Der 4-Stunden Körper/ The 4-hour body

Hiermit sei es offiziell bekannt gegeben:

Der Mann und ich möchten auch fitter, gesünder und attraktiver sein. Und das mit minimalem Aufwand.
Und daher haben wir unsere Ernährung seit der letzten Woche den Vorstellungen des Herrn Timothy Ferriss angepasst (Buchtitel siehe links).

Fallen wir da gerade auf einen groß angelegten Schwindel herein? Werden wir in einigen Wochen frustriert und vom JoJo-Effekt gebeutelt auf der Couch sitzen und einfache Kohlenhydrate in rauhen Mengen verschlingen?

Klar ist erst einmal, dass der Timothy recht erfolgreich mit seinen Ratgebern ist. Zumindest landet er jedes Mal auf einem der ganz vorderen Plätzen der Times Bestsellerliste.
Und er scheint das alles auch grundsätzlich an sich selbst auszuprobieren  – der Freak, der.
Amazon lieferte uns kürzlich „The 4-hour body“ ins Haus und der Mann trug mir so schmackige Passagen in amerikanischem Stil vor, dass wir beide Tränen lachen mussten. Das ist wirklich etwas stark für den europäischen Geschmack. Allein: der Inhalt zählt.

Aber worum geht es eigentlich bei dem ganzen Zauber? The 4-hour body liefert u.a. den Schlüssel zu (na wir ahnen es schon wieder) einfachem und schnellem Gewichtsverlusst. Was muss man dafür tun? Man verzichtet auf einfache Kohlenhydrate und Milchprodukte.
Dafür gibt es Gemüse, Salate und Hülsenfrüchte soviel das Herz begehrt. Und das ist es dann auch schon fast.
Hinzu kommen nur noch ein paar spezielle Zauberregeln, ohne die das ganze ja auch schon fast wieder zu lapidar wäre:
Spätestens eine Stunde nach dem Aufstehen mindesten 30 g Proteine zu sich nehmen
Vier mal am Tag essen (nicht zu kleine Portionen)
Einmal in der Woche gibt es einen Tag, an dem Kohlenhydrate und der übliche Junk gegessen werden dürfen (ja auch Spaghetti und Snickers!).

Das ganze kann dann noch von einer kleinen Zusammenstellung von 4 Nahrungs-ergänzungsmitteln begleitet werden. Das haben wir aber erstmal ignoriert.

Herr Ferriss kocht nicht gern und daher hat er seinem Werke weder eine Liste mit „erlaubten“ Nahrungsmitteln noch Rezepte beigefügt. Er öffnet halt gern Dosen und stellt sich so seine Gerichte zusammen.
Dass es mich da gehörig grauselt, kann sich bestimmt jeder leicht vorstellen. Daher werde ich ab jetzt meine eigenen Rezepte entwickeln. HURRA! Endlich mal wieder ein Anlass, richtig kreativ zu werden. Daher muss die Molekularküche zunächst noch ein bißchen warten –  ich habe einen Auftrag: Slow-Carb.

Und hier kommt die Zusammenfassung der gefühlten Veränderungen nach einer Woche ohne Zucker, Mehl, Kartoffeln, Pasta, Reis (seufz), Schokolade, Saft, Milch, Joghurt, Quark, Marmelade, Ahornsirup usw.:

– Wir haben besser geschlafen und ich bin oft vor dem Wecker aufgewacht.
– Wir haben uns dynamischer und vitaler gefühlt.
– Ich hatte überraschend gute Laune.
– Ich hatte keinen Heißhunger zwischen den Mahlzeiten und war lange satt.
– Wenn der Hunger dann kam, musste aber auch was zu Essen her: Bauchknurren (also richtig spürbarer Hunger) und großes Verlangen nach Nahrung.

Alles in allem eigentlich positive Veränderungen. Natürlich muss man sich erst daran gewöhnen, morgens auf das geliebte Käsebrot zu verzichten. Und der üppig geschäumte Milchkaffe in der Agentur fehlt mir doch sehr. Morgens gibt es jetzt Eier oder einen Proteinshake (der wird im Mr. Magic übrigens wirklich richtig gut!) und der Kaffee wird mit Sojamilch angereichert.

Und das mit dem Gewicht wird bestimmt auch noch kommen (bzw. gehen).
Ich werde berichten.

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