie vergessen dabei das nichts im Leben kostenfrei ist. Das Privatfernsehen lebt von Werbung. Die Zeitschrift zum Lieblingsthema kostet nur deswegen keine 30 Euro je Ausgabe weil sie voll ist mit Werbung. Warum können sie nicht begreifen das ohne Refinanzierung nicht geht, egal wie viel Herzblut man als Blogger oder in meinem Fall Youtube-Creator in eine Sache steckt.
    Wer ist bereit jeden Monat sagen wir 1Euro an den Lieblingsblog zu spenden damit dieser Werbefrei bleibt??? Na? Irgendwer? Dachte ich es mir doch ;-)

  • hallo Mel :)
    Ich bin eben auf diesen Beitrag gestoßen und obwohl ich eigentlich gerade in der Bibliothek sitze und keine Posts lesen sollte, schreibe ich jetzt doch kurz etwas dazu :)

    Vorab: ein schöner, ehrlicher Post! Ich finde deine Berechnung zwar nicht hundertprozentig zufriedenstellend, weil ich davon ausgehe, dass du Internet usw auch ohne den Blog haben würdest und ich deine Arbeitsstunden eher zu freiwilligen Hobby-Freizeit-Sonstwas-Ausgaben zählen würde, aber im großen und Ganzen sieht man schön, was so ein Blog Kosten kann. (Sorry für die Rechtschreibung, meine Autokorrektur nervt ;))
    Was vorher schon geschrieben wurde: mich stört es auch eher, wenn nur noch gesponserte Posts geschrieben werden. Klar, man muss seine Brötchen verdienen und durch mehr gesponserte Posts wird das Minus mehr ausgeglichen. Gleichzeitig verstehe ich auch, dass man dann vllt nicht mehr unbedingt Zeit hat, sich die gleiche Mühe (man möchte ja sein Niveau halten) für „kostenlose“ Posts zu machen.
    Ich persönlich finde aber die Person hinter dem Blog immer noch unheimlich wichtig – wenn diese mir nicht sympathisch ist, helfen auch tolle Fotos nichts. Von daher lese ich auch wirklich gerne ab und zu Texte, die wirklich von nichts beeinflusst werden und die Person mir näher bringen, ohne dass ich den Link zu einem Produkt oder sonstiges finde (daher finde ich Instagram auch wirklich toll)
    Toll gemachte gesponserte Posts, bei denen man genau merkt, warum ausgerechnet dieses Produkt (oder was auch immer) beworben wird, finde ich aber gar nicht schlimm.

    Gegen gesponserte Posts an sich habe ich also wirklich nichts (zumal man dadurch oft auf Sachen stößt, die man vorher nicht kannte) aber ausschließlich gesponserte Posts finde ich persönlich auch nicht schön.

    Was mich aber eigentlich viel mehr stört ist genau die andere Seite: Leute, die entweder gar nicht angeben, ob ein Post gesponsert ist, oder nicht oder Leute, die jede Woche einen anderen Onlineshop aus fernen Ländern vorstellen, wo man von vornherein schon merkt, dass hier alles für ein paar neue Kleider verlinkt wird.
    Da sind mir dann Blogs mit Transparenz und schönen, gepflegten Posts tausend Mal lieber.

    Im Übrigen: jedem Recht machen, kann man es sowieso nie.

    Liebe Grüße,
    Anne

  • Hallo liebe Mel,

    vielen Dank für diesen tollen Post. Du sprichst den meisten Bloggern sicher direkt aus der Seele, auch wenn es manche immer noch nicht einsehen wollen, dass Bloggen auch mit dem ein oder anderen Aufwand verbunden ist. Wenn Unternehmen/Verine/Sportler Millionen für Werbung einnehmen, dann ist das okay – wenn ein Blogger für 50 € Warenwert was zum testen bekommt, geht die Welt unter. Deshalb vielen Dank für diesen ehrlichen Beitrag. Vielleicht lässt sich der ein oder andere Kritiker doch noch überzeugen.

    Liebe Grüße
    Kathleen

  • Sehr schön geschrieben!
    Und ich möchte hinzufügen: Du hast ja die Kosten in deiner Bilanz noch sehr niedrig gehalten, weil du deine Arbeitsstunden mit dem Mindestlohn ansetzt. Für den würde kein Selbstständiger der Welt arbeiten können (und genau das bist du ja als Blogger).

    Danke auf jeden Fall für diesen Beitrag und liebe Grüße!

    Marina

  • Liebe Mel,
    was für ein schöner Artikel. Da merkt man, dass du ihn dir richtig von der Seele geschrieben hast, weil er so herrlich ehrlich und gerade heraus ist!
    Ich würde jedes einzelne Wort genauso unterschreiben!
    Mach weiter so!

    Liebe Grüße von
    Kaddi

  • Auf den Punkt. Dankesehr. Noch viel mehr als das Geld ärgert mich, dass keiner der Meckerer eine Ahnung hat, wie viel Zeit in nur einem Rezept steckt. Verwackelte Schnitzelbilder in Facebookgruppen (Aufwand 10 Sekunden) kann jeder – etwas vorzubereiten, zuzubereiten und nachzubereiten (mehrere Stunden) ist was vollkommen anderes. Danke Mel.

    Liebe Grüße
    Christina

  • Hallo Mel,

    das hast du wirklich sehr gut auf den Punkt gebracht !!!!
    Hütchen ab !!!!
    Ja, manchmal sind die Menschen schon komisch !!!
    Aber lieber ehrlich sein und ein paar Leser verlieren, als irgendetwas „hintenrum“ machen !!!

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

  • Groß!ar!tig! Ich danke Dir für diese Aufstellung! Nicht nur, was das Finanzielle, sondern auch das Zeitliche betrifft. Denn oft wird das Bloggen ja ein bissl belächelt. Es ist aber fast schon ein Fulltime-Job neben dem normalen Job – also, je nach Intensität des Bloggens. Mich stören Banner und Werbung überhaupt nicht. Aber vielleicht auch, weil ich weiß, was so ein Blog kostet. Auch wenn ich selbst drauf verzichte (in erster Linie, weil ich zwischen Kunden, Job und Blog nicht in einen Spagat kommen will), kann ich das bestens verstehen und sehe es auch als Anerkennung für die Professionalität eines Blogs. Schön, dass Du das mal angesprochen hast!

  • VIELEN DANK für diesen tollen Beitrag! Ich bin auch immer wieder erstaunt, dass Blogs mit versteckter Werbung total gehyped werden und die, die ehrlich damit umgehen immer mit doofen Kommentaren bestraft werden.

    Liebe Grüße von UNS,

    Sasila

  • Danke für die tolle Meinung. Bei mir fallen vielleicht die Buskosten weg, dafür habe ich erhöhten Konsum von Kaffee, Wasser und Voltaren Gel (letzteres, weil mir beim Sitzen immer der Rücken weh tut)
    LG
    Sabienes

  • Hahaha, wunderbar, besonders Dein Nachtrag hat mich schwer amüsiert, auch wenn ich vermute, dass Du ihn nicht ganz so amüsiert geschrieben hast. ;)
    Viele Grüße
    /Inka

  • Vielen, vielen Dank für diesen Beitrag. Nachdem ich vor kurzem genau zu diesem Thema Kommentare wie „Ja, hast du das nötig?“ usw. erhalten habe, hab ich mir überlegt auch einen Beitrag dazu zu schreiben. Ich werde es nun tatsächlich tun und dabei auf deinen Blogpost verweisen. Ein Satz würde genügen: Diesen Blogbeitrag unterschreibe ich (Link hierher). Liebe Grüsse, Beatrice

  • Hi Mel,
    sehr guter Post, der scheinbar vielen Bloggern aus der Seele spricht. Deine Auflistung sieht schon sehr vollstänig aus. Aus meiner Erfahrung heraus sind einige Bepreisungen zwar zu hoch gegriffen bzw. zu Pauschal und würden so bei einer Kontrolle des Finanzamtes in der Einkommenssteuererklärung (zumindest in Österreich) nicht durchgeheh. Speziell die Kosten für Internetflat, Mobilflat, Geräte etc. sind wahrscheinlich nicht vollständig dem Bloggen zuzuschreiben. Ich hoffe trotzdem das einigen Usern dadurch klarer wird, dass Bloggen neben Zeit auch Geld kostet. Vor allem als Foodblogger, wenn man Kosten für Geräte, Zubehör, Zutaten und vielleicht Restauranttests hat. Da kommt schon einiges zusammen.

  • Und wer „zwingt“ Dich/Euch einen Blog zu erstellen? Diese Idee stammt doch vom jenigen selbst, meistens auch noch um sich selbst dar zustellen und hofft natürlich darauf, dass andere es lesen und follower werden!
    Von daher finde ich eine „Kostenaufstellung“ ziemlich albern!

    Sorry!

    • Wer zwingt einen Schreiner dazu, sich selbständig zu machen und einen Betrieb zu eröffnen? Bloggen ist nicht immer nur ein Hobby, sondern oft ein ganz normaler Job. Die Nachfrage ist da, also erbringen wir diese Dienstleistung – freie Marktwirtschaft.

    • Liebe Silke,
      ähm, ich denke es ist wichtig hier mal zu unterscheiden.

      Es geht darum, dass es scheinbar von einigen LeserInnen als „falsch“ und unauthentisch angesehen wird, wenn ein Blogger generell Werbung und Kooperationen auf seinem Blog zeigt. Weniger darum, dass man einen Blog führt und weshalb.
      Wichtig ist es doch auch für den womöglich unreflektiert kritisierenden Leser zu sehen, dass so ein Blog nicht nur sehr viel Freude, sondern auch Arbeit ist. Investitionen, laufende Kosten, Arbeitszeit (auch Dinge die man gern tut, dürfen als Arbeit gelten).
      Deshalb darf man so etwas durchaus mal ansprechen.
      Schwierig wird es doch scheinbar für einige, wenn aus dem zeitintensiven Lieblings-Hobby ein nutzbringender Nebenerwerb generiert wird, der – oh je – auch noch Spaß macht.
      Die Anspruchshaltung „Hey, kostenloser super Content für alle“ versus „Ich zahle zwar nichts dafür, lieber Blogger, aber du machst das ja gern.“ ist hierbei einfach nicht richtig.

      Für uns Blogger ist es wichtig, dass nicht die Kooperationsbereitschaft des Blogs negativ ausgelegt wird. Und sei versichert: bei jedem professionell geführten Blog kann der Leser sicher sein, dass die Auswahl der Kooperationspartner sehr, sehr sorgfältig geschieht. Und es meist sogar Inhalte sind, über die wir auch ohne Sponsoring gern berichtet hätten. Das Wichtigste sind schließlich nicht die Kooperationspartner, sondern die Leser und unser Spaß an der Sache. Und das soll auch so bleiben.

      Wir wollen langfristig Spaß an unseren Blogs haben und euch Lesern Mehrwert bieten, wenn ihr bei uns vorbeischaut.

      Sorry.

      P.S.: Ich finde außerdem den Vorwurf, dass Blogger sich lediglich selbst darstellen wollen nicht richtig. Zumal wie hier im Food-Blog von Mel, eindeutig nicht die Person im Vordergrund steht. aber das nur nebenbei.

  • Ich unterschreib’s (und erschrecke mich fast: ob meine Kosten für Blogger-Hobby ebenso hoch wären? Muss vielleicht mal rechnen…)

    Danke, Mel.

  • Hallo Mel,

    Schöner Artikel. Lass keinen der Kommentare an dich heran, die keinen Cent für tolle Beiträge zahlen und keinen Platz für Werbung einräumen wollen. Die Kostenübersicht ist eine großartige Idee.

    Liebe Grüße

    Burkhard Asmuth

  • Toller Post, der dem ein oder anderen vielleicht mal die Augen öffnet. Insbesondere in Bezug auf die Arbeit, die hinter einem Blog steckt. Viele Denken so ein Beitrag ist in einer halben Stunde getippt.
    Zugeben muss ich aber auch, dass ich bezüglich der monatlichen Fixkosten Kosten für PC, Küchenutensilien und Essen erst einmal gestutzt habe und mir schon vorstellen kann, dass diese vielen (v.a. Kritikern!) überzogen vorkommen können. Ich gehe mal davon aus, dass du die Anschaffungskosten auf die Nutzungsdauer runter gerechnet hast? Natürlich muss man auch die private Nutzung mit berechnen, bzw. könnte man sagen: Aber eine Küche hättest du ja auch ohne Blog.
    Ansonsten finde ich den Artikel jedoch sehr gelungen. Und deinen Nachtrag auch. ;)

  • Mmh,

    also dass das alles „was kostet“, ist klar.

    Aber bei vielen Dingen bin ich mit deiner Kalkulation ganz klar nicht d’accor:

    – Der Computer – den brauchst du so oder so, oder willst du sagen, dass wenn du dein Blog nicht hättest, du auch keinen Computer hättest? Der wird also nur weg. dem Bloggen angeschafft?

    – Genauso der Internetzugang @ home; den buchst du also nur, weil es dieses Blog gibt? ne.
    Same with mobile internet – dsa hättest du auch so oder so, auch wenn du nicht bloggen würdest.
    WENN dann könntest du diese kosten teilweise umlegen, aber komplett anzusetzen und zu sagen, „das **brauche** ich fürs bloggen“, ist absoluter Quatsch.

    – Du brauchst jeden Monat neue Speicherkarten? Glaub ich nicht.

    – Festplatten; hier scheinst du zumindest etwas umzulegen/teilweise anzusetzen; aber als IT-Profi frage ich mich dann schon, ehrlich gesagt, für was du deiner Rechnung nach PRO JAHR immer eine neue Festplatte brauchst?

    – Busticket – same – das hättest du auch, wenn du nicht bloggen würdest, oder fährst du immer schwarz?

    Die Liste kann man noch erweitern….

    Aber alles in allem hast du natürlich Recht – die Infrastruktur für all das gibts zumindest nicht gratis ;-)

    • du hast ja mal sowas von keine Ahnung
      Und ich finde es ziemlich daneben das wenn du hier schon so viel Blödsinn schreibst , du es dann feigerweise auch noch anonym tust
      Schade
      Claudia

    • Genau das. Herrlich! Bei allem Respekt, liebe Mel: Der Grundgedanke deines Artikels ist zutreffend und die „mach’s umsonst oder für ein Produkt das uns im Einkauf keine 5 Euro kostet“ Mentalität vieler Firmen ist absolut daneben. Aber deine Aufstellung finde ich auch stellenweise sehr übertrieben, aus den Gründen die Vomitorium nennt.

    • „(…) als IT-Profi frage ich mich dann schon, ehrlich gesagt, für was du deiner Rechnung nach PRO JAHR immer eine neue Festplatte brauchst? (…)“

      Ja, das kann ich auch nicht nachvollziehen! Man kann doch die Bilder aus dem Vorjahr einfach löschen, dann hat man auch wieder Platz auf der Festplatte für die neuen Bilder!! Wenn dann eine Zeitschrift anfragt, ob sie ein Bild von einem Blogpost aus 2012 oder 2013 verwenden dürfen, dann kann man denen doch einen Screenshot zuschicken! Vom Prepaidhandy, in geringerer Auflösung, das spart jede Menge Megabytes (und Geld!!).
      Wenn einem das zu unsicher ist, dann kann man ja alle Bilder VOR dem Löschen auf A4 ausdrucken (A5 finde ich persönlich nicht so toll als Format für Fotos, aber da sind die Geschmäcker ja verschieden). Den Ausdruck mit dem Bild kann man dann der Zeitschrift zuschicken, dann scannen die sich das. Klar, das kostet auch 0,62€ Porto, aber das ist ja immer noch billiger, als sich jedes Jahr eine neue Festplatte zu kaufen, nur weil die alte voll ist mit Bildern.
      Noch ein Tipp: die Ausdrucke kann man prima in Schuhkartons aufbewahren, nach Jahren geordnet und beschriftet, dann hat man immer alles griffbereit. Schuhkartons bekommt man oft gratis, einfach mal im Laden nachfragen…

    • > Ja, das kann ich auch nicht nachvollziehen! Man kann doch die Bilder aus dem
      > Vorjahr einfach löschen, dann hat man auch wieder Platz auf der Festplatte für die
      > neuen Bilder!!

      Ähem. 60 Euro sind pro Jahr 1TB. Ein Bild hat was, 5MB? 200 Bilder ein GB. Pro Jahr 200.000 Bilder, um das TB vollzubekommen? Verzeih mir, wenn ich zweifle.

    • Zweifle gern. Ein RAW einer Vollformat-Kamera hat wie viel MB im Durchschnitt? Und meine Festplatten haben im Durchschnitt 500 GB. Das wird ein sehr spannender Dreisatz. Oder so. Es ist immer wichtig, die Details sehr fest im Blick zu behalten. Das sehe ich auch so.

  • Ich finde Internetflatrate home/mobile und der Computer sollten nicht mit aufgezählt werden. Das sind nämlich Dinge, die (fast) in jedem Haushalt sind, zumindest Internet+Telefon. Ansonsten ist das eine tolle Kalkulation!

    Viele Grüße,
    Nico

  • Großartiger Post!
    Mein Blog ist zwar noch nicht „groß genug“ für Sponsored Post aber auch ich kämpfe häufiger mit den Kosten. z.B. hätte ich gerne eine bessere Kamera oder würde Workshops besuchen oder oder oder, um meinen Blog zu verbessern. Mir fehlt aber das Geld. Denn ich bekomme zwar häufiger Bücher umsonst, etwas verdienen tue ich aber nicht. Was nicht heißt, dass ich mir weniger Mühe gebe.
    Deshalb finde ich es vollkommen in Ordnung wenn Blogger Kooperationen eingehen. Und möchte immer die Augen verdrehen, wenn sich Leute darüber aufregen. Ein Blog kostet Geld und ist verdammt viel Arbeit. Und er kann ein Fulltime Job werden. Und so lange nicht jeder Post gesponsort ist und trotzdem noch eine ehrliche Meinung irgendwo steht, ist es meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung – und vielleicht sogar notwendig – mit Firmen zu kooperieren. In jedem anderen Bereich ist es schließlich auch vollkommen normal.

    Danke für diesen tollen Post :)

  • Danke, Du sprichst mir aus der Seele! Es war dringend nötig, dass das mal so deutlich gesagt wird.

    Meiner Erfahrung nach wirst Du leider diesen Typ von Leser-E-Mail-Schreiber trotzdem nicht überzeugen, denn der tut das um des Nörgelns willen und weil seine Sicht auf die Welt so verquer ist, dass er bestenfalls in Ansätzen verstehen wird, was Du überhaupt von ihm willst. Leider.

    Noch schlimmer wird es nur noch, wenn Du solchen Bloglesern versuchst zu erklären, dass das Schreiben Dein Beruf ist und Du davon Deine Miete bezahlen musst. Dann hört auch noch jedes eventuell verbliebene Restverständnis auf und Du bist endgültig der von der Industrie gesteuerte Teufel – ungefähr auf einem Niveau wie Pegidas „Lügenpresse“ …

  • also, es ist alles aber wirklich alles richtig was du schreibst!!!!
    Ich denke das otto Normal Leser einfach keine Ahnung hat. Vielleicht kann er das auch nicht. Vielen denken ja auch im Laden das jeder Inhaber Millionär ist. Das Geld das in die Kasse kommt kann der behalten. Aber woher soll Otto das denn auch wissen? In der Schule wird das nicht rübergebracht im Studium, außer BWL wohl auch nicht. Und seit der Geiz ist Geil Kampagne der Metro Gruppe sind die guten Sitten dich komplett im Eimer
    Ich finde du machst alles richtig und vielen Dank für die tolle Auflistung der Kosten
    Das war bestimmt auch für viele Blogger ein Aha Erlebnis
    Viele liebe Grüße
    Claudia

  • „Abholung von unerbetenen Warensendungen von der Post oder den Nachbarn (2 Stunden): 17,– €“

    Das wurde doch nicht ernsthaft mit eingerechnef???????

    Bis zu dem Punkt eine gute Kalkulations-Übersicht

    • Man muss ja auch ab und zu mal Humor zeigen, ne. Aber tatsächlich verbringen viele Blogger ihre Samstage auf dem Weg zu Post und stehen da lange in der Schlange. Für Dinge, die sie nie wollten.

  • Schön, dass du dich mit den Kosten deines Blogs so detailliert auseinander gesetzt hast. Jetzt bekomme ich auch endlich mal meine diversen Kosten vor Augen geführt.

    Ich persönlich hätte nicht jeden Punkt in meine „Blog-Kosten“ eingerechnet aber das ist dir überlassen.

    Wenn du jedoch möchtest, dass deine Leser deine Kosten kennen, dann würde ich es nur fair finden, wenn du für deine Leser auch deine Einnahmen auflistest. Denn sind wir mal ehrlich, man kann mit so einem Blog auch gutes Geld verdienen.

  • Ich finde deine Auflistung echt gut. Klar, manches würden manche nicht dazurechnen und das ist halt einfach so, aber im Großen und Ganzen sieht man einfach, es kommt einiges an Geld zusammen.

    Ich kenne deinen Blog jetzt nicht (werde ihn mir aber jetzt ansehen ;)), manchmal ist es einfach schon bisschen nervig, auf jedem Blog das selbe zu lesen. Gut, aber deswegen entfolge ich keinen, ich klick da einfach drüber. Die letzten Blogs in meinem Feedreader haben da halt dann leider einfach Pech. Das Vahé-Zeug zum Beispiel konnte ich dann schon nicht mehr sehen, aber ich verstehe einfach, warum das gemacht wird!

    Und nur wegen den sponsored-Artikeln den Blog zu entfolgen, wäre ja, als würde ich meine Lieblingszeitschrift abbestellen, weil Werbung drinnen ist.

    Liebe Grüße, Becci

  • DU HAST JA SOOO RECHT!!! Danke für die Auflistung!! Bei mir kommen an Lebensmittelkosten und Kosten für Props sogar noch mehr zusammen, obwohl mein Blog vermutlich noch keiner ist. Lass dir bloß keinen Scheiß einreden!! Die Kommentare hier zur Reduzierung deiner Interntkosten und so finde ich auch klasse – als würden die 20€, die man vielleicht irgendwo einsparen könnte, den Kohl bei über 1000€ noch fett machen. Da haben wohl einige die Hauptaussage des Posts nicht verstanden…!!

  • Hallo Mel,

    ein toller Post! Mir hat er so gut gefallen, dass ich morgen zu dir verlinke (heute hab‘ ich schon einen Post online). So genau habe ich mir das noch gar nicht angeschaut, aber auf allerhand Stunden bin ich auch ohne Überlegen gekommen.

    Liebe Grüße … Frauke

  • Liebe Mel,
    vielen Dank für die deutlichen Worte und vielen Dank für die Mühe, die du dir mit der detaillierten Aufstellung gemacht hast!
    Und nur weil etwas AUCH Spaß macht, darf man es trotzdem als Arbeit bezeichnen und bestenfalls dann sogar Geld damit verdienen. Denn der logische Umkehrschluss wäre ja, dass man nur mit Jobs Geld verdienen darf, an denen man nicht gleichzeitig auch Freude hat, oder?! Und das wäre wirklich traurig…
    Herzlichst,
    Christina

  • Ich musste echt verdammt schmunzeln, Mel.
    Den ganzen Text über habe ich mir das gedacht, was sich wahrscheinliche einige Blogger denken. Viele beschweren sich, aber nur wenige bringen es an die Öffentlichkeit. Das du mal wieder so ehrlich bist, finde ich echt super.
    Entweder ich möchte als Leser ab und an mal richtig spannende, neue und außergewöhnliche Dinge sehen, über die man wahrscheinlich sonst nur selten eine persönliche Meinung bekommen würde oder ich bleibe eben dort wo ich bin. Soetwas kann ich immer nicht verstehen.
    Deine Kostenaufstellung ist mal wirklich der Hammer. Wenn man das so mit einem selber vergleicht und das Bloggen als „Hobby“ sieht, ist es wirklich erschreckend. Natürlich vergisst man bei dem ganzen ja immer, dass man die Liebe und die Nerven, die man investiert, niemals aufgerechnet bekommen würde.
    Die Nachträge finde ich ja höchst interessant.
    Manchmal frage ich mich ehrlich, warum manche Leute einem wirklich das Wort im Munde (oder eben im geschriebenen Text) umdrehen. Das ist doch selbsterklärend, dass das die Preise sind die du zahlst und damit ja meist auch zu zahlen bereit bist.
    Ich wünsche dir und deiner Familie noch einen schönen Abend und
    liebste Grüße,
    Leah

  • Würde mich da gar nicht drum kümmern, bzw. mich dafür rechtfertigen. Du lieferst etwas ab, was offensichtlich gern angenommen wird und was für den Leser kostenlos ist. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, warum Du das machst, es hat schlicht niemanden zu interessieren, was Du damit einnimmst oder welche Kosten Dir entstehen. Vermutlich sind die Nörgler dieselben Nassauer, die sich bei Zalando drei Paar Schuhe in unterschiedlichen Grössen für eine Hochzeitsfeier bestellen, von denen umgehend zwei Paar zurückgehen weil der Rückversand ja nix kostet, und das dritte Paar dann nach dem Event aber vor Ablauf der 14-tägigen Rücksendefrist.

