Flammkuchen mit Persimon, Bresaola und Rucola – Promotion

Flammkuchen mit Persimon, Bresaola und Rucola | GourmetGuerilla.de

„Persi-WAS?”, fragt der Mann und beäugt misstrauisch seinen Teller. Eigentlich sieht das ja ziemlich gut aus, was ich ihm da gerade in die Hand gedrückt habe. Und es riecht appetitlich frisch gebacken. Aber seine Ist-da-etwa-mal-wieder-was-Seltsames-im-Essen-Adleraugen haben natürlich gleich die gelben dünnen Scheiben mit dem Sonnenmuster ins Visier genommen.

„Ist das was aus dem Meer?” Der Mann hat Befürchtungen. „Nö, das ist Obst. Und es heißt Persimon”, lasse ich ihn wissen. „Noch die gehört.” Der Mann schnüffelt am Teller und beisst dann todesmutig ein Stückchen ab. Ich muss grinsen. „Hm! Das ist gut.” Ein größeres Stückchen verschwindet. „Erstaunlich! Hätte ich nicht gedacht. Es ist subtil – aber sehr interessant. Wie heißt das Dings jetzt noch mal genau?”

„Persimon. Das ist eine Kaki mit geschützter Ursprungsbezeichnung”. Ich gebe ein bißchen mit meinem gerade draufgeschafften Wissen an: „Die kommt aus Spanien und wird schon seit dem 18. Jahrhundert in einem Flusstal in der Nähe von Valencia angebaut.” „Ach, ne Kaki”, entspannt sich der Mann. „Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt eine gegessen habe …” Der letzte Haps Flammkuchen verschwindet in seinem Mund. „Aber warum hat die Kaki diesen bek … ähh … bemerkenswerten Namen? Das kennt doch kein Mensch.” Ich muss schon wieder grinsen. Dann erzähle ich dem Mann, dass die Bauern in Valencia einen Kontrollrat gebildet und ihre Kakis als Marke angemeldet haben. Die Persimon aus Valencia ist eine besonders dünnschalige und kernlose Kaki und kann einfach roh wie ein Apfel gegessen werden. Anbau, Herkunft und Reife werden vom Kontrollrat ständig überwacht, um gleichbleibend hohe Qualität, Aussehen und Geschmack zu garantieren.

„Jau, der Geschmack ist gut”, freut sich der Mann. „Irgendwas Saftiges zwischen Pfirsich und Mango … aber nicht so parfümiert. Haste noch was?” Der Teller wird mit entgegen gestreckt. Sieht so aus, als hätte die Persimon einen neuen Fan. Ich verschwinde ich der Küche angele den nächsten Flammkuchen aus dem Ofen und fange an, die orangegelbe Frucht in feine Scheiben zu schneiden.

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Hier kommt das Rezept für Flammkuchen mit Persimon, Bresaola und Rucola

Zutaten für 2 Personen:

220 g Mehl + etwas mehr
1 Eigelb
2 EL Öl + etwas mehr
1 nicht zu kleine Prise Salz
100 ml Wasser
1 Becher Schwand
1 Knoblauchzehe, gepresst
4 Frühlingszwiebeln
1 Persimon (Kaki mit dünner Schale und festem Fruchtfleisch)
80 g Bresaola (italienischer Rinderschinken)
1 Handvoll Rauke
Salz & frisch gemahlener Pfeffer

Und so geht´s:

Das Mehl in eine Schüssel geben und mit Eigelb, Öl, Wasser und Salz in 2 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig dünn mit Öl benetzen und 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Schmand mit dem Knoblauch glattrühren und durchziehen lassen.

Den Ofen auf 240 C° vorheizen.

Den Teig in zwei Hälften teilen. Die Arbeitsplatte mit etwas Mehl bestäuben und zwei sehr dünne Fladen ausrollen. Die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem Knoblauch-Schmand bestreichen. Das Weiße und Hellgrüne der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und auf dem Schwand verteilen. Im Ofen ca. 7 Minuten backen (oder bis der Teig am Rand knusprig braun ist).

Die Persimone in feine Scheiben schneiden. Das Grün der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

Die Flammkuchen aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen. Mit Persimone und Bresaola belegen. Mit Frühlingszwiebeln und Rucola garnieren und zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen.

Warm servieren.

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