{Digital} Die Tricks der Food-Stylisten. Richtiges Essen – aber nicht richtig.

Eigentlich wissen wir ja, dass Essen, das uns in der freien Wildbahn draußen so begegnet, meistens ziemlich gehübscht wurde. Abbildungen auf Produktverpackungen und Speisekarten haben meist so gar nichts mit dem gemein, was wir dann in der Packung und auf dem Teller finden. Aber auch ansonsten wird für Fotos eine ganze Menge geschummelt, um den perfekten Look für das Essen zu kreieren: Der Cappuccino auf der prunkvoll gedeckten Kaffeetafel besteht aus Motoröl und Rasierschaum. Das knusprig aussehende Hähnchen ist innen eigentlich roh, wurde aber außen mit brauner Farbe und einem Bunsenbrenner behandelt. Und die Pralinen unter der schwungvoll geöffneten silbernen Cloche sind garantiert Modelle aus Plastik.

Für alle, die regelmäßig ein bisschen verzweifeln, weil ihre liebevoll und mühevoll zubereiteten Speisen so gar nicht wie auf Pinterest und Co. aussehen wollen: In diesen drei kleinen Filmchen zeigt uns Minhky Le, warum wir das vielleicht auch gar nicht so stylomat wollen und lieber bei unserem ehrlichen Essen bleiben.

 

PS: In diesem Blog ist alles echt ;-).

11 Comments

  • Spannende Videos! Wobei ich sagen muss, dass ich schon bei mehreren Fotoproduktionen für Food-Magazine dabei war und da wird dann auch ab und an mal mit einer Pinzette angerichtet, aber kein Motoröl/Rasierschaum o.ä. verwendet und hinterher alles fröhlich verspeist :) Zum Glück gehts auch so!
    Liebe Grüße,
    Janina

    • Hallo Janina, das stimmt! Vor allem in Magazinen geht der Trend sehr stark zur natürlich Darstellung – der geneigte Leser soll beim Nachkochen ja auch ein Erfolgserlebnis haben. In der Werbefotografie und bei manchen Kochbüchern allerdings greift man ganz gern weiterhin zu Tricks, Fakes & Co. Liebe Grüße, Mel.

  • Haha, ich musste sehr lachen bei dem Burger Video! So ist es, so mache ich es auch.

    Und natürlich hast du vollkommen Recht, in Kochbüchern und Zeitschriften wird echt gekocht und auch gegessen und ich finde diese Art des Stylings auch wunderschön. Aber beim Burger frage ich mich schon, ob der Kunde wirklich lieber den „echten“ matschigen Burger auf der Kinoleinwand sehen würde (wie ja oft behauptet wird), oder ob das Künstliche hier nicht wirklich gerechtfertigt ist.

    Danke jedenfalls für’s Zeigen der Videos, werde ich direkt teilen :)

    Liebe Grüße,
    Denise

  • Gnihihi!
    Danke für den Lacher! ;) Aber da bleib ich doch wirklich lieber bei meinem echt-echten Essen und den unmanipulierten Fotos. Schmeckt auch besser :)
    Furchtbar, was die (Lebensmittel-)Industrie uns alles vorgaukelt… 
    Liebe Grüße,
    Ylva

  • Unabhängig von aller möglichen Kosmetik finde ich dennoch, dass die Tendenz, die Farben der Fotos ins Künstliche zu drehen dank Technik zunimmt – selbst wenn man sonst nicht türkt… Irgendwie ein wenig wie Geschmacksverstärker – ohne wirkts schnell fad…. weil man sich dran gewöhnt hat.

  • Da läuft einem ja (erst einmal) ganz schön das Wasser im Mund zusammen und dann ist es noch nicht mal echt. Ich weiß noch, als mir meine Mutter damals erzählte, dass die Schokolade in der Fernsehwerbung, die gerade so lecker über einen Schokoriegel läuft, Motoröl ist. Da brach für mich als Kind eine Welt zusammen:-( Und jetzt noch mehr solcher fiesen Tricks, bäh!! Da macht ja das Essen bald keinen Spaß mehr:-(

    • Hallo Abby, glücklicherweise geht der Trend ja zum naturbelassenem Styling ;-) Wir lassen uns den Appetit also nicht verderben. Liebe Grüße, Mel.

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