    Wer aus seinem selbstgerechten Anspruchsdenken nicht mehr lesen will: Das Internet ist gross und weit, da ist die Tür. Du bietest den Schwachmaten und Nörglern – übrigens meist Leuten, die im Leben niemals etwas aus Spass an der Freude mit anderen teilen würden, ohne die Hand aufzuhalten – nur noch mehr Angriffspunkte mit so einer Liste.

    • Hallo Kiki, lieben Dank für Deinen Kommentar. Das mit der größeren Angriffsfläche habe ich bisher nicht so empfunden. Aber ich denke, dass viele Steuerberater heute mehr Klienten als sonst am Telefon hatten ;-)

  • Echte Einnahmen zu generieren ist neben den angesprochenen „sponsored Posts“ übrigens nahezu unmöglich. In meinem Fachblog zu Elektromobilität habe ich vor einigen Wochen mal „LaterPay“ als Bezahl-Modul ausprobiert. Ergebnis: fast alle Besucher haben den Besuch nach einer Seite abgebrochen, ganz anders als vorher. Und das, obwohl bei LaterPay noch nicht einmal sofort gezahlt wird, sondern man erst einmal nur virtuell „auf einem Deckel anschreibt“ und erst bei Erreichen von 5 EUR überhaupt tatsächlich zahlen müsste. Aber das war wohl schon zu erklärbedürftig und der Preis hat sofort abgeschreckt. Da bleibt nur echter Premium-Content, für den manche Menschen dann auch bereit sind zu zahlen. Denn neben ganz viel Engagement, Zeit und Spaß mit dem eigenen Blog möchte man manchmal schlicht auch (monetär) honoriert werden. ;-) Denn wie schön wäre es, wenn man ein Hobby irgendwann zum Beruf machen kann.

    • So ist das, wenn man schnell mal schreibt. „LaterPay“ ist die korrekte Bezeichnung, bitte oben jeweils statt „FairPay“ ersetzen. ;-)

    • Uwe, Dein Blog ist allerdings eine typsiche Seite, wo eine Funktion wie Laterpay nicht wirklich funktionieren kann. Die User sind nicht in einem Modus einen kleinen Obulus zahlen zu wollen, solange sie das Gefühl haben, sie bekommen das auch woanders. Zusätzlich noch die Problematik des Signups. Hingegen bin ich mir sicher, daß die gleichen Leute durchaus bereit wäre ein kleines Ebook zu kaufen (ich mag Cosmin, ich habe mich lange letztes Jahr mit Laterpay beschäftigt und intern doch geschlussfolgert, daß Amazon Ebook die bessere Option sein würde). Ein Modell wie Laterpay funktioniert bei einer anderen Leserschaft wie zum Beispiel bei Richard, wo es eher in Richtung „Trinkgeld an den Musiker“ geht – und die Masse es macht. Besuchermäßig aber hat Deine Seite ein anderes Publikum. Das ist ein wenig so als wenn Du versuchst einem Teetrinker Kaffee schmackhaft zu machen. Du kannst Dich gerne anstrengen, aber es wird vermutlich nicht funktionieren. ;)

  • Danke! <3

    Deine Deutlichkeit finde ich super! Mein Blog ist zwar um einiges "kleiner" als deiner, aber gerade was den Arbeitsaufwand betrifft, komme ich auf eine ähnliche Zeitrechnung. Materialkosten sind bei mir geringer – ich habe allerdings auch andere Themen, die nicht so viel an Kosten verursachen.

    Ich habe zwar bisher noch keine derartigen Mails bekommen, kenne aber durchaus auch die eine oder andere Schlacht, die irgendwer meint in meinen Kommentaren austragen zu wollen. Das kostet immer massenhaft Energie und lässt irgendwie jedes Mal eine Mischung aus Verunsicherung und Ratlosigkeit in mir zurück.

    Liebe Grüße zu dir, <3
    Sarah

  • Wenn nur alle solche Mails schreiben würde, dann wüste man wenigsten warum einem die Leserinnen weglaufen. Viele bekommen das gar nicht mit und fragen sich ..warum?? Kommen dann wahrscheinlich auf die dollsten Dinge aber nicht darauf, dass es an den viel zu vielen gesponsterten Posts liegt.

    Ich übrigens mag zu viel gesponserte Posts und zu viel Werbung auch nicht.
    Mein Blog ist meine Freizeit und mein Hobby da muss mich keiner dafür bezahlen. Wenn jedoch Lagergeld bei mir anklopft pfeiffe ich sofort auf meine Meinung! :D

    Liebe Grüße und vielen Dank für den ausführlichen sehr informativen Post

    Dana :)

  • Faszinierende Liste.
    Ich würde mich auch nicht um ein negatives Feedback kümmern, aber immerhin gibt es diesen Artikel Dank einer Mecker-Mail.
    Ich finde die Kosten für Server und Internetflat auch sehr hoch. Die würde ich drücken, dann bleibt mehr Gewinn. Aber jeder wie er will, wenn es sich rechnet, who cares.

  • Ich hab‘ gelacht.

    Es geht auch so: Bis auf 5€ Serverkosten im Monat außer Leidenschaft nix investieren, dann – nach Jahren – ordentlich Geld für kreatives blogging bekommen. Jap, das geht.

    Wer anfängt zu rechnen hat den Kontext Deutschland / Blogs nicht kapiert.
    Oder sucht ne Rechtfertigung für seine/ihre bezahlte Leistung, die nicht viel wert sein kann. Melitta schreibt auch nicht drauf, warum ihr Beutel so teuer sind.
    (Nein, ich kenne dieses Blog hier nicht, der Artikel langt dann auch)
    Und jetzt gibt’s hier Leute die das kaufen?
    Die sind doch bezahlt! Oder doof. Oder leichtgläubig. Oder bezahlt, doof und leichtgläubig.

    Deine Fixkosten sind so vollständig an den Haaren herbeigezogen, dass ich mich frage: Wie fühlt sich das an, sich die Taschen selber vollzulügen?
    Schreib mal drüber, dann aber mal in ehrlich.

  • Ich finde es toll, dass du es dich traust so transparent offenzulegen wieviel ein Blog kostet und wieviel Arbeit er macht. Es gibt Personen die überlegen ins Bloggerbusiness einzusteigen eine realistische Kalkulation. Dankeschön. Und bitte lass dich nicht von den ganzen Leuten beirren, die nichts besseres zu tun haben als an dir rum zu kritisieren. Bin heute das erste Mal auf deinen Blog aufmerksam geworden und es war sicher nicht das letzte Mal. :-*

  • Ich wundere mich, dass diese Kostenaufstellung hier so beklatscht und so wenig kritisiert wird. Kosten für einen Computer und eine Internetflat? Die hättest du doch auch ohne Blog – und könntest sie dann nicht mal steuerlich absetzen, was du dann sicherlich auch jeden Monat tust, nicht wahr?

    Software, Speicherkarten etc. sind einmalige Ausgaben für dein „Hobby“, diese auf den Monat runterzurechnen finde ich lächerlich und beschämt andere Blogger, die solche Ausgaben als gegeben hinnehmen für die Sache, die ihnen Spaß macht.

    Die Deko für 100 Euro im Monat würde ich gerne mal sehen, deine Schränke müssen ja aus allen Nähten platzen…

    Ja, ein Blog macht Arbeit! Mehr, als sich die meisten vorstellen können. Und ja, dies sollte auch entsprechend entlohnt werden. Ob dies nun über Werbebanner oder Sponsored Posts etc. geschieht ist mir dabei egal. Wirklich. Ich habe nichts gegen Werbung. Das du hier aber 1300 Euro als Fixkosten vorgaukelst um bezahlte Werbebeiträge zu rechtfertigen, finde ich lächerlich. Noch dazu die Kosten für Lebensmittel und Küchengeräte aufzuzählen. Ich schwanke zwischen LOL und WTF! Der 08/15 Büromensch würde auch nie Winterstiefel und Schal als Unkosten auflisten, nur damit er täglich warm und trocken ins Büro laufen kann. Und ein Butterbrot muss er sich auch schmieren, dass läppert sich!

    Wenn ich so etwas lese: Abholung von unerbetenen Warensendungen von der Post oder den Nachbarn (2 Stunden): 17,– €

    frage ich mich wo der Gegenpol dazu bleibt: „Gesponserte Produkte, für die ich keinen Cent zahlen muss: Wert +++ Euro“

    Die Berechnung der Arbeitszeit ist auch so eine Sache – ist der Blog nun dein Hobby oder doch die einzige Sache, die deinen Kühlschrank füllt und deine Miete zahlt? Bei Zweiterem müsstest du dich nicht mit so einer lächerlichen Liste rechtfertigen, denn scheinbar kommt auf der Haben-Seite ja wieder genug rein, sonst müsste man ja Mitleid mit dir haben, dass du dich so „opferst“ bei diesen an den Haaren herbeigezogenen Fixkosten.

    Und nochmal: Ich bin für faire Bezahlung von Bloggern und habe nichts, aber auch gar nichts gegen bezahlte Werbung! Nur stößt mir diese Liste sauer auf, denn sie stinkt bis zum Himmel.

  • Toll, dass du diese Diskussion mit deinem Post in Gang bringst. Ich denke, dass hier wieder mal größtmögliche Transparenz allen hilft: Blogger, Leser und Unternehmen. Wenn ich klar sage: So und so sind die Bedingungen für einen Sponsored Post, wissen alle Bescheid. Irgendwelche Trolle können dann gerne wegbleiben, die mag sowieso keiner!

  • Hallo Mel,
    durch Zufall bin ich auf Deinen Blogpost gestoßen und kann die Aufregung der Leserschaft echt nicht verstehen.
    In der Podcaster Szene hat sich der Social-Payment-Service Flattr.com durchgesetzt und so kann jeder Hörer mit einem Klick sich für die gehörte Folge an den Kosten beteiligen. Natürlich werden nicht alle Kosten dadurch abgedeckt auch längst nicht alle Hörer klicken auf den Flattr Button. Der ein oder andre Podcaster hat sich auch schon Gedanken über Werbeeinblendungen in seinem Audioformat gemacht, das ist aber noch nicht sehr verbreitet.

    Als Blogger oder Podcaster hat man einfach monatliche Kosten und wenn Du diese durch Werbung oder sonstiges verringern kannst, finde ich das gut.

    Gruß Kai

  • Ein Klasse Beitrag den jeder in seinem BLOG von Zeit zu Zeit genau in dieser Form schreiben sollte.

    Die Leser die der Meinung sind man wäre als Blogger ausschließlich zur persönlichen Bespaßung Einzelner unterwegs, sind meist die Billigheier und SchmallSpurSchnäppchenJäger die als ertes das Weite suchen, wenn ein Blogger um sich selbst re zu finanzieren kostenpflichtige eigene Angebote Online stellt.

    Und hier ein kleiner Hinweis: NEIN, von Werbeeinblendungen aufgrund der Zugriffszahlen auf einen Blog können wenige leben.

    Der Saß am Bloggen darf uns Bloggern nicht vermiest werden, nur weil einige denken, dass das bloggen nicht als Unternehmen zu sehen sein mit dem der Betreiber eines Blogßs neben dem Spaß an der Sache und am gewählten Thema auch Geld verdienen will.

    Das ist es doch was alle anstreben: ausbrechen aus dem Hamsterrad des 9t05 Jobs und mit dem Geld verdienen für was die eigene Leidenschaft brennt.

    Nur dann werden nämlich Blog Beiträge produziert die inahltlich wertvoll sind und nach denen sich die tatsächlichen Leser selber verbrennen und schon auf den nächsten Beitrag warten.

    In diesem Sinne: Let´s BLOG!

    Beste Grüße

    Andreas

    • >Und hier ein kleiner Hinweis: NEIN, von Werbeeinblendungen aufgrund der Zugriffszahlen auf einen Blog können wenige leben.

      wäre besser beschrieben als „können wenige Blogbereiche leben“. Blogger die einen klaren Themenfokus haben haben weitaus mehr Chancen als Gemischtwarenblogger. Blogs in Bereichen in denen es keine Nachfrage gibt – ich vermute Dein Fördermittelbereich gehört auch dazu – haben keine Angebote die sie einsetzen könnten, in der Tag. Andere Bereiche hingegen haben nicht nur die Angebote, sondern auch den Traffic auf den Seiten um davon leben zu können – und zwar mit passender Werbung.

  • Interessante Aufstellung! Vor allem der Zeitfaktor war es, der mich bewog, meinen Blog auf Eis zu legen. Es ging einfach zuviel davon an meiner Familie ab. Und das bei meinem mikrigen Blog, der gar nicht zu vergleichen ist mit all den tollen Blogs, die es jetzt so gibt!
    Irgendwann hätte letztlich dann auch der Geldfaktor eine Rolle gespielt: Um bessere Bilder zu machen, hätte ich eine gute Kameraausrüstung gebraucht etc. etc. – all das, was du eben auflistest. Da war mir dann das „richtige“ Leben wichtiger. Ich habe ja auch noch einen Job und Bloggen wäre zum Zusatzjob geworden, wenn ich es nach meinen Vorstellungen weitergeführt hätte.

    Wenn für diesen ganzen Aufwand ein gewisser finanzieller Ausgleich kommt, freut mich das für die Blogger – wenn ich das Gefühl habe, die stehen auch hinter dem Produkt. All die schönen Posts werbefrei haben zu wollen, finde ich fast unverschämt. Haben diese Kritiker selbst schon mal gebloggt und wissen um den Aufwand?
    Was ich allerdings nicht mag, sind Blogposts, die nur um ein Produkt herum „gestrickt“ werden. So etwas finde ich unehrlich, und da fühle ich mich veräppelt.
    Liebe Grüße, Angelika

  • Ganz ehrlich?
    Ich halte die Kosten sogar noch für zu niedrig. Zeit für Backups, Termine, Versicherungen usw will alles mit berechnet sein. Für einen Feldwaldwiesenblogger kann man einen Hoster für 3 Euro im Monat nehmen, jede Seite mit etwas mehr Traffic braucht eine solche Ausstattung. Preise für Kommunikation? Wenn wir für Blogger Angebote haben müssen wir schnelle Reaktionen haben, brauchen zuverlässige Kommunikation von überall – und das heißt dann solche Kosten und mehr. Das heißt dann nicht nur Computer sondern eben Laptop bzw Tablet. Und nicht iphone als Kamera sondern eine vernünftige.
    „Leser“ die bei einem geschmackvoll gestaltetem Blog wie Deinem so reagieren, sind dann leider etwas weltfremd bzw. egoistisch.

  • Na dann, liebe Mel …

    … kalkulieren Sie doch ihre Kosten zu einem Preis, machen Sie den Blog mit Bezahlschranke und erfreuen Sie sich über Ihr neues Einkommen.

    Ich wette um eine Kiste Champagner, dass Sie damit, in einem Zeitraum von nur einem halben Jahr betrachtet, noch nicht einmal Ihre Serverkosten hereinbekommen werden.
    Aber das werden Sie wohl nur herausbekommen, wenn Sie es denn tatsächlich tun würden.

    Wobei ich mir sicher bin, dass Sie das nicht tun. Bis auf die vielen freudig aufgeregten Abnicker hier, wissen Sie genauso gut wie ich, dass das nicht funktioniert. Jedenfalls nicht im Kapitalismus. Andernfalls wären Sie bei so einigen Verlagen eine gemachte Frau und würde über Ihre geforderten knapp 1400 Euro nur noch müde lächeln.

    • Lieber Olaf, das Thema Kapitalismus ist ja heute hier sehr heiß gehandelt. ;-) Der Uwe hat oben ein paar sehr interessante Erfahrung zur Refinanzierung des Blogs durch ein Bezahlmodell per Aufrufe gemacht. Wenn Sie dort einmal schauen mögen?

    • Warum sollte sie eine Bezahlschranke als einzig mögliche Form der Finanzierung verwenden? Die Tatsache, daß Verlage immer wieder versuchen, mit Modellen aus dem letzten Jahrtausend aus einer Zeit vor dem Internet im heute Geld zu verdienen bedeutet noch lange nicht, daß Blogger kein Geld verdienen können. Deren glorreichen Vorstellungen gipfelten ja in einem Ding wie Leistungsschutzrecht wo die Verleger glaubten Google zum zahlen zwingen zu können. Die Realität sieht anders aus.

      *Gute* Blogger achten zudem absolut darauf, daß was immer sie auch machen absolut zum Leser paßt. Nur und ausschließlich. Mit allen anderen Dingen macht man sich sein Blog kaputt. Wenn man dann noch in einem Bereich schreibt wo auch tatsächlich Marktkraft und Werbewille vorhanden ist, kann man in der Tat Geld verdienen. Schreibt man aber in einem Spezialbereich wo es kein Interesse von Anbieterseite gibt – hier fällt zum Beispiels Uwes Elektromobilität mit hinein – wird es anstrengender. Dann noch Artikel hinter eine Paywall zu setzen, wenn doch vermutlich der größte Teil der Besucher via Suchmaschinen kommen wird ist noch schwieriger. Ich habe dazu im letzten Jahr mit Cosmin von Laterpay gesprochen – sein System des rechtssicheren Verkaufes von Informationen ist besser angebracht in einem anderen Segment. Nicht Pfennigbeträge zum Lesen, sondern stattdessen das 5 oder 10 Euro Ebook „alles was Sie über E-Autos schon immer wissen wollten“. Das Blog als Funnel mit kostenlos angebotenen Artikeln, und wer mehr möchte, kann eine Sammlung auf einen Schlag kaufen.

      Jedes Blog und jeder Blogbetreiber muß genau überlegen, was er oder sie möchte, was der Standard ist den andere liefern und dann kann man auch in den Markt gehen. Angebot und Nachfrage.

      Übrigens erzeugt Geld verdienen im kleinen bereits einen solchen Aufwand, daß es sich lohnen kann, das wirklich komplett zu lassen – um nicht mit dem Finanzamt reden zu müssen, noch nicht einmal für Kleingewerbe …

  • Dann heul doch einfach!
    Die Kostenaufstellung ist ja lächerlich… Abschreibungen für Computer etc? Entweder Du nutzt die Kiste auch privat – dann brauchst Du ihn sowieso, und die Kosten gehören nicht in die Aufstellung. Oder Du willst den Blog „professionell“ betreiben und bildest Dir ein , einen Extrarechner zu brauchen – dann heul auch nicht über die Kosten!
    Küchengeräte, Internet etc: dito.
    Die Lebensmittel schmeißt Du vermutlich weg, nachdem Du sie mir der tollen Software bearbeitet und die Resultaten auf Deinen diversen Speichermedien gesichert hast?
    Vermutlich beschäme ich Dich jetzt auch – da fühle ich mich jetzt echt mies! Aber ich glaube, ich werd’s verkraften…

    • Lieben Dank für das Interesse an meiner Seelenhygiene. Ich fühle mich aber so weit ganz prima. Allerdings könnte man bei dem Tonfall mancher Kommentare wirklich kurz ein Tränchen verdrücken … was war? Ach, da ist ein Sack Reis umgefallen. Ich muss mich mal eben kümmern.

  • Ich hab mal eine Frage an die, die hier Kosten für Internet, Tel etc. monieren.

    Ihr rechnet mit dem Finanzamt aber dann auch alle keine Werbungskosten ab oder?
    Also wenn Ihr eine Home-Office betreibt auch nicht Eure Arbeitsmittel, denn nen Marker, ne Schere, nen Radiergummi und Papier sowie Telefon hat ja auch schließlich jeder zuhause auch für andere Zwecke. Und ihr wascht sicherlich in Eurer Wohnung auch andere Klamotten als Arbeitskleidung und habt weder die Waschmaschine noch das Waschpulver explizit für die Arbeitskleidung gekauft.
    Steuerberatungskosten setzt Ihr sicherlich auch nicht ab. Weil das ist ja wohl mal sowas von freiwillig und kein Zwang die Steuer von einem Steuerberater erfassen zu lassen.
    Na, dann ;)
    Denkt mal darüber nach, dass man als Blogger aufgrund des Datenvolumens bei so einer Reichweite wie sie Mel hat andere Lösungen braucht als ein ganz normaler 0815 Haushalt. Manchmal braucht man auch ein zweites Handy, damit man nicht ständig privat von irgendwelchen Agenturen auch nach oder vor üblichen Arbeitszeiten belästigt wird, weil man eine Nummer im Impressum anzugeben hat.

    Es geht hier nicht darum anderen zu zeigen, was der Spaß auf den Pfennig genau kostet, sondern um die awareness, dass ein Blog nicht aus Luft und Liebe bezahlt wird und daher, die ein oder andere ehrlich gemeinte Kooperation von Nöten ist, um das auch mal im Zaum zu halten. Sicherlich gibt es schwarze Schafe, die weder transparent noch ehrlich sind, aber ich lese Mel nunmehr seit Jahren, eigentlich fast so lange wie es ihren Blog gibt und weiß, dass sie garantiert nicht zu dieser Kategorie gehört und trotzdem passiert es sicherlich auch ihr, dass sich die ein oder andere Kooperation negativ auf ihre Leserschaft auswirkt.

    Und genau das ist schade, dass selbst beim verantwortungsvollen Umgang damit, einem das manchmal nicht zugestanden wird und mit einem Entliken oder sich Abwenden quittiert wird, obwohl man hier auf regelmäßiger Basis kostenlosen content als Leser bekommt.

    Liebe Grüße,
    Sibel

    • Das Finanzamt hat übrigens sehr klare und strikte Vorstellungen davon, was sie akzeptieren und was nicht. Ich habe zum Beispiel schon von mehr als einer Bloggerin gehört, daß sie „Eigenanteile“ mit denen diskutieren, ein Phänomen vor allem im Beautyblogger-Bereich.

  • Mensch, geht hier ein Sturm ab! Ich glaube aus einigen spricht purer Neid! So ist das eben in diesem Leben! Was Du vielleicht noch vergessen oder ich überlesen habe ist der absolute Wille und die Disziplin regelmäßig zu schreiben!! DAs kann man nicht in Geld bemessen aber das macht einen Blog aus… Wenn man seine Statistik von Zeit zu Zeit beobachtet, dann merkt man, dass von Nichts auch Nichts kommt… unglaublich wie die Besucherzahlen starten, wenn man über Woche regelmäßig postet und das ist wirklich eine Kunst für sich. Es gibt auch viele Blogger die auch bei Erfolg irgendwann aufgeben… weil der Spaß am Bloggen verloren geht wenn man sich gezwungen fühlt zu bloggen. Ich finde es wirklich schade, dass ehrlichkeit so abgestraft wird…vermutlich wollen gewisse Individuen betrogen und hintergangen werden… nun, eins ist sicher, die Hunde bellen doch die Karavanne zieht weiter oder auch… was stört´s eine Eiche, wenn sich ein Schwein dran reibt….
    Schlaf Gut
    Alles Liebe
    Joanna MAria

  • Chapeau, liebe Mel!

    Ein ganz toller und vor allem ehrlicher Post, der mich gleichwohl schmunzeln und nicken ließ. Danke dafür.

    Und: Die Mauler, Besserwisser und Tippgeber gab es schon immer und wird es immer geben. Wie war das? Krönchen richten und weitergehen.

    Alles Liebe

    Vanessa

  • Echt ein toller Blogpost! Ich stehe erst am Anfang mit meinem Blog und da ist es schön, mal eine ehrliche Einschätzung und Aufstellung von Finanzen zu bekommen. Ich habe auch schon darüber nachgedacht, wieviel Geld und Zeit ich investieren müsste um all das mit meinem Blog zu machen, was ich gern möchte.
    Und ich finde es auch interessant zu lesen, wie viele Leute mit gesponserten Posts Probleme haben. Ich denke, so lange man sich und seinen Blog nicht „verrät“ und man immernoch das bloggt, wozu man steht, ist es völlig in Ordnung.

    MfG
    Peggy

    • Kleiner Tip: eines der besten investments ist ein gut aussehendes Theme. Die gibt es für 30-70 Euro schon in sehr ordentlich. Und auch wenn es am Anfang hart ist, kann man sehr gut sein Blog über einen längeren Zeitraum aufbauen als Privat und Spaß haben und damit experimentieren. Kontakte aufbauen, z.B. auf der blogst und anderen. Lernen. Mitlesen. Und dann kann sowas auch sehr gut nebenbei laufen, weil es eben kein großes Investment sein muß. Nur nicht verrückt machen lassen. In Deinem Fall würde ich nur überlegen, ob WordPress.com ohne eigenen Domainnamen wirklich gut ist. Wenn Du eine eigene Domain verwendest, kannst Du wenistens später, wenn es wichtiger werden würde für Dich umziehen. Das sind ein paar Euro die ich investieren würde. Bis dahin – mehr Content. ;)

  • Mein Lieblingswort aus dem Artikel? „Knatschigkeit“! Das trifft es wie die Faust aufs Auge. Warum sind eigentlich immer alle so knatschig, meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und wollen einem dann noch unter die Nase reiben, wie man es doch bitte anständig gemacht hätte ? Danke für diesen tollen Beitrag! Du machst einen großartigen Job. Lass Dich nicht beirren!

  • Ach ja, das Bloggen …

    Ich betreibe seit einigen Jahren einen Fotoblog mit einem Schwerpunkt auf Kameras und Zubehör und natürlich kooperiere ich auch mit der Industrie, wenngleich ich „sponsored posts“ ablehne. Auch würde ich nicht so eine Rechnung aufmachen, wie Du es hier mal gemacht hast. Ich habe mich selbst in dieses „Elend“ gestürzt, weil es ja auch mein Hobby ist.

    Dennoch bin ich doch immer wieder zumindest erstaunt, wenn User an ihnen kostenfrei und zwanglos zur Verfügung gestellten Informationen herummäkeln. Dankenswerterweise gibt es ja auch hinreichend positive Rückmeldungen, die einen am Ball bleiben lässt.

  • liebe Mel,
    dieser Post sorgt für Transparenz … so wie eine *sponsored post* Kennzeichnung über einem kooperativen Beitrag. Danke dafür!
    herzlichst Katrin

  • Ein super Beitrag, der den Nagel auf den Kopf trifft. Früher hätte ich wahrscheinlich ähnlich gedacht, wie die Person, deren Mail du hier zitierst: „Die Bloggerin, der ich doch schon so lange folge, die ja beinahe so etwas wie eine „Freundin“ ist fängt plötzlich an für Marken zu schreiben. Nee, jetzt mag ich die nicht mehr, weil die ja nicht mehr authentisch ist und dafür Geld nimmt.“

    Heute sehen meine Gedanken dazu ganz anders aus seitdem ich selbst einen Blog (Hobby-mäßig) führe und feststellen muss, dass das eine riesen Arbeit ist, die mir zwar viel Spaß macht, aber auch echt viel Zeit kostet. Als Leser ohne realistische Vorstellungen vergisst man nun mal leider, was hinter dem Blog passiert und man ließt sich so einen netten Post dann fix in 5 Minuten durch. Das dieser besagte Post allerdings viele Stunden zur Entstehung benötigt, sieht und weiß man ja nicht. Deshalb habe ich inzwischen einen riesen Respekt vor den Bloggern, die geniales Content produzieren, tausende Klicks generieren und dabei noch ein ausgewogenes Verhältnis von eigenen und gesponsorten Inhalten schaffen.

    //Valérie

  • Wie viele Blogger in Deutschland können von Ihrem Weblog leben? Vielleicht fünf Prozent? Oder von mir aus auch sieben Prozent?
    Für den Rest ist es ein Hobby. Also eine Leidenschaft. Mehr nicht. So etwas wiegt man nicht mit Geld auf. Damit macht man sich nur unglaubwürdig. Erst recht mit dieser Rechnung ganz oben.

    • Nöööö. Finde ich nicht. Wüsste jetzt nicht, wo da das Unglaubwürdige in der Leidenschaft liegt. Weil das Leiden minimiert werden soll? Kleines Wortspiel, ächem. Und die Ansicht, dass man mal schön den Ball flach halten soll, weil ja eh nix gehe (außer bei den beschworenen 5-7%), ist mir nicht recht eingängig.

  • Von „Ball flach halten“ habe ich nix geschrieben. Nur von unglaubwürdig. Das ist in etwa so ein Unterschied wie zwischen gelungenen und verbrannten Essen (kleines Wortspiel, haha).
    Auch der Rest Deiner Antwort ist eigenartig. Aber belassen wir es dabei.

    • Maik, ich würde das gerne verstehen. Ist das so richtig: Weil ich davon nicht leben kann muss ich es als Hobby aus Leidenschaft sehen und daher darf ich keine Aufstellungen über die Aufwendungen machen, weil ich mich damit unglaubwürdig zeige? Und meine Aufstellung ist daher also unglaubwürdig?

  • Danke für die Aufstellung. Hab ich vor Jahren auch mal gemacht für einen Vortrag und war ernüchternd. Nein, wir sollen alles machen wegen Luft und Liebe und voll umsonst. ansonsten ist die street credibilty sofort weg :)
    In USA oder anderen Ländern haben die Blogger damit weniger Probleme, Neid und Missgunst ist ein primär deutsches Problem…

  • Verstehe die Aufregung nicht wirklich ! Jeden muss klar sein, das man von Luft & Liebe nicht leben kann. Natürlich finde ich das toll, das endlich jemand mal die Kosten für den Betrieb eines Blogs aufführt. Auch ein Hobby kostet Geld. Und warum darf ein Hobby oder eine Leidenschaft für etwas nichts einbringen ? Warum muss im Internet immer alles kostenlos sein ? Wer sagt das, das es so sein muss ? Ich betreibe viele Domains/Projekte und führe für jedes Projekt eine solche Liste, um die Rentabilität zu berechnen, um einfach wirtschaftlich zu bleiben bzw die Kosten unter Kontrolle zu haben. Ehrlich verstehe ich auch die Kleingeister nicht, die an einzelne Positionen der Kosten von Mel rummäkeln. Klar ist manches billiger und/oder auch teurer. Das ist aber der Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Zum Beispiel ist die Miete in Bremen billiger als in Hamburg. Muss ich jetzt umziehen ? Die Argumentation kann man für jede einzelne Position durchführen. Jeder kann doch selbst entscheiden, wie er es macht. Und warum man auch ein Radiergummi zu den Kosten zählt ? Ganz einfach, als Arbeitsnehmer in einem Büro hätte man auch eins bestellen müssen. Ist bei selbständigen Blogger nicht anders. Und glaubt es mal: Das Finanzamt guckt schon einen auf die Finger (wie Nicole schon gesagt hat), da ist nix mit „Absetzen“ und über die Steuerrückzahlung alles wiederholen. Da gibt es klare Regeln, was man „absetzen“ kann. Manchmal ist man sogar eine Erklärung gegenüber dem Amt schuldig. Alles schon erlebt. Und oft, merkt man erst bei der endgültigen Zusammenstellung der Steuererklärung, was der Wahnsinn wirklich kostet. Ich habe fertig ! ;-)

  • Dass solche Mails eine bodenlose Frechheit sind, ist (hoffentlich) Konsens. Als Leser kostenfrei zugänglichen Materials hat man keine derartigen Forderungen zu formulieren.

    Genausowenig aber schulde ich als Leser dem Blogger das Anklicken oder Gutfinden von gesponserten Posts.(bzw.“ Kooperationen“ was auch nur eine Umschreibung von Werbung ist). Im Fernsehen sehe ich mir schließlich auch nicht aus Nächstenliebe Waschpulverspots an.
    Natürlich herscht beim Leser ein Unwohlsein sobald die Werbefinanzierung in den Vordergrund rückt. Anders als beim Sponsor des Sportvereins (häufig Energiekonzerne usw.), handelt es sich bei Blogs meist um inhaltlich verwandte Partner.Transparenz hin ode her – Ich will auch im Wirtschaftsteil meiner Zeitung kein „powered by Deutsche Bank“ sehen. Oder lesen all die Blogger, die sich über die undankbaren Leser beschwerden, mit Freude Advertorials in Zeitschriften?

  • Ein Blog kostet nun einmal Geld und Zeit. Das verstehen viele Nutzer aber nicht.

    Die sehen nur: „ah $nützlicheInformationen – das nehm ich gerne mit“
    Und ja – die meisten Blogger machen das als Privatvergnügen. Wobei man aber immer bedenken muss, dass Privatvergnügen irgendwo auch seine finanziellen Grenzen hat.

    Solange Besucher (Nutznießer) von Bloggs nicht freiwillig ihren Anteil (zb Spenden) leisten, bleibt einem Blogger ab einer gewissen Reichweite und Zeitaufwand nur die Wahl zwischen, einen Gang runterschalten damit der eigene Geldbeutel nicht zu sehr leidet, oder (was eigentlich für alle vorteilhafter ist) Einnahmen zu generieren und damit das für Besucher kostenlose Angebot zu finanzieren.

    Wem das als Besucher nicht passt kann ja wo anders hingehen. Man ist nicht auf jeden angewiesen.

  • Ich finde super, dass du das Thema ansprichst.
    Mein Blog ist nicht ganz so kostenintensiv dafür verschluckt er unheimlich viel Zeit.
    Ich kann es komplett nachvollziehen und bin ganz deiner Meinung.
    So einige sehen leider nicht den Aufwand, der hinter so einem gut gepflegten Blog steht.
    Ehrliche und wichtige Worte.
    Liebe Grüße
    Fanny

  • Es ist ganz einfach: lass es sein, oder heul nicht rum. Es gibt viele gute Blogs auf der Welt. Und wenn du es nicht machst, macht es ein anderer. Und die Kostenaufstellung: völlig übertrieben: lass Dich beraten!

  • Ein Blog macht viel Mühe und Arbeit und auch wenn ich einige deiner Kostenpunkte streichen würde, weil du sie sicher auch privat genauso zahlen würdest, kommt am Monatsende immer noch eine ordentliche Summe zusammen. Ich verstehe, dass man die Kosten irgendwie auch wieder decken möchte und auch muss.
    Allerdings finde ich die Entwicklung einiger Blogs echt schade. Es geht dabei nicht um deinen Blog, aber es gibt durchaus Blogs, die zu 50% nur noch gesponsorte Posts verfassen und da fragt man sich als Leser natürlich irgendwann schon, ob man diese Posts wirklich noch ernst nehmen kann oder ob nicht viel mehr der Profit im Vordergrund steht. Ich habe selber Blogs gelesen, die ganz klein anfingen, wo man das Gefühl hatte, die Bloggerin ist das bodenständige Mädel von nebenan, viele fanden sie sympathisch, die Leserzahl wächst, die ersten Kooperationen kommen und heute besteht der Blog fast nur noch aus Werbung. Ich verstehe, dass Leser dadurch enttäuscht sind. Ich bin es in einigen Fällen auch und lese diese Blogs mittlerweile nicht mehr, weil sie nichts mehr mit dem Ursprung zutun haben. Ich denke, zum Teil haben die Leser eben auch Angst, dass sich der einst so schöne Blog zur Werbeplattform entwickelt, weil sie es vielleicht schon auf anderen Blogs so miterlebt haben. Ich denke, man muss da als Blogger ein gesundes Maß finden. Zu viel Werbung verschreckt die Leser eben und man darf dabei als Blogger auch nicht vergessen, dass man ohne seine Leser praktisch nichts wäre. Authentisch bleiben ist einfach das Wichtigste.

  • Leider hat sich bei vielen durch die Werbung von kostenlos Blogdiensten die Mentalität „Ein Blog kostet doch nichts“ eingebrannt, aber deine Kostenaufstellung ist schon real und glaubhaft im Sinne des Finanzwesens.

    beste Grüße
    Mike

  • Ich will mal mein Feedback geben und das so sachlich und „richtig“ wie möglich.

    Also ganz falsch ist die Kritik von vielen nicht, dass du teilweise Kosten zu deinen Arbeitskosten gerechnet hast die da betriebswirtschaftlich nicht oder nur teilweise reingehören. Natürlich kann man das halten wie ein Dachdecker, aber wie gesagt: betriebswirtschaftlich ist das so nicht ganz richtig.

    Es geht explizit um folgende Punkte:
    Internetflatrate Home, Mobil, Busticket, und einige der Gegenstände, die du benötigst.
    Ich arbeite im Homeoffice und bin ebenso wie du hauptberuflich auf Internet angewiesen. Dennoch sind die Flatrates nur teilweise anzurechnen. Bei der Home-Flatrate kannst du wenn es hoch kommt 50% anrechnen, das musst du aber auch entsprechend gut argumentieren vorm Finanzamt. Das gleiche gilt für die Mobil-Flatrate. Je nachdem ob du im Homeoffice oder nicht arbeitest kannst du das Busticket auch nur anteilig berechnen.

    Ich schätze mal du hast die Kosten für Computer, Festplatten, Speicherkarten usw runtergebrochen und versucht auf die Monate aufzuteilen. Das ist auch richtig so würde ich sagen und völlig legitim als „Fixkosten“ anzugeben. Wie soll man das denn auch sonst angeben?

    Bezüglich der Küchengeräte bin ich mir aber sicher, dass du da auch einen Eigenanteil an Gebrauch hast ;) Also alles auf den Job abzuwälzen wäre auch hier nicht richtig, zumindest betriebswirtschaftlich.

    Ich bin übrigens politisch eher links einzuordnen und ich will dir absolut nichts böses. Bitte hau aufgrund einiger hier herumirrender Idioten nicht auf ein ganzes politisches Lager das (zumindest die, die echt sozialistisch eingestellt sind und nicht die die einfach nur neidisch, feindlich oder radikal sind) eigentlich echt nur den sozialen Aspekt im Kopf hat und – eigentlich – keinem was böses will. :)

    • Betriebswirtschaftlich gesehen sind da so einige Dinge die man nicht mit reinzählen kann, die auch vorm Finanzamt nicht eingerechnet werden. Allerdings fehlen auch einige Posten die jeder Selbstständige mit eine seine Kalkulation auf nehmen würde: Miete, Strom und Versicherungen zum Beispiel.Dies ist alleinig eine Kalkulation was rein theoretisch nötig wäre um den Blog ohne draufzulegen betreiben zu können.

  • Ich habe zig Jahre „für lau“ gebloggt und erst spät mit dem monetarisieren angefangen. Die Einnahmen via Adsense waren aber ein großer Witz. Wenn man gerne bloggt und es auch weiterhin machen möchte, benötigt man eine Dienstleistung oder ein Produkt, dass man über den Blog vertreibt. Durch sponsored posts, wird man auch nur sehr schwer davon leben können. Das sage ich mit mittlerweile 8 Jahren Blog-Erfahrung.

  • Hahaha,
    Nachtrag zum Nachtrag zum Nachtrag zum… :-)
    Ich finde Deinen Post sehr interessant. Einfach, weil ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe, was so dahinter steckt. Sch*** auf die Neider! Die suchen nur das Haar in der Suppe.
    Gerne mehr „Blogging-Hintergrundinfos“ :-)

  • DANKE dafür! Sehr bildlich dargestellt! :)
    Ich mach’s mir zwar selbst sehr einfach und bleibe auf Blogspot und lehne momentan alle Werbedinger ab usw, aber trotzdem komme ich in der Lebensmittel- und Dekobeschaffungsfront und vor allem der ZEIT immer wieder mal an meine Grenzen… Essen bloggen ist zwar mein allerliebstes Hobby, aber teuer ist es eben auch. Insofern kann ich Kooperationen sehr sehr gut verstehen!

  • Huhu :) Bin gerade dabei, mein eigenes Blogbaby aus der Taufe zu heben und fand den Post sehr toll und hilfreich!!
    Die Nachträge haben mich erst amüsiert, dann war ich wirklich erstaunt, auf welche Ideen manche Menschen denn so kommen… Wahnsinn ;)

  • Ein richtiger und wichtiger Beitrag. Wird Zeit, dass dieser Volontariats-Ausnutzer-Mentalität (Du machst das doch, weil’s Dir Spaß bringt. Schäm Dich, dafür Geld zu nehmen!) mal etwas entgegengesetzt wird. Rock it!

  • Danke für den Blogpost und die Nachträge 1, 2 und 3. Du sprichst mir mit Allem aus der Seele! Glücklicherweise ist das hier ein freies Land und Du kannst schreiben, veröffentlichen und kooperieren was und mit wem Du willst. Ein Blog kostet Zeit und Hingabe und Herzblut und eben auch Geld. Wer das nicht sieht oder nicht versteht, wer da diskutiert ob das nun billiger ginge oder nicht – vielleicht solltest Du die dann „ent-followen“? Schaden kann das nicht. You rock! Carina.

  • Halli Hallo,
    ich möchte dir einfach mal meinen Respekt zusprechen. Du sprichst hier ein Thema an, welches von Lesern ungern gesehen wird und wofür viele Blogger weder Mut noch die Lust haben, was aber allgegenwärtig ist. Häufig wird dieses unterschätzt oder schön geredet. Sofern dieses möglich ist.

    Aber in der Tat ist es ein teures Hobby – hierfür ist ein kleiner Beitrag in Kooperation mit firmen nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch macht man es gerne. Weil es Spaß macht!

    Mir geht es nicht anders, ich habe einen kleinen Technik-Blog – aber dennoch meine stammleser. Ich betreibe diesen gerne, da ich dennoch ein paar Leute erreichen kann :)
    Und ich persönlich habe auch Sponsored Posts welche ich entsprechend markiere. Aber auch hier setzt ich auf qualitativ hochwertige Artikel. Ich würde niemals positiv über eine Firma schreiben wo ich das auch nicht entsprechend empfinde. Wenn ich ein Produkt geschenkt bekomme um es zu testen, dann teste ich es auch. Und wenn ich es als schlecht befinde, schreibe ich es auch. Da spielt es keine Geige, ob ich es gekauft oder geschenkt bekommen habe. Meine Meinung wird immer vertreten. Die Firma kauft den post – nicht den Inhalt.

    Wenn er jedoch positiv schreibt, weil er Geld dafür bekommt – obwohl das Produkt schlecht ist – der ist wahrlich unglaubwürdig und sollte überdenken was er tut.

  • Sie nutzen also Ihren Internetanschluss ausschließlich für diesen Blog? Sollten Sie Ihren Anschluss (zu noch dazu überteuerten Preisen) derart von der Steuer absetzen, könnte der Blog Sie noch wesentlich teurer kommen. ;)
    Gleiches gilt für Kosten wie Computer, Kamera, etc. pp.

  • Hallo. Bin durch eine Bekannte auf dein Post aufmerksam geworden. Ich habe davon keine Ahnung. Lese nur hier und da. Aber ich finde es Klasse, dass es Euch Blogger gibt, und Werbung ist völlig okay. DAS ist halt die Zeitung von morgen. Viel Erfolg weiterhin LG. aus OS

  • Kannst Du mit Sponsored Posts Deine Kosten decken oder sogar was verdienen? Die Kosten dürften alle diejenigen erschrecken, dass im Internet alles kostenlos ist und selbstverständlich niemals für den Mindestlohn arbeiten würden („das ist doch Ausbeutung“). Und: hast Du schon ernsthaft über AdSense als Finanzierung nachgedacht?

    • Thomas, es wäre natürlich prima, wenn ich was verdienen würde. Tatsächlich schwankt das aber von Monat zu Monat stark. Je nachdem, wie viel Zeit ich neben Job und Familie investieren kann. Und es kommt natürlich auch darauf an, ob passende und von mir vertretbare Koopangebote verfügbar sind. Manchmal passt es halt einfach nicht. Und dann gibt´s auch nix ;-) Andere Monate laufen erfreulich. Banner finde ich persönlich nicht sooo attraktiv.

  • Hallo Mel,
    schön, dass du die Kosten, die dir durch den Blog entstehen, mal transparent machst. Auch wenn ich nicht mit allen Punkten einverstanden bin (ich hoffe ihr führt die gekochten Gerichte hinterher auch der leiblichen Zweitverwertung zu): vor allem die Auflistung der von dir benötigten Arbeitszeit ist interessant und zeigt, dass das nicht mal so locker als kleines Hobby nebenher läuft, sondern durchaus mit viel Arbeit verbunden (die sich übrigens sehr lohnt; tolles Blog!)
    Ich finde es gut, wenn man als Blogger öffentlich macht, wie man sich finanziert und welche Beiträge auf die eine oder andere Weise gesponsert werden.
    Ich kann aber auch diejenigen Leser verstehen, die dieses Prinzip rundheraus ablehnen. Ich denke, der Grund dafür sind die etablierten Medien, die sich ihre Produkte teuer bezahlen lassen, um dann heimlich Native Advertising-Texte einzubauen. Und ich glaube, dass es mehr die Angst vor einer solchen Entwicklung ist, die am Anfang einer Blog-Kündigungsmail steht, als die transparente Zusammenarbeit mit einem Sponsor (solangs nicht grad ein Landminenhersteller ist).

  • Mel, ich finde deine klaren Worte und die Transparenz super und für Leser auf jeden Fall wichtig, damit sie wissen, was hinter so einem Blog steckt. Und der Zuspruch hier zeigt, dass du den Bloggern aus der Seele sprichst :) Ich komme aus der Leser-Ecke, da haben mich beim Lesen der Kommentare doch einige Gedanken aufgesucht: Wie schade, dass viele denken, dass einige Leser neidisch seien. Eine Anspruchshaltung hätten. Bespaßt werden wollten oder auf Schnäppchen aus sind. Hm. Mich hats beim Lesen irgendwie betroffen. Sind wir Leser so? Alle bestimmt nicht (hoffe ich). Mir kam der Gedanke, dass es doch eigentlich eine Symbiose ist: der Blogger, der etwas von sich, seinem Leben, seiner Kreativität weitergeben möchte, und der Leser. Dass Zeit und Geld für den Blog nicht vom Himmel fallen, sollte jedem Leser klar sein. Dass Leser sich entscheiden können, dem Blogger zu folgen oder nicht, dem Blogger auch, und ohne Leser machts bestimmt auch irgendwie keinen Spaß. Ach und ich weiß gar nicht so genau, mit welcher schicken Quintessenz ich schließen soll. Ich war nur so betroffen, weil ich so viel von neidischen Lesern gelesen habe… :-o
    Liebe Grüße
    Nadina

    • Nadina, Du solltest Dich da nicht betroffen fühlen. Für viele ist Neid die Erklärung für besonders rüde und unlogisch erscheinende Kommentare. Machmal mag es Neid sein, häufig sind die Gefühlslagen aber sicherlich deutlich komplexer. Liebe Grüße, Mel.

  • Vielen Dank für deine Offenheit! Ich unterstütze deine Aussagen zu 100%. Lass dich nicht ärgern und beglücke uns weiter mit deinen tollen Beiträgen.

    Herzliche Grüße Michaela

  • Hallo Mel,

    ich finde Deinen Post prima! Eine gestandene Bloggerin wie Du spricht mir da aus dem Herzen! Ich habe zwar auf unserem noch jungen Blog noch keine derartigen Erfahrungen machen müssen, aber bin dieser „Anti-Kommerz“-Einstellung schon im Social-Media-Bereich begegnet und war vollkommen überrascht über die Radikalität und Leidenschaftlichkeit in der Ablehnung.

    Ich persönlich bin deswegen so erstaunt, weil vermutlich die meisten dieser Menschen bei irgend einem Arbeitgeber tätig sind, der auf dem Markt, also in der freien Wirtschaft sein Geld verdient und daraus das Gehalt eines derartig vehementen Kommerz-Kritikers bezahlt. Schlussendlich werden die meisten Kommerz-Kritiker indirekt selbst vom „bösen“ Kommerz leben?!?

    Ich habe ja eher den Verdacht und die Vermutung das hier mal wieder eine „schöne“ deutsche Tugend zum Vorschein kommt: Der Neid!

    Wenn ein Blogger z.B. eine Küchenmaschine im Wert von 700 EUR – um gleich mal hoch zu greifen – zum Testen zur Verfügung gestellt bekommt und diese hinterher behalten darf. Dann ist das prima und eine tolle Anerkennung für den Blogger! Wenn man zu Grunde legt wie viele Stunden der Blogger vorher in sein Projekt „Blog“ investiert hat wie hoch mag wohl sein Stundenlohn sein? Naja auf über einen Euro pro investierte Stunde wird er wohl niemals kommen, eher reden wir hier von Cent-Beträgen. Für mich stellt sich dann doch mal die Frage ob die Kritiker selbst bereit wären für derartig geringe Beträge, die noch nicht einmal sicher sind so viel Zeit zu investieren.

    Wenn man jetzt noch die entstehenden Kosten gegenrechnet – die Du ja schön aufgeführt hast, dann sind geldwerte Vorteile aus Kooperationen eigentlich nur ein Mittel um die Verluste ein wenig zu minimieren – mehr nicht! Ja, ich weiß man kann über die Höhe von Kosten immer streiten und ohne Food-Blog müssten wir ja auch Essen… Allerdings würden viele Kosten nicht oder nicht in dem Ausmaß entstehen, wenn wir nicht bloggen würden.

    Aber eine derart differenzierte Betrachtung, wie in Deinem Beitrag aufgeführt, möchten diese Kritiker ja überhaut nicht lesen, denn Ihr Bild von dem „Kommerz-Blogger“ der alles „vorne und hinten von der Wirtschaft rein gesteckt bekommt“ würde dann doch in Gefahr geraten.

    Also noch mal zur Küchenmaschine: Der Weg nebenbei ein Aushilfsjob oder eine Putzstelle anzunehmen und aus diesem zusätzlichen Einkommen die Küchenmaschine zu kaufen ist erheblich schneller, einfacher und deutlich zeitsparender!

    Liebe Grüße
    Mario

    PS: Jeder, der hier anderer Meinung ist kann ja seinen eigenen Blog ins Leben rufen und sich selbst eine „goldene Nase“ verdienen und sich alles von der Wirtschaft „vorne und hinten…“. Wartet nicht ab, sondern beginnt am besten sofort!

  • Liebe Mel,
    ich habe gestern den Post gesehen und gerade sind mir deine Nachträge (sind ja echt schon 4 Stück ^^) aufgefallen. Wenn jetzt ein Shitstorm ausbricht: Who cares?
    Ich würde gerne deinen Post bei meinen nächsten Lese-Tipps angeben – ich denk mal, das geht in Ordnung, oder?
    Auf jeden Fall: mach weiter so & schönen Dienstag noch!
    Daniela

  • Ich bin durch Facebook auf deinen Artikel aufmerksam geworden und finde ihn klasse. Du öffnest vielen Unwissenden die Augen! Kooperationen finde ich völlig normal und sogar sehr gut. Ich lese mir gerne Rezensionen und Produkttests durch bevor ich mich für oder gegen einen Kauf entscheide.

    Mach weiter so und lass dich nicht von Unwissenden ärgern :)

    Liebe Grüße
    Jessi

  • Danke für den wichtigen Post, einer muss es ja mal ansprechen. Ich persönlich verdrehe auch die Augen, wenn mal wieder ein Blogger mir irgendetwas verkaufen will, weil er Geld dafür bekommt. Man kann das aber auch nicht so plump und trotzdem informativ umsetzen. Das ist aber jedem seine Sache, das ist ja gerade das Schöne am Bloggen, dass man machen kann, was man will. Ich wundere mich allerdings immer, dass manche Blogleser denken, sie dürfen mitbestimmen, was da geschrieben wird.
    Liebe Grüße, Marlene
    P.S.: Ich mag deine sarkastischen Nachträge!

  • Auch wenn du die angegebenen 3Stunden für die Kommentare auf deinem Blog wahrscheinlich schon alleine mit diesem Post überschritten hast, muss ich jetzt doch auch meinen Senf dazu abgeben ;)

    Also erst mal finde ich deinen Post richtig klasse! Die Kosten und den Aufwand eins Blogs übersehen die meisten leider einfach..

    Aber noch viiiiiel schlimmer sind diese ganzen Menschen, die denken sie wüssten alles besser und dir scheinbar eine Dummheit unterstellen, die schon beleidigend ist! Du suggerierst mit dem Post nicht im mindesten, dass das irgendetwas mit den Unterlagen für das Finanzamt zu tun hat, dass du das extra dazuschreiben musst, ist einfach nur heftig…(um jetzt mal nur auf einen Aspekt einzugehen ;)…)

    Danke für den Post und ich hoffe du kannst über all das lachen…

    Liebe Grüße
    Caro

  • Lass Dich nicht unterkriegen! Krass das man / Du Dich rechtfertigen ‚musst‘. Ich kannte Deine Seite nicht, aber wünsche Dir trotzdem alles Gute! Ich vermute auch Dein Blog entstand aus einer Leidenschaft und nicht aus Gewinnerzielungsabsicht. Schade das einige meinen man müsste das dann alles selbst finanzieren :-( Viel Erfolg weiterhin!

  • Ja aber hallo, was für ein Beitrag! Die Reaktionen sprechen ja für sich … Auch ich zähle seit Anfang des Jahres zu den „Bloggern“, aber natürlich kann ich noch nicht mit solchen Kosten aufwarten. Ich denke, diese entstehen mit der Zeit bzw. auch mit dem Anspruch der Leser. Man möchte ja immer besser werden und somit lesenswert bleiben.

    Dass sich einige hier dermaßen darüber auslassen dass du den PC, die Telefon- und Internetkosten etc. mit aufführst kann ich leider nicht nachvollziehen. Denn diese Kosten sind ja definitiv da! Viele denken bei ihren schnell dahin geschriebenen Sprüchen anscheinend nicht daran, dass jeder Blogger der Geld verdient dies auch mit einem angemeldeten Gewerbe tun muss. Und da ich nicht glaube dass es hier Blogs gibt welche GmbH-reif sind zähle ich euch alle, genauso wie mich, zu den Einzelfirmen, voraussichtlich im Kleingewerbe. Diese werden aber steuerlich zusammen mit deinem Privatvermögen/Privatausgaben geführt. Was soviel heißt wie: Alles was ich in Zukunft mache muss in meiner Buchführung auftauchen. Arbeite ich mit einem PC, gehört dieser zu den Anlagewerten. Telefoniere ich, sind die Kosten absetzbar (im Verhältnis von Gewerbe zu Privat), aufzuführen ist aber der Gesamtbetrag. Gehe ich ins Internet zahle ich auch dafür und muss die Kosten angeben. Gehe ich einkaufen differenziere ich anhand getrennter Kassenbons zwischen privaten und gewerblichen Lebensmitteln, Getränken, Deko etc.

    Man ist nicht mehr entweder Privat oder Firma, man ist IMMER Firma bei einem Kleingewerbe. Also darf man hier bei der Auflistung auch ruhig alle Kosten angeben welche direkt oder indirekt mit dieser Firma zu tun haben. Ist man, so wie ich, umsatzsteuerpflichtig (ich habe neben meiner Teilzeittätigkeit und dem Bloggen auch noch einen Büroservice im Nebengewerbe und die Kunden verlangen die Ausweisung der Steuer), kann man ganz schnell ins Trudeln kommen wenn das Finanzamt nicht pünktlich Überweisungen sieht. Man hat aber auch das Recht die Vorsteuer abzuziehen.

    Und genau so hat man das Recht sich mit dem einen oder anderen Sponsoring etwas Geld dazu zu verdienen. Schließlich möchte man ja nicht in ein paar Monaten/Jahren in die Insolvenz gehen anhand einer gravierenden Misswirtschaft. Für Gewerbetreibende, egal in welchem Umfang, zählt eines auf jeden Fall um nicht unter die Räder zu kommen: Unternehmerisches Denken!

    Wenn der eine oder andere Leser sich daran stört, „what shall´s“ hehe. An die würde ich dann auch keine Gedanken mehr verschwenden. Es steht ja jedem frei das zu lesen was er möchte. (Die stören sich dann wohl auch daran dass der Bäcker um die Ecke oder die Tanke oder das Nagelstudio versuchen Gewinn zu machen … ).

    LG Anne

    • Das was einige inklusive mir an der Rechnung stört ist, dass vieles 1:1 umgelegt wird. Wenn ich meinen Internetanschluss nehme, dann kostet der 25 Euro im Monat. Da wir den zu zweit nutzen, würde ich den erstmal halbieren, bleiben 12,50 Euro. Den Internetanschluss nutze ich aber natürlich auch für andere Dinge jenseits des Bloggens. Dann sage ich mal großzügig, dass ich den Internetnetanschluss zu 50 Prozent zum Bloggen nutze, da bleiben 6,25 Euro.

      Gleiches beim Rechner, Fotoequipment und ähnlichem. Ich würde nicht abstreiten, dass man das zum Bloggen braucht und teilweise sogar vielleicht deswegen anschafft, aber ich persönlich würde es, würde ich so eine Aufstellung machen, eben nicht zu 100 Prozent ansetzen, sondern ggf. zu 50 Prozent. Dass Mel ihre Rechnung so macht, ist vollkommen okay, es ist ja in den meisten Teilen ausreichend transparent, aber gerade weil es so auseinanderklamüsiert wurde, ist damit natürlich auch das Potential gegeben, an jeder Stelle nachzuhaken und es mit den eigenen Erfahrungswerten zu vergleichen.

      Das Problem an der Sache: Die Leute, die das eh selber machen, werden dieser Rechnung weitestgehend wohlwollend gegenüberstehen. Die Leute, um die es eigentlich geht, nämlich die, die der Meinung sind, kommerzielle Inhalte wären pfui, werden sich auch von so einer Aufstellung nicht überzeugen lassen, eben weil sie an zu vielen Stellen angreifbar bzw. hinterfragbar ist.

  • Die Fixkosten für Festplatten von 5,00 Euro im Monat hätte ich mal gerne aufgedröselt. Es ist schon bekannt, dass Festplatten und Speicherkarten durchaus mehrfach zu gebrauchen, sprich wiederbeschreibbar sind?

    • Hallo Steffen, nehmen wir einmal an, wir kaufen pro Jahr eine externe Festplatte für günstige 59,95 €. Die umgelegten Kosten pro Monat betragen damit also dann 59,95 € geteilt durch 12 Monate *tadaaa*: 5,– € (zugegeben gerundet auf die dritte Stelle). Diese nutzen wir dann intensiv jeden Tag, sodass wir sie nach einem Jahr dann sehr gern auch mal austauschen würden. Nur so zur Sicherheit. Damit die ganzen Gigabite nicht plötzlich und unerwartet weg sind, ne. Und ne zweite als BackUp wäre auch toll, nicht. Ist aber Luxus und daher auch nicht oben aufgeführt. Wäre das für Dich eingängig?

    • Hallo Mel,

      Festplatten haben statistisch zu Beginn eine höhere Ausfallchance.
      Grafisch dargestellt: http://i.imgur.com/Lt1H6nS.png
      Das Phänomen nennt sich „hard drive infant mortality“ (im deutschen kann man es beim „Monats-Produkt“ einordnen) war vor 10 Jahren aber noch deutlich schlimmer als 2015.

      Jedes Jahr müssen Festplatten definitiv nicht ausgetauscht werden. Die Ausfallchance/Materialermüdung steigt nicht mit „intensiver Nutzung“ sondern höchstens mit konstant zu hoher Temperatur und extrem häufigen Plattenstarts (durch Ein/Ausschalten oder miese Energiesparoptionen).
      Das Ausfallrisiko fängt man mit einer Backup-Strategie ab, erst ab 3-4 Jahren ist das Ersetzen auch ohne Ausfall wirtschaftlich.

    • So oft, wie mein Sohn die aus Versehen vom Tisch fegt, bin ich da nicht so zuversichtlich, Erna. ;-)

  • Zu deinem Nachtrag die 3.: „Offenbar fühlen sich insbesondere Menschen aus dem linksorientierten und anarchistisch geprägten Umfeld von meinem Post und den darin genannten Kosten auf das Äußerste provoziert und zu verachtenden Kommentaren sowie Posts veranlasst“

    Ich weiß nicht, ob du damit mich gemeint hast oder hauptsächlich andere. Ich kann hier nur für mich sprechen. An meinem Blogpost über deinen Artikel kann ich nichts verachtendes finden. Vielleicht liest du Dinge als sarkastisch, die ich nicht sarkastisch meine, ich weiß es nicht.

    Du hattest geschrieben, dass „Wir Blogger“ ein teureres Hobby haben, als viele so denken. Und ich antworte dazu: Nein. haben wir nicht. Viele von uns haben ein völlig kostenloses Hobby an und mit ihrem Blog, aus Gründen.
    Daran kann ich nichts verächtliches sehen.

    Nicht so nett von dir, mich dann in deinem Nachtrag als „fühlt sich aufs äusserste provoziert und zu verachtenden Posts veranlasst“ vor deiner ich weiß nicht wie großen Followerschaft herunterzuputzen.

    Gruß Distel

    • Hallo Distel, nein, ich meinte nicht Deinen Beitrag. Und ich sehe in Deinem Beitrag auch nichts Verächtliches. Daher habe ich Dich auch nicht heruntergeputzt. Du kannst Dir den Schuh wieder ausziehen ;-) Viele Grüße, Mel.

    • Okay… ich habe jetzt grade diesen Text über deinen Artikel gefunden, den du mit „Nachtrag 3“ wahrscheinlich meinst. Ich kann nur sagen, ich finde das erschreckend, wie jemand, der sich links und anarchistisch nennt, so sexistisch und widerwärtig schreibt. Fremdschämen pur.

  • Liebe Mel, habe deinen Eintrag mit viel Interesse verfolgt.
    Generell finde ich es erschreckend, wie viele Leute noch davon ausgehen, dass Blogs u.a. ganz ohne Kosten und Mühe zu bewerkstelligen sind.
    Wünsche dir viel Erfolg bei der weiteren Arbeit.
    Blog ist nun in den Favoriten gespeichert und auch Adblock ist deaktiviert ;)

  • Liebe Mel, ich bewundere dich! Deine klaren Worte und dass du es dir antust die zum Teil unterirdischen Kommentare zu ertragen. Ich finde dich großartig.

  • Hallo,
    ich bin über den Bildblog über diesen Artikel gestolpert, einige der Zahlen finde ich als IT-Interessierter sehr merkwürdig. Wurden Sie da möglicherweise über’s Ohr gehauen? Einige Punkte, die mir auffallen:
    „Internetflatrate Home: 49,95 €“
    Leben Sie auf dem Land? Das wäre die einzige Möglichkeit, wie ich mir einen solchen Preis vorstellen könnte. Ansonsten kostet eine Internet-Flatrate außerhalb von Enthusiasten-Angeboten nur zwischen 20-30 Euro im Monat.
    Benutzen Sie diese Internet-Verbindung auch privat? Dann sollten Sie diese nicht vollständig zu den Blog-Kosten zurechnen.
    „Internetflatrate Mobil: 49,95 €“
    Wie kommt das zustande? In den letzten 2 Jahren haben sich die Mobilfunkanbieter regelrecht um Kunden geprügelt und mit Angeboten geworben, die den Preis auf bis zu 5 Euro monatlich drückten. Selbst ohne die Angebote würden diese 5GB-Tarife nur 20 Euro monatlich kosten.
    Selbe Frage zur Privatnutzung wie oben.
    „Computer: 55,– €“
    Das macht 660 Euro pro Jahr, was bereits einen vernünftigen Gaming-PC bezahlen könnte, der zum puren Bloggen und Bildbearbeitung völlig übertrieben wäre. Da ich nicht davon ausgehe, dass Sie Ihren PC jedes Jahr wegwerfen, wären wir bei einem 1320 Euro teuren PC über zwei Jahre, wo dasselbe nochmal verstärkt gilt. Ein wenig schlechter sieht es bei Laptops aus, aber selbst da sollte der Preis nicht so in die Höhe schießen.
    Weiterhin dieselbe Frage zur Privatnutzung.
    „Software für Bildbearbeitung: 19,– €“
    Hierbei handelt es sich eindeutig um Adobe Photoshop CC, welches ca. 220 Euro pro Jahr kostet. Sind Sie sich sicher, dass Sie für dieses Blog eine Software, die eher für beispielsweise die 3D-Grafiker von Pixar gedacht ist, benötigen? Photoshop Elements, welches einmalig 80 Euro kostet, sieht dem Zweck eher angemessen aus.
    „Kamera, Objektive, Stative, Zubehör: 83,– €“
    Laut Copyright-Hinweis ist dieses Blog vier Jahre alt. Da ich nicht davon ausgehe, dass Sie Ihre Kameras jedes Jahr wegwerfen, bedeutet das, dass Ihr Kamera-Equipment fast 4000 Euro wert ist? Dies scheint mir vergleichbar mit professionellen Fotografen, also fällt es mir schwer, es als Teil von Blog-Kosten anzunehmen. Sind Sie sich sicher, dass Ihre Fotografien nicht auch mit einem 1000-Euro-Einstiegsgerät klappen würden?
    „Fortbildung Technik und Recht (Bücher, Workshops, externe Beratung): 60,– €“
    Was wären das denn für Bücher und Workshops? Ich kenne berufstätige ITler, deren Fortbildungskosten keine 100 Euro überschreiten, ich kann mir schwer vorstellen, wie da 720 Euro jährliche Kosten für HTML und Bildbearbeitung zustande kommen.
    „Steuerberater: 60,– €“
    Ist dieser Steuerberater ausschließlich für das Blog zuständig?

    Zum Part mit der Arbeitszeit: Machen Sie dies hier in Ihrer Freizeit? Wenn ja, wäre es Ihnen arbeitsrechtlich überhaupt erlaubt, einen theoretischen Nebenjob auszuüben? Da ich davon ausgehe, dass Sie das hier gerne tun, wäre es Ihnen jederzeit möglich, einen Nebenjob zu erhalten, den Sie ähnlich gerne tun?

    Vielen Dank

    • Vielen Dank für Ihr Interesse. Hier die Antworten auf Ihre Fragen: Nein, nein, ja, keine Ahnung, Apple-User (sagen Sie jetzt nichts), ja und nein, doch doch und jein, das tut mir leid, ja, ja und nein.

    • 5 GB für 20 EUR im Monat? Ja, gibt es- aber nur(?) als Data-Only im E-Netz – aber ich lasse mich SEHR GERNE eines Besseren belehren
      Nur für’s Protokoll ca. 1x im Jahr teste ich mit 3 E-Netz-Prepaid-Karten den Datenempfang bei mir in der Stadt. Ergebnis: Er ist leider so unterirdisch, wie die Vorurteile nahelegen :-( )

      LG Markus

    • Ja, Mel, ich finde auch du solltest gefälligst die 1000 € Einsteigerkamera nutzen und keineswegs ein hochwertigeres Model. Ist für Blogger nicht angebracht. Und für unterwegs so ne kleine Digi-Cam, ich hätte noch eine Canon Ixus 30 im Angebot, dann kannst du die Bilder danach mit einem Kabel auf den PC laden und brauchst auch keine Handy-Flat.

      Und ja Workshops solltest du auch ausschließlich zu HTML und Bildbearbeitung besuchen und vor allem nur in deiner Straße, denn die Zugfahrt darf laut Franz Heiner auch nicht mitgerechnet werden.

      Ach, wenn doch alle mal ihren Diskussionsradius etwas erweitern würden und nicht immer mit sich selbst vergleichen. Das ist hier nämlich das ganze Problem, dass jeder sich selbst als Grundlage versteht!

  • Ich finde deinen Blog echt toll. Abgesehen von deinen echt guten Rezepten finde ich die Artikel von Blogger für Blogger super gut.
    Kann das bis auf den Laptop (wtf?!) sogar komplett nachvollziehen (auch wenn es bei mir zur Relation der Größe weniger Aufwand ist).
    Verstehe aber natürlich, dass nciht-Blogger dabei in Diskussion verfallen. Wenn ein Fussball etwas über seine Ausggaben in Relation zu seinem Gehalt posten würde, wäre der Aufschrei genau so groß.
    Bitte mehr so tolle artikel! :-)

  • klasse auflistung
    noch bessere nachträge
    traurig das der ein oder andere einfach nicht sehen will wieviel zeit, geld und herzblut man in so einen blog steckt

    lg
    fio

  • Vorneweg, ich lese keine Blogs, von daher kann man sagen, ich bin unvoreingenommen. Oder ahnungslos.

    Meine Meinung dazu ist: Ganz ehrlich, bloggen sollte ein Hobby sein, du willst es, du machst es.
    Du hast die Vorteile (Fame, Austausch was auch immer). Also rechne dein Hobby doch bitte nicht mit Arbeitszeit und Stundenlohn ab, ich rechne fürs Schlafen, Essen und Serien gucken auch niemandem vor, wie viel das jetzt in Arbeitszeit einbringen würde.
    Wenn du deinen Blog aus ehrlichen und authentischen Motiven machst, hast du ihn zumindest zu Beginn primär für dich gemacht, das Publikum ist nur der Lohn.
    Also zählt Arbeitszeit für mich in keinster Weise zu diesen Kosten dazu.

    Dazu zählen für mich auch viele der Fixkosten nicht, ne Internetflat hättest du wahrscheinlich auch so, mobil und fest, ebenso einen PC.

    Alle anderen Punkte kann ich mehr oder minder nachvollziehen, besonders das mit dem Steuerberater. Jedoch mindert das die „Kosten“ schon sehr, Bloggen ist also gar nicht soo teuer, je nachdem, was man hier aus Eigenantrieb auf die Beine stellt und es auch ohne Klicks und Publikum gemacht hätte und was man speziell für die Bedürfnisse des Lesers gekauft hat.

    Davon ab stimme ich dir aber zu, es sollte nicht zu einem Problem gemacht werden, wenn man sich von Firmen bestimmte Geschichten sponsorn lässt.
    Ich denke, die Leute haben einfach die Sorge, dass daraus dann auch ein „firmenfreundlicher“ Blogeintrag entsteht, so wie bei den Journalisten, die irgendein Skiwochenende bezahlt bekommen und dann positiv über den Reiseveranstalter/Autohersteller/Skihersteller berichten.

    • Dass Bloggen mittlerweile für sehr viele Menschen viel viel mehr als ein Hobby ist kann man glaube ich nur so richtig nachvollziehen, wenn man es selbst tut. Ich finde die berechnete Arbeitszeit völlig in Ordnung, weil man mit seinen Artikeln eine Journalistische Arbeit aufweist und Arbeit sollte bezahlt werden. Letzendlich begiebt man sich beim öffentlichen Bloggen in die Position Mehrwert liefern zu „müssen“, wenn man eine gewisse Reichweite erreicht hat.
      Wenn man es mal ganz trivial sieht, dann wäre die Zeit die man zum Bloggen nutzt Zeit die man sonst nutzen könnte um einem anderen Job nachzugehen und Geld zu verdienen. Ein Blog entspricht mittlerweile viel mehr einem Online-Magazin als einem Tagebuch, das ist nur bei viele so noch nicht angekommen.

  • hanlo liebe Mel, ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Dein Artikel ist auf den Punkt und sehr beeindruckend. Auch ich habe nicht schlecht gestaunt was da alles zusammen kommt. Wahnsinn. Danke dafür und ganz lieben Gruß, Steffi

  • Mädel, sorry, aber für mich fängt Dein Problem eher da an, wie Du Deine Stundenkosten veranschlagst. Du findet Deine Arbeit nur den Mindestlohn von 8,50 Euro wert. Das ist also niedrigstes, niveauloses Level, Du meinst damit indirekt, dass Deine Arbeit eigentlich keine intellektuelle oder intelligente Arbeit ist. Straßenfeger, Putzfrau, Call-Center, Bloggerin….. – Ich bin freier Reisejournalist und Reiseblogger. Und wenn ich meine Arbeitsleistung, meine Ausbildung, mein Wissen, das gesamte angesammelte Know-how, das kreative Schaffen neuer Texte/Werke, meine Steuern, Versicherungen, meine Lebenshaltungskosten etc auch nur irgendwie quantifizieren möchte, dann muss ich mindestens 100 Euro zzgl. MWSt ansetzen.
    Alles drunter ist Selbstbetrug.
    Natürlich ist bloggen eine ganze Menge Idealismus, Hobby, Eigen-PR, Visitenkarte – und wer meint, er würde nicht adäquat fürs Bloggen bezahlt werden und so eine Rechnung präsentiert, sollte sich eh lieber ein anderes Hobby suchen…

    • Götz, du findest also, dass diejenigen, die für unter 100 € die Stunde arbeiten sich selbst betrügen? Oder um noch präziser zu sein, du findest, dass alle die für 8,50 € /h arbeiten niedrigstes und niveauloses Level sind? Man kann also für 8,50 € / h keine intelligente und intellektuelle Arbeit leisten?

    • Wow – dann betreibe ich auch Selbstbetrug. Und ich bin Lehrerin an einem Gymnasium. Vermutlich ist das auch keine „intelligente Arbeit“. Oder ihr Kommentar ist einfach nicht intelligent – das kann es auch sein ;)

      Darüber hinaus haben Sie wohl nicht verstanden, dass Mel genau auf IHRER Seite steht, nämlich mit der Kernaussage, dass Blogger ruhig Geld verdienen dürfen und nicht umsonst arbeiten sollen.

      Über das herabwertende „Mädel“ sehe ich mal hinweg.

  • Absolut top auf den Punkt gebracht! Schade das es keinen Flattr-Button gibt, den würde ich hier so richtig gerne klicken 8-)

  • Mein Kommentar wurde nicht freigeschaltet – das erklärt dann auch die wenig kritischen Kommentare zu diesem Thema.

    Herzlichen Glückwunsch, damit machst du dich noch unsympathischer als mit dieser lächerlichen Kostenaufstellung!

    • Hallo Annika, ich behalte mir vor, verunglimpfende, stark aggressive sowie Leser und Kommentierende beschimpfende Kommentare nicht freizuschalten. Leider hast Du es vorgezogen anonym zu bleiben und eine Fake-E-Mail-Adresse angegeben. Daher konnte ich Dich auch nicht kontaktieren und Dir eine Umformulierung ans Herz legen. Wenn Du Deine Kritik loswerden möchtest, freue ich mich über einen Kommentar in angemessenem Ton.

  • Ich finde diese Kostenlos-Gemeinschaft absolut beschämend. Menschen die einfach alles gratis wollen und gar nicht darüber nachdenken, dass in den Dingen – vor allem wenn sie gut sind – viel Arbeit steckt.
    Würdest Du deine Inhalte gegen Bezahlung anbieten, gäbe es wahrscheinlich unzähliche Beschwerden von Leuten die behaupten, Du wärst „geldgeil“ oder so. Echt schade, dass einige Menschen die Dinge nicht richtig wertzuschätzen wissen. Wahrscheinlich auch solche Menschen, die gerne bei Primark einkaufen und sich dann wundern, dass es anderswo auf der Welt Kinderarbeit gibt, an deren Entstehung sie selbst natürlich völlig unbeteiligt sind…
    Ich finde sponsored Posts völlig in Ordnung. Meinetwegen müssten sie nicht einmal gekennzeichnet werden – jedenfalls dann nicht, wenn Du sowieso beispielsweise über ein Produkt sprichst, dass du sowieso gerne nutzt oder empfehlen würdest. Solange man sich nicht völlig verkauft und seinen Lesern Dinge als gut verkauft, hinter denen man selbst überhaupt nicht steht, sehe ich keinerlei Grund, diese Möglichkeit der onetarisierung auch zu nutzen. Und ich denke das macht kein Blogger, da es den meisten eben nicht um Geld zu verdienen sondern in erster Linie um ihren Blog und das was sie zu sagen haben.
    Von guten sponsored Posts können Leser sogar profitieren. Wenn die Posts Mehrwert bieten, interessante Produkte vorstellen oder zeigen wie diese gut verwendet werden können ist dies ein klarer Gewinn für Leser.

  • Wenn man als Blogger ein paar seiner Kosten wieder rein bloggen möchte, ist das doch legitim.. Eine Rechtfertigungspflicht gegenüber anderen Bloggern sehe ich nicht. Ergo, passt schon. ;-)
    HG Hans

  • Genauso könnte man kalkulieren, was viele Leute sparen, dadurch dass sie sich Rezepte, Inspiration und Tipps aus dem Internet von Bloggern wie Dir holen, anstatt Kochkurse zu besuchen und Bücher zu kaufen – und ihnen Geiz und Eigennutz vorwerfen.
    Das ist doch keine Art.
    Wenn jemandem ein Blog gefällt, dann ist es doch gut. Was hat es denn überhaupt die Leute anzugehen was du verdienst und was nicht. Wer maßt sich denn an über so etwas zu urteilen? Das beeinflusst die Qualität des Blogs doch in keinster Weise. Wenn ein Artikel nicht gefällt, dann liest man ihn eben nicht.
    Ich finde deine arbeit übrigens großartig. Meinetwegen dürftest Du auch damit reich werden! :D

  • Hi Mel.
    Merci für das Auflisten, ich habe gar nix mit Blogs zu tun (ausser dass ich sie sehr gerne lese) und das hat mich doch sehr erstaunt :)
    Bestärkt mich eigentlich in der Haltung, Blogs, die ich mag- in welcher Weise auch immer- zu unterstützen :)
    Viele Grüsse und weiterhin viel Erfolg
    Fia

    P.S.: Ich durchstöbere grad deine Rezepte. Ich glaub jetzt hast du einen Leser mehr. Ob du willst oder nicht. Ätsch ;)

  • Och menno, Mel. Mit diesem Beitrag hast Du Dich selbst von meiner Liste der bemerkenswerten Blogger/innen selbst disqualifiziert.

    Ich finde es wirklich traurig, dass Du eine solche Rechnung aufmachst. Ich dachte, die LEIDENSCHAFT ist Deine Motivation, und nicht die MONETARISIERUNG.

    Weiterhin viel Erfolg, aber von hier an mit einem Fan weniger.

    • Hallo Eddy, deshalb wolltest Du auch unbedingt voller Leidenschaft meinen Workshop „Die 11 Regeln für professionette Kooperationen” besuchen, ne. Schlimm, diese Monetarisierung! SCHLIMM!

    • Monetarisierung ist nicht schlimm, Mel. Sie sollte aber nicht die Motivation zum Bloggen sein. Erkennst Du den Unterschied?

    • Lieber Eddy, wenn Monetarisierung die einzige Motivation für meinen Blog wäre, hätte er die ersten 3 Jahre nie überlebt. Wir beide wissen, dass zum Bloggen so viel mehr gehört. Viele Grüße, Mel.

    • mhm…. Hi Eddy,

      1) Wenn ein „Hemingway“ ein Buch aus Leidenschaft schreibt neidet man ihm dann den kommerziellen Erfolg?
      Oder freut man sich, dass man „In einem andern Land“ lesen kann?

      2) Wenn du zum Zahnarzt gehst dann fragst du auch nicht ob er „aus LEIDENSCHAFT Bohrt“ . Oder gehst du dahin damit deine Zahnschmerzen weg sind.

      3) Wenn du eine Tageszeitung (oder ein Kochbuch) kaufst, denkst du dann alle Teilnehmer an dem Werk arbeiten umsonst (und nur aus Leidenschaft)?

      4) Bloggen ist ein Motivbündel.
      Geld ist bei den meisten Bloggern „maximal“ ein Element davon. Wenn man sich Zahlen anschaut wie wenige Blogger wirklich Geld mit Ihrem Blog verdienen 90% der Blogger können davon nicht leben (vgl DFJV-Studie von 2014).

      Da sollte man sich doch eher Freuen, wenn es jemand schafft seinen Blog zu finanzieren.

      Oder?

    • Ob ein Blog aus Leidenschaft, oder aus finanziellem Interesse betrieben wird, isr jedem selbst überlassen. In beiden Fällen sehe ich aber nicht den Mehrwert für die Leser, wenn die Kosten fürs Bloggen aufgelistet werden.

      Für mich gilt: an dem Tag, an dem ich meinen Lesern meine Kosten fürs Bloggen vorrechne, höre ich mit dem Bloggen auf und mach ’ne Pommesbude auf. Versprochen.

  • So, nun auch von mir ein wenig Senf…

    – Die Sache mit dem Internetanschluss zu Hause: sehe ich ähnlich wie die anderen Kritiker. Wenn es tatsächlich nur ein 50 EUR-Anschluss für die Familie ist, würde ich irgendwo 50% +/. X angemessener halten.
    – Die Sache mit dem Handy: Hmmmm… wer WIRKLICH weiß, was halbprofessionelles Bloggen bedeutet und wie Deine konkrete Netzabdeckung und somit die Notwendigkeit der Betreiberauswahl aussieht, der werfe den ersten Stein ;-)
    – Die Sache mit dem PC: Da widerspreche ich den Kritikern. Wenn der Arbeitsaufwand so hoch ist, dann „braucht“ man ein paar andere Gerätschaften, als wenn man daheim nur ein bissel Mail, Facebook & Co und „Entertainment-Surfen“ machen will. Dass Du vom besseren Equipment natürlich auch „privat“ was hast – Scheiß‘ der Hund drauf.
    – Die Sache mit der Arbeitszeit: Finde ich von Dir sehr gelungen gelöst. Ja es ist Hobby, aber sie kostet tatsächlich SEHR viel Zeit. Da einfach mal nur den Mindestlohn anzusetzen halte _ich_ für einen guten Kompromiss aus gerechter Entlohnung und Hobby-Beschäftigung.
    – Die Sache mit Festplatte, Speicherkarte, etc: Haste ja dem Stefan schon „um die Ohren gehauen“ – da gehst Du IMHO noch zu gering ran.
    – Steuerberater: Also, wenn Du echt 60 EUR im Monat blogbedingt für den Steuerberater aufbringen musst, dann hoffe ich inständig, dass Du Dich mit dem Blog bald komplett selbständig machen kannst – das meine ich weder zynisch, noch ironisch oder gar neidisch!
    Und zuguter letzt die Serverkosten: Glückwunsch! Du hast offenbar eine so große Leserschaft und Community aufgebaut, dass es nötig ist, wie Einer der Nachträge ja nahe legt – das spricht ja hoffentlich für meine These hinsichtlich des Steuerberaters ;-)

    So, und nun lese ich mal quer über Dein Blog – bin nämlich nur wegen bildblog.de hier in diesem Beitrag gelandet.

    Mach weiter und Viel Erfolg weiterhin!

    Markus

    PS: Es geht mich einen Scheiß an, wie viel Du mit Deinem Blog verdienst – bitte keine Andeutungen diesbezüglich als Antwort, falls Du Dich zu einer genötigt sehen solltest.

    • Entweder Arbeitszeit oder Hobby-beschäftigung. Für ein Hobby Mindestlohn ansetzen, nun, das kann ich für alles mögliche. Und nur, weils wem *gefällt*, heisst das absolut nichts, es muss eben jemand auch bezahlen wollen.
      Die Milchmädchenrechnungen, geschenkt. Wenn ich so rechnen würde, dürfte ich wahrscheinlich in einem Jahr ein paar zehntausend Euro auf der Seite haben, nur wenn ich mit dem Bloggen *aufhöre*. Fällt mir jetzt erst auf, wieviel Geld ich sparen könnte, wenn ich das einfach lassen würde. Kannst *du* das mal hier ebenso öffentlich durchrechnen, wie viel reicher du wärst, wenn du das alles lassen würdest?
      Wirklich, das ist a) Milchmädchenrechnung und b) Hybris, denn nichts wird zu einem Magazin, in dem Mindestlohn gezahlt wird, nur weil man das ganz dolle will. Insofern, fetter Bärendienst für die ganze Bloggerei.

  • waren blogs nicht ursprünglich „öffentliche tagebücher“? also eigentlich sollte man denken, dass blogger aus spaß und in der freizeit berichten, was sie so treiben, gern mögen etc. aber mittlerweile nimmt jeder hans wurst geld für einen blogeintrag. es wird – wie auch von dir dargestellt – als job gesehen. ich find es wirklich sehr schade, da blogger ja heutzutage auch nur noch werbeträger sind, die nicht ihre eigene meinung sondern die der zur verfügung gestellten marke vertreten. das blogger stunden aufbringen ihren blog zu pflegen, keine frage (auch wenn ich mich frage, wie du deine kosten kalkulierst). fixkosten (das du das internet dazu rechnest find ich ziemlich krass!) hat jeder von uns. de facto ist ein blog nicht mehr ein indivuduelles öffentliches tagebuch, sondern ein job der von diversen unternehmen finaziert wird.

    • Lana, es gibt da ganz unterschiedliche Modelle. Die Aussage, dass heutzutage jeder Geld für einen Blogeintrag nimmt, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt viele Blogger, für die kommt eine Kooperation mit Unternehmen nicht in Frage. Es hängt natürlich auch immer mit dem Thema des Blogs zusammen. Gerade politische Blogs oder Blog mit Nischenthemen haben da fast keine Chance. Und manche wollen gern ihr ganz persönliches Tagebuch weiterführen. Wir haben da eine große Diversifikation in der Bloglandschaft – ich bewerte das eher als spannend und nicht als Verfall von Werten.

  • Ich verstehe eines nicht: Die meisten Kommentatoren (egal wo ich den Link lese) „regen“ sich eher darüber auf, dass du die Kostenaufstellung gemacht hast. Aber nicht darüber, dass du mit Firmen kooperierst. Ist es denn soviel schlimmer, dass
    du offen darüber schreibst, dass und warum du mit Firmen kooperierst wie die angeblich schlimme Sache, dass du mit Firmen kooperierst?
    Ich selber bin auch Foodblogger. Und Produkttester. Und ab und zu Buchblogger. Alles auf einem Blog. Auf einem Freeblog, einfach weil es für mich ein Hobby ist, ich die Kosten für ein bezahltes Paket nicht tragen könnte.
    Allerdings verstehe ich auch nicht, warum man seinem ehemaligen (Lieblings)Blog unbedingt mitteilen muss, dass man jetzt wegen der Kooperationen nicht mehr folgt. Werbung gibt es überall. Bei einem Blog, dem man folgt, weil man die Person schätzt, ist es doch so, dass man die Werbung von einer Person erhält, der man in einem gewissen Maße vertraut. Denn wenn ein Produkt Mist ist, dann wird ein Blogger, der ehrlich ist, dass schreiben. Kooperation hin oder her. Bezahlung hin oder her. Kostenloses Produkt hin oder her. Die Firmen leben von der Ehrlichkeit – und nicht von Heuchelei!
    Just my 5 cents.

  • Lol. Wirklich? Dann überdenke mal deine Arbeit und dein Blog. Ich habe bei 550 -1250€ Besuchern am Tag 0,00 Euro Ausgaben. Einmal im Jahr gehen 50€ für Domain/Webspace weg. Einnahmen: 500-1250€ im Monat. Aufwand: 2,3 Stunden am Tag.
    Aber solange bei dir heile Welt ist!

    • Wenn Du doch selber so ein überaus erfolgreicher Blogger bist, Marcel, warum hast du es dann nötig, dich hier hinter ANONYM zu verstecken? Bestimmt hast du dann auch einen Account, mit dem du deinen Lol-Spott hier ganz offen kundtun könntest. Oder war der nicht im Budget ;)

  • Ein wirklich toller und humorvoller, aber vor allem ehrlicher Beitrag zu diesem Thema. Ich ziehe den Hut vor dir und bin froh, dass wir Menschen in unserer Gesellschaft haben, die sich auch mit der Kritik und blöden Kommentaren auseinander setzen – die Nachträge gefallen mir außerordentlich gut! Ich applaudiere dir!

  • Vielen Dank für Deinen großartigen Umgang mit all den erschreckenden Kommentaren hier! Wir scheinen wirklich in einem armen, bemitleidenswerten Land zu leben, wenn Menschen derart naiv und unüberlegt denken.

  • Ich habe zwar etwas weniger Kosten, aber trotzdem kann ich dir im Großen und Ganzen zustimmen: Neben Geld verschlingt so ein Blog auch Unmengen an Zeit. Eben mal schnell einen Post schreiben ist eben nicht. Daher finde ich es super, dass du deine Leser an deiner Aufstellung teilhaben lässt! Und klar: Je professioneller ein Blog, umso teurer wird es eben. Und zum Schluss: Der Vergleich mit Sportvereinen ist absolut richtig. Und deine Nachträge sind absolut lustig!

  • Das war sehr interessant zu lesen – und Danke für die Aufstellung. Genau die Art Reaktion, die Du beschreibst (und teilweise wieder in den Kommentaren ersichtlich sind) habe ich letzhin auch bekommen, als ich mal etwas anderes versucht habe (und dabei ging es nicht mal direkt um Einnahmen mit dem Blog…). Jedenfalls, ich denke ein Teil des Problems liegt darin, wie man einen Blog ansieht. Das sind nämlich heute lange nicht mehr öffentliche Tagebücher. Blogs enthalten Artikel und Informationen … Und viele Leute, die via Suchen auf einem Blog landen, merken nicht einmal, dass das jetzt ein „Blog“ ist. Vielleicht brauchen wir einfach neue Bezeichnungen. Blogpflege ist Arbeit, auch wenn wir die oft gerne machen. Arbeit und die technischen Voraussetzungen und damit Geld. In dem Sinn: Danke für die Zusammenstellung, vielleicht wird das so doch ein paar Leuten bewusster.

  • Sowohl als freier Fotograf als auch als Blogger finde ich deine Auflistung vollkommen plausibel.
    Unser Foodblog ist bisher noch reines Hobby, aber für Sponsoren sind wir sowas von offen!
    Natürlich muss man schauen, welche Sponsoren zum eigenen Profil passen. Aber dann finde ich daran überhaupts nichts Verwerfliches.
    Im Gegenteil, wie du auch schreibst, eröffnet es unter Umständen neue Möglichkeiten, über die man sonst nicht hätte schreiben können.
    Also: Weiter so. Und ich wünsche guten Umsatz!

  • wow
    ich finde diesen post klasse!
    leider sehen die meisten leute (vorallem nicht blogger) nicht, dass ein blog geld und zeit kostet und nicht nur eine online goldgrube ist -.-

  • Bombe! Ich wundere mich auch jedes Mal was ein Post dann doch für ein Aufwand war. Sei es Untergründe beschaffen, sie zeitintensiv zu bearbeiten oder sonstiges. Ich finde eine Kooperation/Sponsoring oder ähnliches ist der verdiente Lohn für monatelange Investition. Also Daumen hoch!!!

  • Ich hab Dich gestern schon gefeiert aber ich komm mittlerweile vor allem deshalb her, um zu lesen, was du noch nachgetragen hast.
    Weil du so sensationell herrlich mit all diesen nachträglichen und stumpfen Anfeindungen umgehst.
    Wie man sieht, verstehen ein paar wenige wieder nur das, was sie verstehen wollen und hängen sich an deinen Zahlen auf.
    Getroffene Hunde bellen ;-)

  • Ich weiß zwar das Bloggen viel Arbeit ist und Zeit kostet, aber das da so viele Kosten anfallen könne hätte ich echt nicht gedacht
    ein echt hilfreicher Post!

  • Dieser Beitrag ist Jammerei, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich habe gar nichts gegen „Sponsored Posts“. Aber dieser Beitrag: totaler Blödsinn. Den Usern vorrechnen (vorjammern) zu wollen, dass man monatlich 99,90 EUR für Internetflatrates wegen des Blogs ausgibt… so als ob die Verfasserin diese Flatrates sofort kündigen würde, wenn sie das Blog einstellen würde.

    Oder: Mag ja sein, dass die Verfasserin monatlich 83 EUR für Kamera, Objektive, Stative ausschließlich bezogen auf das Blog ausgibt. Aber ist das wirklich eine „Ausgabe“ oder nicht eher eine „Aktivierung von Anlagevermögen“? Die Objektive sind ja ganz objektiv auch noch da, wenn es das Blog irgendwann nicht mehr geben sollte und dann keinesfalls wertlos.

    Also: Von mir aus gerne „Sponsored Posts“, aber bitte nicht den Leser für dumm verkaufen und mit Rumjammerei nerven.

    • Hallo Peter,

      ich würde mal fallen lassen, ob die Aufstellung 100% Ernst gemeint ist. (oder ob man sie ernst nehmen sollte).

      Der Artikel umschreibt wirklich gut das Problem, das viele Leser nicht den Zeit und Geld Aufwand schätzen der Hinter einem Blog steht.
      Ja, das man dann sogar noch angefeindet wird weil man sich erdreistet
      auch noch „Geld“ zu nehmen.

      Sorry das ich Dir damit die Pointe verraten habe.

      Beste Grüße

    • Erstaunlich, wie viele Menschen aus einer nüchternen Rechnung Jammerei und Genörgel rauslesen (möchten). Was man rausliest sagt wohl eher was über den Lesenden, als über den Verfasser…habe ich langsam das Gefühl.

  • Interessanter Beitrag und (völlig egal, ob man nun übereinstimmt oder das alles für Jammern auf hohem Niveau hält) sehr lobenswert im Sinne von Transparenz. In diesem Zusammenhang (Transparenz, Offenheit) bitte ich aber darum, Formulierungen wie „(Blogger, die…) mit Firmen arbeiten“ zu vermeiden. Denn das, ich bitte um Verzeihung, ist doch wirklich sehr PR- und Marketinggewäsch. Eine ehrliche Ansage wäre: Dieser Text ist ganz oder teilweise ganz ähnlich einer Anzeige gekaufter Inhalt. Und da lohnt es auch nicht, mit dem Finger auf „Advertorials“, „native advertising“ oder gekaufte Auto-, Mode- oder Reisejournalisten in den Holzmedien zu zeigen – die einen machen das andere nicht besser oder schlechter.

  • Der Grundtenor des Artikels ist durchaus gut. Aber insbesondere dieses Zitat von dir „Es geht hier um meine persönliche Aufstellung real anfallender Kosten“ führt das ganze leider ad absurdum. Real anfallender..*hust* okay.

    Immerhin finde ich das, was du vermutlich damit aussagen möchtest, wie gesagt löblich.

  • Ist doch wirklich erstaunlich, wie ein so offener und gut gemeinter Beitrag bzw Post, wie dieser hier, die Deppen der Nation, die Klugscheißer & Neidhammel dieser Welt, die Reichbedenkenträger und verkappten Hobby-Finanzbeamten aus ihren armseligen Löchern hervorkriechen lässt, um das Haar in der Suppe (oder in der Nachspeise) zu finden. Mach weiter so, und ignoriere den Mop. Oder wirf ihm einfach ein paar abgenagte Knochen hin.

  • das ist ein ganz toller Beitrag! Vielen Dank für diese offene Darstellung des Aufwandes, dieser ist nämlich nicht gerade unerheblich.

    Liebste Grüße
    Pink Owl in Black

  • Die Probleme, das meine Leser mir lange E-Mails schreiben und erwähnen „ich lese dich nicht mehr, weil “ würde ich gerne mal haben….

    Wer einen Blog mit 140.000 Visits verwaltet, dem sollte doch klar sein das man es nicht allen recht machen kann!

    Das die „Unabhänigkeit“ durch gesponsorte Artikel leidet stimmt schon. Aber wenn man die Artikel als „gesponsort von“ Artikel ausschildert, dann besteht auch keine Gefahr der Schleichwerbung.

    Jedem Leser sollte klar sein, das Qualität ihren Preis hat. (den Zahlen in dem Fall die Firmen die den Blog am Leben erhalten und nicht der Leser!)

    Über die Aufstellung deiner „Unkosten“ musste ich an einigen stellen etwas schmunzeln.
    Ich picke mir nur eine Sache heraus.
    „Abholung von unerbetenen Warensendungen von der Post oder den Nachbarn (2 Stunden): 17,– €“

    –> Mensch musst du viele Pakete bekommen wenn du monatlich 2 Stunden hin und her rennst um „Geschenkpakete“ abzuholen.
    Meinem Nachbar ist mit weniger als 1 Minute Fußweg zu erreichen, Naja vielleicht sind die Wege bei dir ja weiter.
    Aber wie viele Pakete müssen das den Sein???
    Liest sich trotzdem eher wie ein Luxusproblem. (Mensch was würde andere Leute dafür geben den weg zur Post um Geschenkpakete abzuholen als „Arbeitszeit“ verrechnen zu dürfen…)

    Beste Grüße

    • Hallo portrait-foto-kunst.de/blog – ja da hast Du den Finger treffsicher auf das humoristische Element in der Aufstellung gelegt. Aber Blogger aus dem Sektor Lifestyle kennen das Problem tatsächlich. Pro Woche kommen 10 oder mehr Pakete an, die man nicht bestellt hat und die man nicht wollte. Und die trotz ausdrücklichen Hinweis auf dem Blog zugeschickt werden. Wenn man dann also einen Vollzeitjob hat, ist man gut damit beschäftigt abends die Nachbarn abzuklappern (die auch alle ein Leben haben und nicht da sind) und am Samstag in der Schlange in der 20 Minuten entfernten Postfiliale anzustehen. Und erst das ganze Altpapier. Du wolltest es wissen, ne.

    • Hi Mel,
      der Kommentar war durchaus positiv gemeint.
      (auch wenn er sich etwas kritisch liest)

      Ich bewundere wirklich, wie du es geschafft hast so geschickt zu polarisieren.
      Über 230 Kommentare und eine Erwähnung im Bildblog bei einem „Offtopic“ Thema ist wirklich klasse. Kompliment!
      Insbesondere, da dein „Problem“ quasi meine Blogziele darstellt ;)
      (und bestimmt auch das von den 50 % der Themen-Blogger die für unter 100€ im Monat bloggen (DFJV-Studie von 2014).
      Kaum ein Blogger kann von seinem Blog leben. Bei Moralapostel, die Einnahmen von Bloggern kritisieren ist immer auch Neid dabei.

      Ok, ich gebe dir recht, das der der Vergleich etwas scheppert. Die Themen Lifestyle und „Foto-Technik“ betreffen andere Produkte, andere Zielgruppen und auch andere Industrien die dahinter stecken.

      Langes Kommentar kurzer Sinn:
      Durch diesen Post hast du in mir einen neuen Leser gefunden.
      :)

      Beste Grüße

    • Hallo 黒, danke für die Blumen. Allerdings musste ich mich da gar nicht so geschickt anstellen. Ich habe auch nicht geahnt, dass dieser Post eine solche Resonanz und vor allem derartige Emotionen hervorruft. Aber offenbar war mein Gefühl richtig, dass sich ziemlich viele Blogger und Leser mit diesem Problem herumschlagen. Ein kleines Mosaiksteinchen in einem größeren Diskurs, der hoffentlich eine Weiterentwicklung sowie einen souveränen und transparenten Umgang mit dem Thema erreicht. Irgendwann ;-)

    • Ihr wisst natürlich, dass unaufgefordert zugesandte Warensendungen weder angenommen, noch zurück geschickt werden müssen.

      Darum erwähne ich das hier nur der Vollständigkeit halber für Neu-Blogger, die vielleicht sonst den ironischen Ton nicht erkennen.

    • Genau!! Wider den ollen Kommerz!! Alle New-Blogger verweigern ab sofort per se die Annahme von ihren amazon-Paketen oder was immer sie auch im Internet bestellt haben mögen. Auch Sendungen von Familienmitgliedern sind total überbewertet. Wenn digital, dann aber richtig. Wer baucht schon Pakete. Es KÖNNTEN ja ungewollte Warensendungen darunter sein. Bestellen im Internet es eh ist total doof. Das finde ich als Problemlösung hervorragend. Danke Eddy.

  • Vielen Dank,

    endlich spricht es mal jemand aus. Deine Kostenaufstellung scheint ja zentrales Diskussionsthema zu sein. Meine sah zwar deutlich anders aus, aber das ist dem Umfang geschuldet und es ändert nichts am Kern der Aussage – bloggen kostet Zeit und Geld…

    Was aber auch nicht zu unterschätzen ist, es gibt Blogger, die es als ihr Hobby verstehen und Arbeitsaufwand niemals aufrechnen. Hobbies kosten nunmal Geld. Sobald Sponsoring ins Spiel kommt, wirken manche Blogs schnell kommerziell geführt.

    Das ist an meinem Verständnis der Blogosphäre vorbei. Da mag ich aber auch eine antiqierte Einstellung zu haben, streite ich garnicht ab.

    Ich für meinen Teil entscheide bei Blogs, die kommerziell geführt wirken, ob ich sie abonniere und Sponsoring in Kauf nehm oder ob mir das vielleicht sogar (aus deinen vorgenannten Gründen) einen Mehrwert bringt – naja, oder ob ich halt nicht wieder komme.

  • Das ein sehr toller Beitrag! Es ist eine sehr gute Führung hinter die Kulissen für die Leser und Blogger! Gruß, Elena

  • Klasse Beitrag, du hast damit ja echt eine riesige Diskussion eröffnet :D

    Also bei den Arbeitsstunden gebe ich dir vollkommen recht. Da kann ich deine Auflistung total verstehen. Was ich jedoch nicht verstehe, sind deine Fixkosten. Lebensmittel, Fortbildung, Fahrten, Bildbearbeitung (Abo CC?) und Steuerberater verständlich aber wie sieht es mit Equipment aus? Klar, kann man den Gesamtpreis auf die 12 Monate aufteilen. Aber ich würde mir nicht jedes Jahr ne neue Speicherkarte, Stativ oder Festplatte kaufen. Irgendwann fallen auch diese Fixkosten weg.
    Zu deinem Nachtrag mit den Internetflats und Hostingkosten. Klar gibt es da definitiv günstigere, ich komme aus dem Bereich. Aber gerade die Flats für zuhause und unterwegs darf man nur mit 50% anrechnen (Finanzamt, Steuerberater und Co. singen Lieder davon).

    Mein Blog selbst steht auch auf meinem Gewerbeschein aber hätte ich solch hohe Fixkosten wie du, würde ich meinen Blog wahrscheinlich verkleinern bzw. ganz auf Eis legen, denn die kann ich als Single trotz meiner anderen Selbstständigkeit nicht tragen.

    Alles in allem ein guter Beitrag, bei dem die Meinungen sehr weit auseinander gehen :)

    • Hallo Nikki, es wird die Finanzexperten unter uns sehr freuen zu hören, dass ich meine Monats-Abonnement-Karte für den Hamburger Verkehrs Verbund in Höhe von 87,– € anteilig angegeben habe. Denn ich habe kein Auto. Ich hoffe, damit habe ich jetzt mindestens den Weltfrieden gerettet ;-) Festplatten kaufe ich ein Mal im Jahr. Das habe ich unten auch schon mal ausführlich einem interessierten Leser erläutert und dafür im Austausch eine schöne Infografik über die Haltbarkeit von Festplatten erhalten. Schau doch mal rein! Ach ja – und dann hätte ich da noch eine spannende Frage: Wie verkleinert man einen Blog? Weniger posten? Nicht auf den Social Media Kanälen unterwegs sein? Zumachen? Ich überlege.

  • Das ist seit langer Zeit mit Abstand der beste Blog-Beitrag, den ich gelesen habe und auch vor den Nachträgen ziehe ich wohlwollend den Hut.
    Schade, dass es so viele Menschen gibt, die kaum in der Lage sind, von A bis B zu denken.
    Sie erhalten über Blogs kostenfrei nützliche Informationen und Tipps, die auf kommmerziellen Websites über Mitgliedschaften bis zu 300,00 Euro pro Jahr kosten können und ein schlichtes, einfaches Dankeschön ist heutzutage scheinbar schon zu viel verlangt.
    Schön, dass ich auf diesen Blog hingewiesen wurde und hoffentlich finde ich auch mal die Zeit, darin zu stöbern.

  • Ein ganz wunderbarer Post, den ich durch Zufall im Netz gefunden habe (in einem Marketing-Newsletter – dein Post macht also die Runde^^). Ich sehe es genauso wie du. Natürlich hat jeder Blog je nach Aufwand und Professionalität mehr oder weniger Kosten – aber es geht hier ja auch ums Prinzip. Und dem stimme ich voll und ganz zu. =)

    LG, Sabrina

  • Generell finde ich die Finanzierung eines Blogges durch Werbung und von Kunden bezahlte Beiträge (wenn sie gekennzeichnet sind) nicht problematisch. Du steckst Arbeit in ein kostenloses Informationsangebot und nutzt die Werbeeinahmen um die Arbeit bezahlt zu bekommen. Das ist absolut in Ordnung.

    Auch nett das du sehr freundlich auf Kritik reagierst. Und etwas mehr als der Mindestlohn sollte schon drin sein wenn man selbstständig ist (sprich einen Erfolgreichen blog führt).

    Aber in deinen Kosten sind Lebenshaltungskosten mit drin. Busfahren tun die meisten Menschen und es gibt dafür Monatskarten für 50-60 Euro. Einen PC haben die meisten Menschen. Ein akzeptabler Laptop kostet zwischen 250 – 300 Euro auf Geizhals und hält locker 2-3 Jahre. Ein extra Monitor 100-120 Euro eine externe Festplatte zur Datensicherung 50-80 Euro.

    Zur Technik: Bei edis.at gibt es vserver zwischen 8-10 euro die locker für 1000 Unique Besucher am Tag reichen. Da kann auch ein CMS draufspielen und Backups. Wobei diese Kosten einen minimalen Anteil an deinen Ausgaben haben.

  • herrje, soooooo viele kommentare, die es zu lesen, verstehen und moeglichst auch noch zu beantworten gilt. das wird teuer liebe mel, ich sag nur UEBERSTUNDEN ohne freizeitausgleich!
    wir brauchen dringlichst eine bloggergewerkschaft in deutschland, oder noch besser: wir schaffen einfach das internet wieder ab.

    alternativ bleibt zu hoffen, dass sich sich diejenigen, die sich einfach gerne selbst zuhoeren bzw. lesen, oefter mal auf den bleistift beissen. nun ja.
    glg
    stefanie

  • Liebe Mel,

    ich bin eben zufällig auf deinem Blog und diesen wunderbaren Post gelandet. Vielen lieben Dank dafür ♡

    Ehrlich gesagt war ich zunächst etwas irritiert über deine Nachträge, weil ich selbst gar nicht auf die Idee gekommen wäre dir irgendwelche Fehlkalkulationen oder Fehlinvestitionen oder und überhaupt was auch immer hier das Feedback war – ganz ehrlich und selbst wenn du „nur“ 1 € monatlich als echte Ausgabe wie z.B. Internetanschluss hättest… es ist dein Blog und du kannst Kooperationen eingehen mit wem du willst! Weil letztendlich ist es auch deine Zeit die du hier investierst. Klar zwingt dich keiner, so wie auch niemand die Leser zwingt dich zu lesen…was ich damit sagen will, wem es nicht passt: tschüss.

    Das sind vermutlich die, [Achtung, jetzt kommt mein Beispiel ;-)]die stundenlang in einem Buchladen ein Buch komplett „zur Probe“ lesen, um es ja nicht kaufen aka bezahlen zu müssen. Und solche Menschen die keine Wertschätzung bzw. nur ihre eigene Version der Wertschätzung kennen braucht kein Mensch. Also ich zumindest nicht…

    Deshalb: ganz lieben Dank nochmal und weiterhin viel Spass beim Bloggen – mit und ohne Sponsoren ♡

    Cheers,
    Beyhan

  • Hallo Mel,
    ich muss nochmal fragen. Vielleicht war mein Post oben (17:54 Uhr) auch etwas zu unsensibel formuliert, bitte verzeih möglichst. Aber was ich einfach nicht verstehe (bei Dir und anderen) ist, inwiefern Kosten und Arbeitsaufwand von Veröffentlichungen mit dem Zulassen von „Sponsored Posts“ (was für ein Euphemismis, aus meiner Sicht!) begründet werden können. Oder gibt es in inhaltlichen oder Unabhängigkeits- oder Haltungsfragen einen Graubereich, den ich als Schwarz-/Weißdenker noch nicht ganz erfasst habe? Irgendwie kommt mir eine solche Argumentation so vor, als würde ein Arzt einräumen, er verschreibe aufgrund von Zuwendungen der Pharmaindustrie durchaus andere Medikamente als fachlich geboten (was es ja gibt), das sei aber völlig o.k., weil er ohne dieses Geld ja seine Praxis schließen müsste. Und würde das alles nicht verschweigen, sondern öffentlich machen. Nun sind Ärzte i. d. R. besser gestellt als Du und verwalten auch einen existenziell notwendigeren Bereich als Unterhaltungskünstler wie Food-Blogger. Aber ich kann die Rechtfertigung einfach nicht verstehen. Kann man Deinen Texten nun trauen oder nicht? Klar, das muss ich selbst entscheiden. Aber es wäre schon schön, zu wissen, wer hier eigentlich über die Inhalte und/oder ihre Ausrichtung entscheidet. Mir ist klar, dass es darauf keine Antwort geben wird. Gäbe es eine, wäre der Markt für „Sponsored Posts“ tot. Ich war ja schon immer der Ansicht, dass Kapitalismus und Medien irgendwie wenig zusammenpassen.
    Was meinst Du?
    Beste Grüße
    jokahl

    • Hallo jokhal, kann man einem Rezept für vegane Käsesoße trauen? ;-) Aber Spaß beiseite – die Punkte, die Du aufwirfst sind in meinen Augen ganz zentrale Fragestellungen in den Bereichen Blogging und Journalismus. Sobald Blogger oder auch Journalisten in den klassischen Medien etwas veröffentlichen fragt man sich zunehmend: Wie kam das jetzt zustande? Ist der Text, die Empfehlung, das Thema „einfach so” aus dem Verfasser entsprungen oder gab es eine Agenda, ein Interesse oder gar einen Sponsor. Tatsache ist: Man kann es eigentlich nicht wissen, außer es wird klar kommuniziert. Ich bin für eine klare Kennzeichnung von unterstützen Artikeln bei Bloggern. Darum würde ich auch gern erreichen, dass mehr Blogger ihre Unterstützungen transparenter kommunizieren und nicht aus Angst vor Anfeindungen Graubereiche schaffen. Denn dann würde das ganze ungute Überlegen und die große Unsicherheit beim Leser ja automatisch wegfallen. Es könnte so einfach sein.

      Die Fragestellung, ob ein wie auch immer unterstützer Artikel denn überhaupt ehrlich sein kann, ist fast philosophisch. Unterstützungen bedeuten ja nicht immer automatisch Cash auf die Kralle, sondern können auch wie von mir beschrieben Sachleistungen wie z.B. Rezensionsexemplaren von Büchern, Testgeräte, Besuche von Orten oder besondere Erlebnisse sein. Dinge, die auch so ziemlich jeder Journalist in seiner Arbeit verwendet. Inwieweit man sich davon beeinflussen lässt, hängt tatsächlich von der Wertvorstellung und der ethisch-moralischen Einstellung von jedem einzelnen ab. Schreibe ich überaus positiv über ein Buch, nur weil es mir umsonst zugeschickt wurde? Verschweige ich die Nachteile an einem technischen Produkt, weil es mir zur Verfügung gestellt wurde? Lache ich glücklich in eine Kamera, weil mir gerade ein Lipgloss für 1,99 € geschenkt wurde? Es gibt Leute, die tun das und es gibt Leute, die tun das nicht. Der persönliche Background, die Motivation und die Haltung des einzelnen sind entscheidend. Wie übrigens auch bei den Ärzten. Ich bin allerdings der Auffassung, dass es definitiv möglich ist, solche Impulse zu nutzen und daraus etwas eigenes und authentisches zu machen.

      Auch wenn einigen das Thema Kochen und Ernährung eher lapidar und seicht erscheint, verfolge ich mit meinem Blog ein Ziel. Ich möchte die Leute zum Selberkochen und zum Nachdenken über Nahrungsmittel anregen. Das tue ich nicht immer mit langen Texten und Argumentationen, sondern meistens mit möglichst vielen leckeren Bilder und unterhaltsamen Geschichten. Ich möchte ihnen zeigen, dass es eine Alternative zur Tiefkühlpizza gibt und wie toll es sein kann, mit seinen eigenen Händen Nahrung herzustellen. Weiche ich von diesem Ziel ab, wenn ich für Geld einen Mixer vorstelle, mit dem die Leute eine tolle Suppe zubereiten können, die sie aber auch mit ihrem Pürierstab zu Hause machen können? Oder weiche ich von diesem Ziel ab, wenn ich ein Rezept mit einer bestimmten Zutat entwickele, die sie durch jede beliebige Zutat aus dem Supermarkt ersetzen können? Ich persönlich finde das nicht. Aber da mögen die Ansichten auseinander gehen.

      Kannst Du also meinen Texten trauen? Wenn es unterstützt wird, schreibe ich es drauf. Dann kannst Du nach dem Lesen des Textes entscheiden, ob ich Dich trotzdem gut unterhalten habe und Du etwas mitnimmst oder ob das ganze nur eine öde Heizdeckenveranstaltung war.
      Beste Grüße zurück!
      Mel.

  • Hallo Mel,

    habe mit Spannung deinen Artikel gelesen und mir hat es sofort ein lächeln ins Gesicht gebracht weil es mir auch schon so ging. Ich selbst bloggen seit 3 Jahren übers Essen und ich liebe es Rezepte zu zeigen die mit Unterstützung meiner Videoanleitungen zu Hause machbar sind. In deiner Aufzählung würde in meine Fall noch das Video schneiden rein kommen was immens Zeit braucht. Mein längster Schnitt für ein Video waren 8 Stunden schneiden am Stück. Also ich persönlich finde es gar nicht schlimm wenn man Posts veröffentlicht die ein Stück weit gesponsert sind und der Vergleich mit den Sportlern passt dann da perfekt. Dir weiterhin viel Erfolg!

    Mit geschmacklichen Grüßen

    Marcel

  • Leute die solche Mails, Kommis etc. schreiben sind einfach Neider und gewiss keine Stammleser. Die verdienen einfach nix im Web und lassen halt so ihren Frust raus, indem sie grundlos andere provozieren. Da kommen sie sich dann gut vor. Also sowas kann und darf man nicht Ernst nehmen, dennoch lesenswerter Artikel. :-)

  • Hey Mel, ich kannte deinen Blog bislang nicht und bin durch Zufall auf deinen Beitrag gesroßen.

    Ich kann die Kritik und die Abschiedsmails durchaus verstehen. Diene Selbsbeschreibung ließt sich nämlich so, als würdest die deinen Blog aus reinem Vergnügen und als Hobby betreiben. Da wirken gesponserte Posts schon ein bisschen wie „Verrat“.

    • Hallo Gepard, es ist nur ein Detail – aber ich habe keine Abschiedsmail bekommen. Wie ich in meinem Post schrieb, war es eine Freundin von mir. Aber zum eigentlichen Thema: Es ist sehr spannend, immer wieder zu sehen, dass offenbar eine große Kluft zwischen Hobby, Vergnügen und Refinanzierung bestehen sollte.. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal mit dem Beispiel Sportler oder Fußballvereine kommen. Warum dürfen die das? Und warum dürfen Blogger das nicht?

  • Ich hab mal gekonnt die Kommentare umschifft und den scrollbalken nach unten gezogen :) Wow, diese Anteilnahme. 1) Mit seinem Hobby Geld verdienen zu wollen, is nicht falsch. Manche haben das Hobby Flohmarkt – verschenken die da alles? :P 2) Arbeit die Spaß macht, ist nicht autom ein Hobby. Ich hoffe meine Chefs sehen das genauso, denn sonst würde ich wahrscheinlich nicht mehr bezahlt werden :D 3) OK, Serverkosten sind echt hochgegriffen, wobei man jetzt sehen muss was für ein Anbieter. Ein regionaler Anbieter mit eigenem Serverraum im Rechenzentrum Vor-Ort kann diese Kosten verursachen. Man muss ja nicht immer Hosteurope, 1&1 oder so nehmen. Wobei es deine Kosten auf das Jahr gesehen schon um die Hälfte senken würde. Für ein Blog wäre es ausreichend. Aber Internet & Telefon teilst du dir doch mit deiner Familie? Ich finde die Arbeitszeit eher zu gering. Den Mindestlohn als Grundlage zu nehmen, dient sicherlich mancher Diskussion aus dem Weg zu räumen, aber deine professionalität die hier anscheinend sehr viel gerne in Anspruch nehmen in Text & Bild, ist weitaus mehr Wert :) Also alle mal Füße Still. Zu dem es doch als „sponsored Post“ gleich gezeigt wird, dass hier nicht einfach „Heute nehme ich mal Produkt von XYZ, weil es mir so toll schmeckt“ – Nein, ein sponsored Post heißt doch in vielen fällen: „Heute habe ich etwas von XYZ zugeschickt bekommen, ich bin gespannt… bla bla foo bar … mir schmeckt es echt toll / mir schmeckt ist nicht weil….“ und neben an steht SPONSORED POST, weil das Produkt geliefert worden ist. Was Leute, bitte, ist so schlimm daran? Und man bekommt vom Leser nichts reales zurück, die Bezahlung seid ihr in eurer stillen Natur Als Klick-Freund. Unternehmen zahlen für die Blogger, die immer professioneller werden und uns zeigen, was möglich ist im Food, Fashion, Beauty, Wohnen, usw. Ich finde es prima und sehr, sehr cool jetzt ein neuer Leser von dir zu sein :)

    • „…Unternehmen zahlen für die Blogger, die immer professioneller werden…“. Bitte lass Dir diese Deine Formulierung mal auf der Zunge zergehen und denk ein wenig darüber nach, was hier eigentlich „professioneller“ heißen soll. Hört sich verdächtig nach sprachlicher Verschleierung an. Denn Unternehmen haben mit „Sponsored Posts“ nur an einem Interesse: für Geld o.ä. jemanden zu finden, der ihre werblichen Aussagen verbreitet und im Text dabei so tut, als fiele ihm das von selbst einfach mal so ein. Mit einem handwerklich gut geführten Blog hat so etwas erst einmal nur am Rande zu tun, auch wenn Firmen natürlich lieber einen guten Blogger kaufen als einen schlechten. Also wenn die Debatte hier schon geführt wird, dann doch bitte nicht in PR- und Marketingsprache, die ja in der Regel für die Doofen da ist und diese hinters Licht führen möchte. Da gibt es wenige Ausnahmen und „professionell“ = „lässt sich unkompliziert kaufen oder sonstwie beeinflussen“ gehört sicher nicht dazu.

  • @Mel (8:20 Uhr): Danke für die ausführliche Antwort und die Gedanken zum Thema. Solche Debatten werden uns alle noch eine ganze Weile begleiten, mit unklarem Ausgang, fürchte ich. Alles Gute, jokahl

  • Ich finde es vollkommen okay Kooperationen einzugehen und finde weder, dass man das unbedingt öffentlich machen muss, noch die Leute die es tun dafür anprangert. Denke da spielt häufig der Neid mit. ;)
    Aber ganz ehrlich deine Auflistung halte ich vollkommen Überzogen und kann ich von daher auch nicht ernst nehmen, da du viele der Kosten mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch ohne deinen Blog hättest, von daher finde ich es zum Beispiel lächerlich eine Internetflat o.Ä. mit einzubinden. ;)

    • (zu Deiner Haltung zu „Kooperationen“ und dass man sie einfach verschweigen soll, um der Debatte den Wind aus den Segeln zu nehmen) Aha. Hm. Es geht also immer nur um Neid bei der Sehnsucht von manchen Leuten nach unabhängigen Gedanken und nie um echtes Interesse oder gar Moral? Nun, wenn das wirklich so sein sollte, schafft halt einfach an, wer zahlt. Aber dann muss man auch nichts verschweigen. Also ich sehe da irgendwie Doppelmoral und frage mich, ob Du das bei Deiner Zeitung, Deinem Fernsehsender, Deinen Freunden oder bei wem auch immer.Du Dich worüber auch immer informierst, auch so siehst.

  • wunderbarer post. man fragt sich doch immer wieder, welche ansprüche oft sehr anonyme leser eines blogs an den betreiber stellen.

  • Wenn mich mein Blog monatlich 1.374,10 € kosten würde, würde ich ganz sicher nicht bloggen. Ich kalkuliere allerdings auch anders. Den Computer, Smartphone und die Flatrates habe ich ja eh, dto. Fotoapparat und Bildbearbeitungssoftware. Was die Arbeitsleistung betrifft – je nu – da gab es mal eine Sendung mit der Maus iirc. Da säuberten zwei Strategen eine Grünanlage vom Laub und wunderten sich, dass sie das nicht bezahlt bekamen. So kostet mich mein Blog lediglich den Webspace, wobei ich Werbeeinnahmen in früheren Jahren sogar noch gespendet habe. In diesem Jahr hingegen lass ich mir davon meinen Blog mal ordentlich durch Externe auf Vordermann bringen.

    • Hallo Gudrun, das ist in der Tat eine Frage der persönlichen Rechnung. Viel Erfolg mit dem neuen Blogdesing und viele Grüße

  • Wenn ich all die Dienste, die ich so neben meiner normalen Arbeit, wie Post abholen, auf die Rechnung schreiben würde, würde mir mein Steuerberater nen Vogel zeigen.

    • Lieber Nachtrag, ich sag es gern noch mal ausdrücklich, damit es nicht irritiert: Bei der obigen Aufstellung handelt es sich nicht um die Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt. Viele Grüße

  • Hallo,

    bis gestern kannte ich diese Seite nicht, es ist auch nicht mein Thema, aber gerade durch die große Diskussion würde ich doch gerne etwas dazu beitragen.

    Zuvorderst: Deine Rechnung ziehe ich an ganz vielen Punkten in Zweifel. Das kannst du nun mit einem „Ich weiß es besser“ wegwischen, aber wer so eine Rechnung mit einem doch recht patzigen Unterton veröffentlicht, muss sich auch die Auseinandersetzung damit gefallen lassen.

    1. Wie viele meiner Vorredner anmerkten: einige Dinge sind viel zu hoch angesetzt. Nicht unbedingt der Server (ich kenne deine Zugriffszahlen nicht, freue mich aber wenn sie hoch genug sind um 30€/Monat zu rechtfertigen), aber die beiden Internetflats, auch der Computer

    2. Ebenfalls kein neuer Punkt: sehr viele dieser Punkte sind allenfalls zum Teil Blogkosten – nicht nur, weil sie ohnehin anfallen, sondern auch weil sie nicht ausschließlich fürs Bloggen da sind. Warum eigentlich nicht noch die Wohnungsmiete mit einkalkulieren? Obdachlos foodbloggt es sich ja auch eher schlecht.

    3. Die Arbeitszeiten, und da kann ich natürlich nur deine Angaben zugrundelegen, wirken auf mich ebenfalls etwas hoch angesetzt – 20 Stunden zusätzlich zum Full-Time-Job und der Familie? 3 Stunden im Monat für _Wordpress-Updates_? Ich blogge auch, auf verschiedensten Plattformen, und brauche für Updates vielleicht 20 Minuten monatlich. Vielleicht mal eine Stunde, wenn ich danach ein Theme im Quellcode wieder anpassen muss, und ich bin überhaupt kein Programmierer.

    4. Die Einnahmeseite fehlt, und du versuchst das wiederholt mit dem Hinweis auf fehlende Einnahmen im Januar 2015 zu kaschieren. Was bekommst du für die 30 (!) #schnellkochtopfen-Shows bei der Ambiente? Mutmaßlich genug, um deine „Kosten“ hier mehrere Monate zu amortisieren. Falls nicht, hast du dich über den Tisch ziehen lassen.

    5. Die Berechnung mit dem Mindestlohn ist in beide Richtungen falsch. Auf der für dich positiven Seite ist der Stundenlohn für die hier angebotene freie Tätigkeit viel zu gering und müsste eigentlich eher mit 50-100€ berechnet werden. Tatsächlich sind solche Stundenlöhne aber ohnehin fiktiv, weil sie nur gezahlt werden, wenn sie jemand im Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen in Auftrag gibt. Zunächst einmal ist so ein Blog ein Hobby, und wenn ich Ziehharmonika spiele zähle ich auch nicht die Übungsstunden um dann den Leuten in der Fußgängerzone hinterherzurufen „Ziehharmonikaspielen kostet mich 1000€ im Monat!“ – ich kann aber ein Konzert geben, dafür Tickets verkaufen und sehen wie viele Leute bereit sind, für mein Ziehharmonikaspiel Geld zu bezahlen anstatt es gratis in der Fußgängerzone zu hören.

    6. Ich finde es überhaupt nicht verwerflich, mit dem Bloggen Geld zu verdienen, ich würde keine sponsored posts veröffentlichen, aber das ist Geschmacksfrage. Das stört mich überhaupt nicht. Was mich stört ist, dass hier mit unredlichen Zahlen hantiert wird, in deren Kern alles, was wir Menschen in unserer Freizeit machen, ökonomisiert wird. Das mag furchtbar idealistisch sein, aber ich sehe das als Problem.

    • Hallo Moritz, ich möchte die Freizeit von anderen nicht ökonomisieren. Das kann ich gar nicht. Ich kann nur sagen wie es sich für mich und meinen Blog darstellt. Dass sich offenbar so viele Menschen davon provoziert fühlen, habe ich nicht beabsichtigt oder kalkuliert. Es ging mit um das grundsätzliche Umbehagen, das aufkommt, wenn Blogposts offensiv als Kooperation / Werbung/ Sponsored Post gekennzeichnet werden – da wollte ich eine andere Perspektive vermitteln. Aber ok, jetzt sind wir halt hauptsächlich bei Zahlen gelandet.

      Mir ist aber tatsächlich nicht so ganz klar, worin jetzt die Provokation der Zahlen eigentlich besteht. Dass ich mich für das Angebot eines Hosters entschieden habe, das mir Sicherheit, Service, prima Netzanbindung, kurze Ladezeiten für meinen Blog und einen Server bietet, den ich nicht mit 1.000 anderen Seiten teilen muss? Dass ich einen Handyvertrag habe, der durch die vor allem bildlastigen Social Media-Kanäle nicht schon an Tag 5 im Monat gedrosselt wird? Ich meine das jetzt wirklich nicht patzig – aber im Ernst? Wir könnten jetzt durch alle einzelnen Punkte gehen und die aufdröseln – warum, wieso, weshalb.

      Ich glaube das Grundproblem ist eher, die unterschiedliche Definition von „Hobby”. Richtig, mit 20 Stunden oder mehr Arbeitseinsatz in der Woche verlässt man so langsam die landläufigen Dimensionen von Hobby. Aber nach wie vor ist mir nicht klar, warum ein Hobby nicht refinanziert werden darf. Da beißt es sich jetzt irgendwie in den Schwanz. Weil man das einfach nicht macht? Oder weil das irgendwie unlauter ist? Du sagst selbst, dass es völlig ok ist, wenn man mit den Bloggern Geld verdient. Aber nur, wenn man als Blog weniger Ausgaben hat als ich? Auch die beständige Frage nach den Einnahmen finde ich irritierend. Weil die von Dir als zu hoch eingestuften Kosten eventuell doch ok sind, wenn ich damit richtig Reibach mache?

      Ich verstehe nicht. Sag mal!

  • Na Holla, hier geht’s aber ganz schön rund..
    warum denn diese Aufregung?
    Um gottes Willen inw elche rWelt lebenw ir eigentlich?
    Ich find’s gut, dass du das mal so offen gelegt hast.
    Ich glaube den meisten Menschen ist nicht bewussst, wie viel Zeit und Mühe so ein Blog mit sich bringt (und das sage ich obwohl mein Blog vergleichweise sehr klein ist und auch recht unprofessionell.. ich arbeite dran XD)
    Ich finde auch, dass sponsoring eine ganz tolle Möglichkeit für alle Beteiligten ist. Ich verteufle keinen Blogger der das Glück hat Kooperationspartner gefunden zu haben.. ganz im Gegentiel (ich bin sogar ein wenig neidisch).
    Wichtig ist nur, dass die Partner zueinander passen, dass ich das Gefühl habe hier wird nur für Dinge geworben die es auh wert sind, die zum Blogger passen.
    Also: warum so ein Aufstand *verständnislos*
    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

  • Ich finde deinen Beitrag wirklich super gut gelungen! :)
    Habe mir nun mal die Zeit genommen und mir die meisten der Kommentare hier durch gelesen. Ich finde es sehr schade, dass die meisten sich an deiner Rechnung – die sich auf deine PERSÖNLICHE Auflistung bezieht – aufhalten und somit das eigentiche Thema etwas aus den Augen verlieren. Es geht doch gar nicht um die Ausgaben die man eventuell durch den Blog hat, sondern darum, dass viele Leser – teilweise auch andere Blogger – einem übel nehmen, dass man gesponserte Artikel schreibt.
    Das finde ich übrigens sehr bedauerlich, da es einfach eine gewisse Wertschätzung zeigt und dem Autoren etwas zurück gibt, genauso wie jeder Klick, Kommentar und neuer Follower.

    Schade, dass es so viele Neider gibt! :(

  • Ich habe überhaupt nichts gegen gesponsorte Posts, kann aber dieses Gejammer, wieviel Zeit und Geld so ein Blog kostet, nicht wirklich ernst nehmen. Niemand zwingt dich, diesen Blog zu führen. Wenn du jede Minute, die du mit deinem Hobby verbringst, als Arbeitszeit ansiehst, die du im Prinzip am liebsten vergütet hättest, dann läuft irgendwas falsch. Auch wenn das mal wieder niemand hören will, aber manche Blogger nehmen sich heutzutage leider viel zu wichtig. Mal angenommen, du würdest von jedem Leser monatlich 1€ verlangen. Ich kann dir garantieren, dass du binnen kürzester Zeit mindestens 90% deiner Leser verlieren würdest und im Prinzip weißt du das selber auch ganz genau. Und das liegt nicht mal daran, dass die Leute geizig sind oder deine Arbeit nicht zu schätzen wissen, sondern daran, dass du bei dem Überangebot an Blogs im WWW einfach leicht austauschbar bist. Es gibt nämlich auch Blogger, die sind einfach nur mit dem Herzen dabei. Die bloggen, weil es Spaß macht und rechnen nichts auf. Wenn du dich sponsern lassen willst, dann mach das, respektiere aber auch, dass manch ein Leser diese Posts eben nicht ernst nehmen kann. Du wirst es nicht jedem recht machen können und wen jemand deshalb deinen Blog nicht mehr lesen will, dann ist das eben so. Mit so einer Kostenaufstellung als Rechtfertigung machst du dich nämlich eher lächerlich. Entweder du hast Spaß an der Sache und dir ist bewusst, dass bloggen ein teures und zeitintensives Hobby ist, oder du lässt es halt in Zukunft einfach bleiben…

    • „Niemand zwingt dich, diesen Blog zu führen.“
      >Nö. Trotzdem darf man doch sagen, was es kostet, oder?

      „Wenn du jede Minute, die du mit deinem Hobby verbringst, als Arbeitszeit ansiehst, die du im Prinzip am liebsten vergütet hättest, dann läuft irgendwas falsch.“
      > Nicht bei jedem ist der Blog nur Hobby. Bei manchen ist er auch Job. Ein Bänker, der in seiner Freizeit Angelkurse gibt, bekommt diese auch vergütet.

      „Mal angenommen, du würdest von jedem Leser monatlich 1€ verlangen. Ich kann dir garantieren, dass du binnen kürzester Zeit mindestens 90% deiner Leser verlieren würdest“
      > Aber NIEMAND verlangt von den Lesern Geld. Das ist doch der Punkt. Deswegen brauchen sich die Leser über Werbung auch gar nicht aufzuregen. Für sie bleibt doch alles umsonst!

      „manche Blogger nehmen sich heutzutage leider viel zu wichtig.“
      >Firmen nehmen Blogger zunehmend wichtiger – deswegen investieren sie ja auch in diese.

      Außerdem: Schade, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der man sich und das was man tut nicht wichtig nehmen darf. Wenn man sich selbst schon nicht für wichtig hält – wer tut es dann?

      In meinen Augen machst eher Du dich lächerlich mit diesem Kommentar ;)

  • liebe mel,
    auch von mir ein DANKE für den tollen beitrag. :) ich hatte mich schon oft gefragt, wie viel aufwand zeitlich und finanziell so in andere blogs fließen… WOW!!
    alles liebe, isabella

  • Wofür wollen Sie hier eigentlich Geld? Meine Frau ist bspw. im Besitz mehrer Kochbücher, und braucht dank fundierter Grundlagenkenntnis keine Schritt-für-Schritt Videos, falls Sie sowas machen (hab ihren Blog nicht überflogen).
    Nur weil meine Frau die meisten Mahlzeiten gut und unfallfrei hinkriegt, schick ich sie auch nicht gleich auf den Kochstrich um ihr garnicht mal so selten anzutreffendes Talent dazu zu nutzen die Unkosten für unser Leben (nichts anderes ist ihre komplette Kostenaufstellung) wieder reinzuholen. Schauen Sie doch mal selbst…für die Zutaten geben sie selbst nur 100 € in Worten HUNDERT aus….Haushaltsmaschinen von der Stuer absetzen würd ich auch gern….kicher
    Für exklusive Rezepte? Na gut…wenn sie was haben was andere gratis Rezeptseiten nicht haben, können Sie auf ein paar Cent Umsatz SPEKULIEREN…wobei meine Frau eigentlich kaum mehr als ein Bild und Namen eines Gerichts braucht um es zu „kopieren“. Also entweder im Bett neben Ihnen liegt schon jemand der Ihnen Ihr Hobby bereits bezahlt oder sie sollten sich schnell einen einträglichen Job suchen, bevor`s ganz bergab geht.
    Eröffnen Sie einen eigenen Fresstempel, wie jeder andere Mensch der meint er kann besonders gut kochen! Viele schaffen das sogar ganz ohne Talent!

  • Ich beglückwünsche Dich zu Deinem ehrlichen und mutigen Statement und gebe Dir in allem, was Du schreibst 100prozentig recht! Jeder Kommentar, der kleingeistig rummäkelt und Deine Berechnung um poppelige Cent-Beträge korrigiert bzw. von Dir mehr Selbstaufopferung/kostenlose Arbeit fordert, sagt mehr über die Realitätsferne des Kommentators aus als über Dich und Deinen Blog.
    Wer glaubt, dass heutzutage noch irgendjemand soviel Zeit, Geld und Muße hat, um aus schierer Langeweile und Menschenfreundlichkeit einen hoch professionellen und aktuellen Blog zu produzieren, der hat entweder selbst reiche Eltern/keine Sorge, wie er/sie die eigene Miete bezahlen soll oder er/sie lebt generell nicht zur Miete sondern in einem Wolkenkuckucksheim und bedarf mal dringend einer Dosis Realität, gewürzt mit ein paar Zahlen (auch wenn sie nur geschätzt sind).
    Ansonsten kann ich Deine Kosten-Auflistung eher bestätigen. Ergänzend möchte ich anmerken, dass jeder, der gesteigerten Wert darauf legt, absolut lupenreine „Hobby-Blogs“ zu lesen, das ja gerne tun kann (es gibt genügend schlecht gemachte, wenig aktuelle Blogs, die man bookmarken kann) – aber derjenige sei gleichzeitig gewarnt, denn nur weil jemand nicht kennzeichnet, dass er sponsored post veröffentlicht, heißt das noch lange nicht, dass er es auch tatsähclich nicht tut…
    Also: lass Dich von diesen Kritikastern nicht ärgern – manche Leute müssen einfach immer was zu meckern haben, sonst fühlen sie sich nicht gut.

  • Naja, mit über 14k Besuchern am Tag kommt auch mit Sicherheit wieder eine Menge rein. Also ist das gar nicht mal so viel was hier ausgegeben wird. Qualität hat halt seinen Preis und 1,4k im Monat ist bei 14k Besuchern ganz normal.

    Anscheinend laufen andere Blogs halt nicht so gut.

  • Diese Aufstellung ist so alt wie ich, mindestens, die hat bereits einen Bart. Und sie ist nach wie vor einfach nur daneben. Es gehört eben zu den Eigenheiten von kulturellen Tätigkeiten, dass sie nach Marktwert bezahlt werden. Niemand beginnt so etwas mit der Absicht, damit mal Geld zu verdienen. Kaum aber kriegt man Aufmerksamkeit, fühlt man sich plötzlich unterbezahlt, rechnet Stunden aus oder hoch und setzt einen fiktiven Stundenlohn ein oder schaut es von der anderen Seite an, die geht dann so: ich arbeite 20 Stunden pro Woche für einen Ertrag von x, das ergibt einen Stundenlohn von [irgendeine lächerliche Zahl]. Wenn der Spass dir den Aufwand nicht wert ist, hast Du vielleicht das Feuer verloren? Dein Blog schaut allerdings nicht so aus. Vielleicht solltest Du Verständnis dafür haben, dass Leser auf sponsorisierte Reportagen, Schönschreibereien also, allergisch reagieren und deine Arbeit andersweitig in Einnahmen ummünzen. Zum Teil machst Du das ja auch, sehe ich hier, mit Workshops etc. Mitten im Spiel die Regeln ändern kann nicht funktionieren. Die Liste ist natürlich ein Witz, da werden allgemeine Lebenshaltungskosten und Privatanteile dem Geschäft aufgebrummt, dass es in Echt eine Hinterziehung wäre.

    • Hotcha, mein Blog, meine Party. Und wenn nie einer versucht, die Regeln zu ändern, wird es in 5 Jahren immer noch die gleichen unwürdigen Grabenkämpfe geben. Also: Horrido!

  • Ist doch so falsch gar nicht, aber eben auch nicht ganz richtig.

    Einfach nur eine Kostenaufstellung, wenn man das Hobby professionalisieren will und dabei anfängt unternehmerisch zu rechnen, kommt das halt dabei raus. Manches halbgar, das andere sehr exakt und genau.

    Geld reinbekommen geht entweder über Paywall, Spenden, oder Reklame.

    Muss man nicht weiter ausbreiten.

    Die Ursachen für den Konflikt dürften zwischen dem liegen was bereits einige anmerkten, nämlich der Wandel vom bloggenden Kumpel mit Authentizität zum bezahlten abhängigen Reklamepropagandisten.
    Ich vermute das einige das unbewußt als Verrat wahr nehmen und deshalb bös darauf reagieren, nicht unbedingt wegen Neid sondern weil es Vertrauensverlust bedeutet.

    Man kann das Prinzip in der Nahrungsmittelindustrie sehen. Schreiben die ehrlich drauf was drin ist, kaufts keiner. Obwohl die meisten Zusatz und Hilfsstoffe völlig harmlos sind für die allermeisten Menschen und natürlichen Ursprungs. Clean-Labeling ist jedoch eine Idee, die die Lüge in den Mittelpunkt rückt, so tut als sei alles klar und in Ordnung. Diese Produkte werden dann wohl offensichtlich häufiger gekauft.

    Der Ehrliche ist doch schon immer der Nestbeschmutzer. Verstehen Sie? Nicht die Lügner, Betrüger sondern diejenigen, die den Betrug offensichtlich machen.

    Insofern: Ich kenne Ihren Blog jetzt nicht so, komme wegen der Diskussion über einen anderen Blog, trotzdem sage ich schlicht viel Spass Ihnen und noch viel Erfolg. Lernen Sie etwas aus diesem Konflikt und behalten Sie immer im Sinn: Der Konsument ist wie ein verzogenes Kind, das mault und zickt bis es seine Schokolade bekommt!

    MFG

  • Das war jetzt eine Trafficbombe wa :)
    Den Beitrag mit dem Kochstrich fand ich übrigens auch total amüsant… Da war jemand def. zu oft auf dem Strich und kann sein Blut nicht mehr ordentlich kontrollieren… zumindest kommt es nicht mehr in der Kommandozentrale an^^

    Ich stimme dir in deinen Punkten zu und, wenn es hart auf hart käme, könnte man es auch tatsächlich so berechnen. Natürlich wirkt es jetzt überzogen, vor allem für diejenigen, die Blogs als reines Hobby betrachten, nicht aber als etwas, was wirklich Geld bzw. Aufwandsentschädigung bringen kann…
    Ich finde es mutig, dass du ehrlich bist und deinen Lesern mitteilst, dass der Blog harte Arbeit für dich ist und es – um es zu verdeutlichen und greifbarer zu machen – mal in Zahlen ausgedrückt hast.
    Es ist schade, dass manche Menschen zu ignorant erscheinen, um Blogs die Relevanz zuzusprechen, die sie verdient haben…

    Liebe Grüße
    Yasmin

  • Auch meine laufenden Kosten sind pro Monat deutlich geringer. Ich gehöre aber zu denen, bei denen der DIY-Blog erstaunlicherweise inzwischen das Nähhobby komplett finanziert und nach einem ziemlich langen Anlauf auch die 200 Euronen Marke pro Monat übersprungen hat. Dazu gibt’s bei mir jeden Monat einen ausführlichen Transparenzbericht und ein Teil wird gespendet – der Januarbericht kommt erst Ende der Woche.

  • ui. Es kommt halt auf die Betrachtungsweise an. Eine Frage, erkennt das Finanzamt deine kompletten Kosten, also auch die für Lebensmittel, Küchengeräte, Kochzubehör, Requisiten, Deko etc. an?

    Ich Frage, weil ich eine unprojektierte Domain zum Thema Multiroom Lautsprechersysteme habe. Das wäre ja was…

    • Michael, die Kosten werden natürlich nur für die blogbezogenen Projekte anerkannt. Wie das für Lautsprechersysteme aussieht, wäre sehr interessant.

  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Das ist so typisch deutsch. Alles noch mal aufbröseln und die Message dahinter nicht verstehen. Lass dich nicht unterkriegen, ich bin jedenfalls froh, Deinen Blog gestern dadurch entdeckt zu haben. Schön hast Du es hier. Liebe Grüße!

  • Ich finde es mutig solche längst überfälligen Wahrheiten mal zu sagen und ich habe absolut kein Verständnis für diejenigen, die immer glauben, sie dürften umsonst Inhalte konsumieren und gleichzeitig von denjenigen, die diese bereitstellen erwarten, dass sie dies für lau tun.
    Und da die deutsche Gesetzgebung ja auch für Transparenz sorgt, sodass man es kennzeichnet, sollte dem ja auch Genüge geleistet sein.
    Mach weiter so … und lass dich von diesen (wie ich finde) „erpresserischen“ Abschiedsbriefen nicht irritieren. Letztlich lesen sie ja doch weiter deinen Blog und wollte nur mal dir reinreiben, dass sie das für unmoralisch halten. Und da wären wir wieder am Anfang, was ist unmoralischer, für seine Brötchen Geld verdienen zu müssen oder exzellente Inhalte umsonst lesen zu wollen und zu verlangen, dass die Autorin auch sonst kein Geld verdient ;-)))

  • Ich habe selbst 2 Blogs und kann Deinen Frust durchaus nachvollziehen. Viele Leute halten es für eine Selbstverständlichkeit, kostenlos mit Informationen versorgt zu werden und vergessen dabei gerne, dass man nicht nur Herzblut, sondern auch eine ganze Menge Geld hineinsteckt.

    Allerdings muss ich den kritischen Stimmen hier insofern zustimmen, dass Du mit der Auflistung von Kosten, die Du auch ohne den Blog hättest, Deinem Anliegen keinen großen Gefallen getan hast. Das kann schon den Eindruck erwecken, dass Du versuchst, die Kosten möglichst hoch aussehen zu lassen. Und dadurch wird der Blick vom Kern der Sache abgelenkt,.

  • Just my cents – ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht, und vor allem, das mache sich so darüber aufregen, das eine faire Kostenaufstellung offen gelegt wird. Viele Leser sehen nur einen fertigen Blogbeitrag, machen sich aber keinerlei Gedanken darüber, das im Vorfeld eine Menge Zeit an Recherche , Bildersuche und so weiter drauf gegangen ist. Wenn man sich dazu auch noch weiterbildet, damit der Blog ein voller Erfolg bleibt, sind es ebenfalls Ausgaben, die man durchaus mit angeben darf! Und selbst wenn Stromkosten und Co dazu kommt, ist es meines Erachtens immer noch kein Grund die Nase zu rümpfen. Es ist wie es ist – ein professionell betriebener Blog kostet Geld – Punkt. Bisher haben sich aber nur die wenigsten getraut auch mal offen darüber zu reden. Ehrlichkeit kann oftmals weh tun – das ist im realen Leben nicht anders.

  • Liebe Mel,

    wunderbarer Post! Du hast es genau auf den Punkt gebracht!!! ich bin zwar noch nicht sooo lang dabei, aber die Blog-Kosten sind schon nicht zu verachten, auch wenn meine um einiges geringer ausfallen.

    Liebe Grüße, Steffi ♥

  • Meine Hochachtung für deinen Sinn für Humor.
    Bei derartig unqualifiziertem Unsinn, wie er hier in einigen Kommentaren seine neue Heimat findet, noch gut gelaunt und freundlich zu antworten hat eine ganz eigene Qualität. Hut ab.
    Und sonst so:
    Deine Rechnung ist prima, lass dich bloß nicht irritieren.
    Dein Stundenlohn ist zu niedrig angesetzt.
    Die unzufriedenen Gastkommentatoren, die hier eine kostenlose Bühne geboten bekommen, sollten eigentlich eine Rechnung über den verbrauchten Webspace erhalten.
    Und ganz aufrichtigen, herzlichen Glückwunsch zum Finden von dauerhaften Unterstützern und Sponsoren, jeder einzelne ist aus meiner Sicht ein klares Kompliment.

    Ich habe deinen Blog nur überflogen, prima, weiter so. Schöne Grüße! C

    • Hallo Chris, danke für Dein Feedback. Der Stundenlohn war für das Rechenexempel auf den kleinsten gemeinsamen, gesetzlich garantierten Nenner gebracht. Um der Zeit mal einen Wert entgegen zu stellen. Liebe Grüße! Mel.

  • Ich finde es kurios, wenn manche Menschen ihre Zeit damit verbringen, anderen Leuten ihre Blogposts zerpflücken und kommentieren.
    So, als wüssten sie es selbst besser, als die Bloggerin.

    Vielleicht sind ein paar ihrer Kosten hoch angerechnet, vielleicht aber auch nicht. Wir kennen ihre Kosten nicht.
    Das mit dem Geschirr sehe ich so:
    Man kann natürlich die Ikea Tasse für ca. 0,99€ nehmen, aber macht eine verzierte, hochwertige Tasse nicht mehr her? Die kauft man dann tatsächlich hauptsächlich für den Blog, bzw. für die Tätigkeit.
    Würde ja auch keiner auf die Idee kommen, einen Plastikbecher zu nehmen. Obwohl der ja letztendlich auch seinen Zweck tut..

  • Liebe Mel,
    ich verstehe genau, was du mit deinem Post beabsichtigt hast:
    ein Bewusstsein dafür, wie (kosten)aufwändig das Bloggen ist.
    Ein klares Statement gegen diese „ich will alles umsonst und stelle dabei meine Forderungen“ – Denke, die ich vom Herzen verabscheue, ist sie doch ein Ausdruck des mangelnden Respekts und Wertschätzung der Leistung des Bloggers gegenüber.

    Genauso wenig angebracht ist die Reaktion einiger Kommentatoren, die deine Zahlen als zu hoch angesetzt sehen, WTF?!
    8,50€ Stundenlohn, echt jetzt?
    Du leistest die Arbeit eines Food-online-Magazins und arbeitest für den Mindestlohn einer Putzfrau (wobei ich keiner Putzfrau so wenig zahlen würde!).
    Ich weiß schon, wie es gemeint war, trotzdem: da ist NICHTS zu hoch angesetzt.

    Über das Thema „darf man mit seiner Leidenschaft Geld verdienen?“ brauchen wir uns nicht unterhalten (ich habe vor ca. 1 Jahr darüber etwas gebloggt: http://liebesbotschaft.blogspot.de/2014/01/dir-gehts-doch-nur-ums-geld-oder-was.html) – das steht außer Frage.

    Was ich sagen wollte: danke für deinen Mut, die Dinge beim Namen zu nennen, ich finde das ganz großartig und Hut ab!

    Von mir hast du jede Menge Unterstützung!
    (und ich kann auch welchen auf’s Maul hauen, wenn die dich ärgern, willste?)

    Joanna

  • Ich finde es sehr befremdlich, das jemand seine Leidenschaft (Ich gehe einfach mal davon aus, das richtige Blogger dies aus Leidenschaft tun) in Zeit und vor allem Geld hochrechnen. Armselig und unserer Branche nicht würdig…!

  • Sehr gut geschrieben und gerade die Nachtrage haben mich doch sehr unterhalten ;) Leider denke viele, so ein Blog lässt sich mal schnell in fünf Minuten qualitativ hochwertig füllen. Arbeit andere ist ohnehin nicht mehr schätzungswürdig in unserer Gesellschaft, glaube ich und so ist es nun einmal auch im Netz.
    Liebe Grüße
    Romy

    ***
    Freue mich immer über Besuch!

  • Hallo Mel,
    den Ärger über unfreundliche mails bezüglich Werbung kann ich verstehen. Das sollte jede Bloggerin selbst entscheiden können, wie sie damit umgeht und jede Leserin kann entscheiden, welche Blogs sie lesen möchte oder wegen zu viel Werbung / Fremdmeinung auch nicht.
    Befremdlich finde ich dagegen deine Aufstellung der angeblichen Fixkosten im Monat, die erscheinen mir dann doch weit weit hergeholt und ich als Leserin bekomme ein komisches Gefühl, das wäre ja dann fast schon Selbstaufopferung zugunsten der LeserInnen. Bei meinem Gehalt, das nicht schlecht ist, könnte ich mir zumindest Kosten dieser Höhe für ein Hobby nicht leisten. Einige der Kosten, die Du für den Blog aufrechnest würde ich unter „Privatvergnügen“ einordnen, bei anderen wundert es mich, dass diese in solch einem Umfang (z.B. Geschirr, Küchenutensilien, monatliche Fortbildung) monatlich anfallen sollen. Dies schmälert meiner Meinung die Aussage deines Posts, die ich grundsätzlich, ohne die genaue Rechnung, nachvollziehen kann.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andrea

  • Du versuchst diese Thematik zu analysieren, in dem Du Deinen Blog mit dem Deiner Freundin vergleichst. Warum gibt es hier eigentlich keinen Link dazu?

    Und da ich schon vor 15 Jahren selbständig war, werde ich mir über Deine Kostenrechnung nicht das „Maul zerreißen“; ich sehe dies pragmatisch.

    Wenn sich die jährlichen Fixkosten Deines Blogs auf € 706,85 belaufen und Du aber Einnahmen von z. B. 30.000 € hast, dann ist das völlig in Ordnung! Leider machst Du hier in deiner Rechnung keine Angaben. Aber, wenn man sich den Menüpunkt Presse in Deinem Blog genau durchliest, dann kann man davon ausgehen, dass Dein Blog erfolgreich ist und einen Gewinn erwirtschaftet. Übrigens ist laut der Angabe von Semrush gourmetguerilla.de im Internet unter 372 Suchbegriffen zu finden!

    Ich kann Dir nur gratulieren! Du hast etwas geschafft, was ich als Fitness-Blogger noch durch viel Arbeit und Kreativität erreichen möchte.

    Gruß aus München

  • Liebe Mel,

    da hast du in den letzten Tagen bestimmt viel lesen dürfen. Sowohl positives als auch negatives.

    Ich möchte dir an dieser Stelle einfach nur mitteilen, dass ich diesen Post von dir wirklich sehr mutig finde! Gerade wenn es um das Thema Geld geht, fühlen sich viele Menschen ja gleich auf den Schlips getreten.
    Ich persönlich finde es aber richtig toll, dass du mal aufgezeigt hast, was so ein Blog denn kosten kann (natürlich geht es auch günstiger oder teurer, aber so bekommt man dennoch wenigstens mal eine Vorstellung). Ich hatte – wie bestimmt der Großteil der Leser hier – keine genaue Vorstellung und ich fand es schon immer legitim, wenn Blogger mal mit Unternehmen kooperieren, solange sie dies deutlich kennzeichnen. Immerhin bin ich so schon auf viele tolle Produkte gestoßen, von denen ich andernfalls wohl nie erfahren hätte.

    Ich werde deinen Blog also auf jeden Fall gespannt und freudig weiterlesen. :D
    Ganz liebe Grüße aus Hiroshima, Japan (<-Auslandssemester)
    deine Saskia

  • Naja, leicht übertrieben ist die Auflistung meiner Meinung nach schon. Die meisten Ausgaben von dieser Liste hat jede_r andere auch ohne Blog. Ich hab mit der Betreuung des Blogs unseres Sportvereins auch einige Arbeit, aber mir macht das wahrscheinlich genauso Spaß, wie dir das Bloggen hier. Deswegen sehe ich das als Hobby und würde das nicht in Arbeitszeit umrechnen.

  • Was hier auch in vielen Kommentaren erwähnt wird ist der Ursprung der Blogs als Tagebuch oder ähnliches. ABER wenn ich gerne mehrmals die Woche neue Beiträge/Rezepte o.ä. lesen möchte INKL. Fotos usw. dann ist das keine „Tagebuch“-Lesen sondern für mich vom Informationsgehalt absolut gleich gesetzt einer Zeitung. Im besten Fall ist auch da die Berichterstattung ungekauft, auch wenn sie bezahlt wird. Dementsprechend verständlich dass so ein „Hobby“ finanziert werden will. Und andere Hobbys haben auch „Bezahlung“, in Form von Preisgeldern, gesponserter Kleidung und anderem.
    Gutes Beispiel hierfür sind Tänzer, Turner etc.

    Letzter kleiner Zusatz: in anderen Ländern ist diese Diskussion nicht vorhanden. Weder in Skandinavischen Modeblogs, noch auf dem amerikanischen Markt müssen sich die Blogger rechtfertigen. Das ist vielleicht auch die deutsche Mentalität die da durchschlägt!
    Ich finde deinen Blog toll !

  • Oha… wie negativ sich die Kommentare und auch der Blogbeitrag lesen. Ehrlich gesagt finde ich ihn in vielen Punkten äußerst larmoyanzgeprägt und anmaßend, teilweise gar absurd. Und die Rechnungen sprechen – ohne das jetzt böse zu meinen – für latenten Größenwahn. Mir scheint es ganz so, als müsstest du bei allen Produkten stets die Créme de la créme haben.

    Gehen wir mal ins Einzelne, ich kommentiere das mal ‚–> so‘.

    Serverhosting: 29,95 €

    –> Wie bitte? Was hast Du Dir da denn bitteschön für ein überdimensioniertes Webhostingpaket zugelegt? Ich zahle monatlich 2,69 Euro, und selbst wenn ich im Juni zu all-inkl wechsele, werde ich nicht mehr als 4,99 Euro monatlich bezahlen.

    Internetflatrate Home: 49,95 €

    –> Ganz davon abgesehen, dass Du die Flatrate wohl kaum ausschließlich für Dein Blog nutzt, frage ich mich hier auch, welchen völlig überdimensionierten Tarif Du hier gewählt hast. Herrje, ich zahle rund 15€ weniger, habe dafür 3 Telefonnummern und eine völlig ausreichende Leitung (6 Mbit down, 1 Mbit up, echte Flatrate ohne Volumenbegrenzung), mit der sogar mehrere hundert MB in nicht allzu langer Zeit hochgeladen sind. Lädst du 90-Minütige Full-HD-Videos hoch? Hast Du eine Telefonschaltzentrale zu Hause? Warum zahlt man 50 Euro für eine Komplettflat?

    Internetflatrate Mobil: 49,95 €

    –> Wenn ich etwas unterwegs schreibe, muss ich das nicht gleich hochladen. Dann geh ich zu Hause ins WLAN und mache das dann. Ich habe KEINE mobile Internetflat, sondern einen 9-Cent-Tarif. Ich zahle pro SMS oder Anrufminute 9 Cent, telefoniere mobil äußerst selten, schreibe selten SMS, sondern erledige meine Telefonate zu Hause und lade meine Beiträge ausschließlich zu Hause hoch. Wenn ich mal wirklich online gehen möchte, nutze ich eine DayFlat, die kostet mich 99 Cent. Brauche ich monatlich selten öfter als 3-4 Mal. Kosten für mobiles Internet und SMS/Anrufe: Selten mehr als 5 Euro.

    Computer: 55,– €

    Ist das ein High-End-Gaming-PC? Du willst mir doch nicht erzählen, dass du monatlich 660 Euro nur für einen PC ausgibst und den auch nur –> ausschließlich fürs Bloggen nutzt? Ein normaler PC mit 2×2.6 GHz mit ausreichend Speicher und einer für Grafikbearbeitung ausreichenden Grafikkarte kostet neu um die 300 Euro. Es muss nicht der neueste sein. Ich nutze momentan sogar einen geschenkten PC, der schwächer als eben genannt ist – die Grafikkarte habe ich aus dem alten in diesen hier eingebaut. Funktioniert super, Bildbearbeitung geht einwandfrei. Der alte PC hat inklusive Grafikkarte und Extra RAM und weiterem Zubehör 350€ gekostet und hat vier Jahre gehalten. Sind rund 7,30€ pro Monat.

    Software für Bildbearbeitung: 19,– €

    –> Muss es Photoshop sein? Es gibt zahlreiche günstige oder gar kostenlose Alternativen (GIMP zur Bearbeitung, ebenso Paint.NET [nein, nicht das Windows Paint] und und und) – und selbst wenn es Photoshop sein muss: Muss es die aktuellste Version sein? 240€ jährlich für ein Bildbearbeitungsprogramm? Ich bitte Dich…

    Kamera, Objektive, Stative, Zubehör: 83,– €

    –> Kaufst Du Dir das alle paar Monate neu? Oder kaufst Du nur das Beste vom Allerallerbesten? Vergoldete Knöpfe und Stativfüße? Erklär mir das mal. Wenn man eine gute Kamera, gute Objektive und ein gutes Stativ hat, hat man doch alles!

    Speicherkarten: 5,– €

    –> Ähm.. ist Dir die Löschfunktion unbekannt? Ziehst du keine Backups? Oder sind dir Cloudspeicher unbekannt? Warum um alles in der Welt muss man monatlich 5 Euro für Speicherkarten ausgeben?

    Festplatten: 5,– €

    –> Das ist für mich auch komplett nicht nachvollziehbar. Was sind das für Datenmengen, dass Du so viele Festplatten benötigst? sind die Bilder im 8k-Format mit 666 Bit Farbtiefe? Archivierst Du Full-HD-Blogvideos mit Audiospuren in 78 Sprachen? Und noch mal: Reiner Arbeits-PC?

    Lebensmittel für Rezepte und Posts: 100,– €

    –> Du isst das dann doch auch. Oder lässt es verspeisen. Oder wirfst Du das weg (dann hast du wohl echt zu viel Geld..)? Lebensmittel kaufst Du doch so oder so, da Du ja etwas essen musst. Wie anmaßend ist es denn dann bitte, den Leuten aufs Brot zu schmieren, dass Du das Geld für das Blog ausgibst?

    Küchengeräte, Kochzubehör: 50,– €

    –> Monatlich… ernsthaft jetzt? Du erzählst uns, dass du 600€ im Jahr für Küchengeräte und Zubehör ausgibst? Sind die Messer diamantenbesetzt? Sagen wir’s so: Meine Frau hat den guten Kram, KitchenAid, WMF, Bosch, Philips, Tupperware etc. etc. – die kauft das einmal und hat das jahrelang, es wird täglich mehrmals eingesetzt (wir bereiten unsere Speisen zu 99 Prozent ohne Tüten und Fertigkram zu), die Geräte sind teilweise über zehn Jahre alt und erledigen noch immer ihren Dienst. Probierst Du jede neue High-End-Maschine aus? Wie rechnet sich das? Ich kapier’s nicht.

    Props, Requisiten, Deko, Geschirr: 100,– €

    —> …also 1200 Euro pro Jahr? Warum? Weil ein Teller oder eine Sauciere schon mal in einem Blogbeitrag zu sehen war und Abwechslung her muss? Noch mal gefragt: Größenwahn?

    Fortbildung Technik und Recht (Bücher, Workshops, externe Beratung): 60,– €
    Steuerberater: 60,– €

    –> Okay, dass du bei der Monetarisierung deines Blogs evtl. auch einen Steuerberater brauchst, kann ich vielleicht nachvollziehen, muss ich aber nicht.
    Was die Workshops und Fortbildungen betrifft: Fast alles kann man sich auch selbst beibringen. Das Internet ist ein unerschöpflicher Quell des Wissens, zu fast allem gibt es auch eine Step-by-step-Anleitung. Und selbst wenn du dich mit Büchern und Workshops etc. fortbildest: Das ist doch nicht permanent der Fall, oder? Oder willst Du Deinen Lesern erzählen, dass du von Workshop zu Workshop, von Fortbildung zu Fortbildung springst? Von den Büchern will ich mal gar nicht weiter reden… zumal Fachbücher wirklich sauteuer sind…

    Bustickets, Fahrtkosten: 40,–€

    –> Finde ich anmaßend. Und: Wenn Bloggen Dein Beruf ist, dann könntest Du das doch auch absetzen, oder? Sagen wir’s mal so: Wenn ich im Nachbarort eine Arbeitsstelle hätte, müsste ich 84€ pro Monat für eine Monatskarte bezahlen. In der Stadt Kassel wären es gar deutlich über 100 Euro. Zum Glück arbeite ich hier im Ort. Doch meine Frau muss 5 Tage die Woche mit dem Auto zur Arbeit. Da gehen inklusive Autoversicherung und Spritkosten schon einige Euro im dreistelligen Bereich drauf.

    Okay, dann mal die Fixkosten für mein Blog:
    2,69€ Webhosting
    5€ Porto (Verlosungen, versehentlich von Verlagen an mich gesendete Rezensionsexemplare), mal gar keins, mal doppelt so viel.
    0€ Internetflat (weil ich die so oder so brauche)
    Außerdem ein einmalig gekauftes, zeitbedingt noch nicht online geschaltetes WordPress-Theme für 58 US-Dollar.

    Aber die Arbeitszeitkalkulation ist auch abenteuerlich:

    (Zur Erläuterung: Ich betreibe ein Buch-/Filmblog mit 16 Mitschreibern, organisiere Rezensionsexemplarbestellungen und generell pflege ich täglich Kontakte zu Labels und Verlagen, halte die Seite in Stand und nehme die Schlusskorrektur sämtlicher Beiträge sowie das Schlusslayout selbst vor und versende anschließend auch die Beleglinks an Verlage und Labels. Außerdem übe ich einen Teilzeitjob aus, in dem ich popelige 8,50€ Stundenlohn verdiene…)

    Blogposts (8 Posts á 5 Stunden inkl. Recherche, Rezeptplanung, Einkauf Lebensmittel, Kochen, Styling Food und Props, Fotografie, Bildbearbeitung, Text und Rezept schreiben, Fotos hochladen, Korrekturlesen; 40 Stunden): 340,– €

    –> Ich brauche je nach Rezension 2 Stunden, an manchen feile ich ein Vielfaches der Zeit. Inklusive Recherche, nochmal nachblättern etc.) und verbringe generell neben meinem Dayjob Stunden damit, die Seite aktuell zu halten.

    Moderation von Kommentaren und Spam im Blog (3 Stunden): 25,50,– €

    –> Also bitte… als wäre das so ein Knochenjob… O.o

    Pflege der Social Media Kanäle (15 Stunden): 127,50 €

    –> Oh, das ist bei mir bestimmt mehr (G+, Twitter und Facebook, bei FB unter anderem Posten in zahlreichen Gruppen). Viel Kommunikation, um auf die Seite aufmerksam zu machen. Gehört halt dazu, und je strukturierter man vorgeht, desto schneller kommt man voran.

    Archivierung und Ablage von Inhalten und Bildern (3 Stunden): 25,50,– €

    –> okay… vielleicht nachvollziehbar.

    Wartung CMS, BackUps, Updates Software und Plugins (3 Stunden): 25,50 €

    –> Backups kann man automatisch anlegen. Mit deinem gigantischen Webpaket, das du offensichtlich hast, müssten doch CronJobs möglich sein??? Updates kann man automatisieren, und Pluginaktualisierungen in WordPress brauchen vielleicht insgesamt 1 Minute?

    Beantwortung von E-Mails, allgemeinen Anfragen, spezifischen Fragen zu Rezepten und Bloggen sowie Kooperationsangeboten (8 Stunden): 68,– €

    –> Jetzt muss ich lachen. 8 Stunden im Monat für Kommunikation, das wäre ein Traum. Bei mir ist es täglich mindestens eine Stunde. Meistens deutlich mehr.

    Fortbildung Technik und Recht (2 Stunden): 17,– €

    –> 2 Stunden im Monat, das ist doch völlig okay. Aber kollidiert das nicht mit der Kalkulation oben?

    Vorbereitende Buchhaltung, Korrespondenz mit Steuerberater und Finanzamt (2,5 Stunden): 21,25 €

    –> okay, kann ich auch halbwegs nachvollziehen. Besser, als wenn man sich selbst verzettelt und die dicke Rechnung anschließend kommt.

    Abholung von unerbetenen Warensendungen von der Post oder den Nachbarn (2 Stunden): 17,– €

    –> Bei uns prangt am Briefkasten und an der Klingel ein Hinweis, dass Postpakete (oder übergroße Umschläge, Stichwort Diebstahl…) ausschließlich bei Nichtanwesenheit in die Filiale gebracht werden soll (die ich dann nach der Arbeit aufsuche) und definitiv nicht bei Nachbarn abgegeben werden sollen. Klappt wunderbar. So wie du tust, klingt das nach dem reinsten Drama. Man sollte halt im Vorhinein organisieren.

    Sorry, just my much more than 2 cents…

    • Hallo Chris, danke für die sehr ausführlichen Schilderung Deiner Auffassung von effizienter Nutzung von Ressourcen und optimaler Organisation durch Dich und Deine Frau. Es freut mich zu hören, dass Ihr ein Auto habt. Und Du hast Dir ja echt eine Menge Arbeit mit der ganzen Aufstellung gemacht. Viele Grüße, Mel.

    • Tja, schade, dass dann so eine schnippische, herablassende Antwort kommt. Nun ja, wer sich so wenig Gedanken über das Einsparen von Geld macht, sollte sich dann eigentlich nicht gerade beschweren und sich schon gar nicht anmaßen, den Lesern eine solche Kostenaufstellung unter die Nase zu reiben – denn dann scheint das Geld ja ohne weiteres da zu sein. Warum dann also diese unterschwellig negative Nabelschau? Sind all die, die nur wenig Geld investieren und auf Werbeeinahmen verzichten, unprofessionell? Ich verstehe den Sinn des Ganzen nicht und lese deinen Post immer wieder, ebenso manche Kommentare. Und deine Erwiderungen. Mit befremdlichen Gefühlen.

      Du wirst es schon richtig machen, irgendwie. Ich hab meinen Spaß, trotz Null Verdiensten an meinem Blog, trotz gelegentlichen Drauflegern. Vielleicht bin ich ja auch nur ein idealistisches Doofchen mit Sparfuchsmentalität.

    • Chris, Du hast Dir sehr viel Zeit genommen, um meine Ausgaben detailliert auseinanderzuflücken und mit denjenigen von Dir und Deiner Frau zu vergleichen. Gleich am Anfang nennst Du den Blogpost negativ und absurd, mich anmaßend und größenwahnsinnig – mit der Anmerkung, das nicht böse zu meinen. Ich bin nicht sicher, welche Reaktion Du da erwartet hattest. Aber ich war eigentlich davon ausgegangen, dass die Sache sarkastisch-unterhaltsam gemeint sein muss. Denn alles andere wäre ja ein ziemlich saftige Entgleisung.

  • Bei vielen Kommentatoren hier kann man meinen, wäre deren Opa ein Kamel gewesen, würden sie sich jetzt auch als Experte für Wüstensafaris berufen fühlen. „Universalgelehrten“ und wehleidige Würstchen die ein infantiles Verhalten an den Tag legen, bei dem es sich um eine Mischung aus Überrascht- und Empörtsein handelt und rational absolut nicht zu erklären ist. Vox populi in seiner reinsten Form. Besserwisser, Querulanten und Gutmenschen… drei Problemfälle des 21. Jahrhunderts. Aber wie schrieb einst Robert Musil: „Die Welt stünde still… würden wir uns nicht alle gelegentlich in Dinge einmischen, von denen wir nicht genug verstehen !“. Vielleicht liegt es aber auch nur am typisch deutschen „Neididealismus“…

    PS: Das Logo der Deutschen Bank bei den Berliner Philharmoniker z.B. empfinde ich auch nicht gerade prickelnd, aber Brahms spielen die Damen und Herren dort trotzdem nicht anders.

  • Liebe Mel, ich habe zu danken!
    Zum einen für die Inspiration, für die Verlinkung und vor allem für den Beweis, dass auch Blogger in der Lage sind kontrovers ein Thema zu diskutieren. Und dass auch ohne Titten und Katzen Aufmerksamkeit zu erregen ist.
    Zum Thema hier kann ich nix sagen, hab halt keine Ahnung, wobei das auch auf viele andere zuzutreffen scheint :D

    Viel Spaß noch!

    • „Zum Thema hier kann ich nix sagen, hab halt keine Ahnung, wobei das auch auf viele andere zuzutreffen scheint :D“

      >>> Hm, warum gelingt es dann einigen Bloggern trotz aufwändiger Inhalte und eventueller Anschaffungen für ihr Blog, die Kosten deutlich niedriger zu halten?

    • Chris, weil die Blogosphäre vielfältig und unterschiedlich ist. Die einen sagen so, die anderen so.

  • Hallo Mel,
    Ich bin über einen Link zu deinem Blog gekommen und bin gerade dabei mir einen professionellen Blog aufzubauen. Vielen Dank für deinen ehrlichen und aufschlussreichen Post, der mir persönlich in meiner Planung weiterhilft. Und meinen Respekt: ich habe nicht alle Kommentare und Antworten gelesen, aber ich bewundere deine wertschätzende und respektvolle Art mit allem, was auch dich einstürmte umzugehen. Ich werde deinen Blog nun auf jeden Fall weiterverfolgen. LG Claudia

  • Hallo Mel,

    ja, Blogger dürfen Geld verdienen!
    Viel, wenn sie davon leben wollen oder müssen. Weniger, wenn sie die Kosten, die rund um ihr Hobby anfallen, reduzieren möchten. Völlig in Ordnung.

    Die Blogbeiträge und Kommentare, die deinen Beitrag aufgreifen, drehen sich überwiegend um “Was kostet ein Blog?” oder “Warum muss ich mich fürs Geldverdienen rechtfertigen”. Ein mir wichtiger Punkt wird m.E. nicht diskutiert.

    Ein Teil der Blogger geht Kooperationen ein. Nicht unbedingt mit dem Ziel, zuallererst Geld zu verdienen, sondern weil sie dadurch an neue Themen für ihren Blog kommen oder Neues und Spannendes erleben. Sicher erhalten einige von ihnen ab und an ähnliche Mails wie deine Blogger-Freundin.

    Nimm es mir aber bitte nicht übel, wenn ich hoffe, dass nicht alle diese Blogger deine Meinung teilen, ein Leser (der dir Reichweite bringt und dir damit erst ermöglicht, interessante Kooperationen einzugehen), der einen Blog nicht mehr liest, sei „mehr oder weniger selbstgerecht“. Ein Leser, der einen Blog nicht mehr lesen will und dies auch noch begründet. Wow! So auf einen verlorenen Leser zu reagieren …

    Der Leser „kündigt die Freundschaft auf“, da für ihn bei Sponsered Posts die Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt. Kann ich diese Meinung mit einer Kostenaufstellung (die, ohne jede einzelne Position zu diskutieren, sicher grundsätzlich richtig ist) ändern? Da habe ich meine Zweifel.
    Wo bleiben die Argumente (oder das Handeln), die den Leser überzeugen, dass der Blogger es weiterhin ehrlich meint und auch trotz Sponsered Posts glaubwürdig bleibt? Sollte der Blogger Interesse haben, diesen einen Leser zu halten, sucht er die Diskussion mit ihm. Wenn nicht, auch gut. Will er die Diskussion nicht (aus)halten, sollte er aber bitte die Meinung des Lesers zumindest akzeptieren.

    Viele Grüße

    • Hallo Rüdiger, wenn ein interessierter Blogleser nicht von allein das Gefühl hat, dass der Blogger es (auch mit Sponsored Posts) weiterhin ehrlich meint, hilft meiner Meinung nach ein keine Diskussion oder Argumente. Dann ist es ja auch total ok, wenn jemand beschliesst, dem Blog nicht mehr zu folgen. Es ging mir eher um die hin und wieder auftauchende Haltung, dass man als Leser ganz automatisch Anspruch auf Inhalte hat, die ausschließlich umsonst oder ohne Kompensation dargeboten werden. Gerade bei größer werdenden Blogs können die Kosten belastend werden. Mir war es wichtig, einfach mal die Perspektive hinter den Blog zu vermitteln (wie unterschiedlich hoch die Ausgaben da auch ausfallen mögen) und die Parallele zu anderen Bereichen des Lebens zu ziehen, bei denen ebenfalls mit Sponsoren gearbeitet wird, ohne sofort unglaubwürdig und „gekauft” zu erscheinen. Das ist für Dich als Plattform-Betreiber für Kooperationen ja bestimmt auch ein relevantes Thema. Viele Grüße, Mel.

  • Hallo Mel,

    bei den vielen Kommentaren fällt mir eigentlich nur ein
    „bad news are good news“
    Ich möchte Dich beglückwünschen, dass Du bei den vielfältigen Äußerungen in allen Schattierungen die Emotionalität hinterlässt, am Ball geblieben bist!
    Die „Welle“ ist bis zu mir geschwappt und hat mich auf Dich aufmerksam gemacht. UND getreu Deines Themas hier in Deinem Block macht’s mit Appetit nach mehr.
    Glückwunsch und weiter so!
    Schöne Grüße aus dem Breisgau
    Jörg

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