Kurztrip Millstätter See – Teil 1: Von tiefen Seen, wilden Kuhjagden und Sauerstoffmasken, die nicht von der Decke fallen wollen.

Millstätter See Buchtenwandern | GourmetGuerilla.de

Der See ist so ruhig. Ich sitze in einem kleinen Holzboot und versuche meine vom Rechner kalibrierten Augen auf unendlich einzustellen. Schwierig. Das dunkle Wasser, die fernen Berge, die grüne Ufer und diese fantastischen Wolkenformationen, die die Hänge hinabschwimmen – das alles wirkt ungemein surreal auf mich. So erstaunlich echt und beeindruckend, dass es eben schon wieder unecht wirkt. Als sei ich mal eben – plumps! – durch ein kleines Zeitloch in eine andere Welt gefallen. Oder in ein Gemälde.

Das Wasser plätschert leise als meine Bootskumpanin die Ruder bewegt und das Boot lautlos ein Stückchen weiter durch das dunkle Wasser gleitet. Nur drei kleine andere Boote dümpeln in unserer Nähe, ansonsten ist keine Menschenseele weit und breit zu sehen. Bis ins Unendliche. Irgendwann reißen die morgendlichen Wolken auf und der blaue Himmel blitzt über den Bergen auf und spiegelt sich im See. Der wandelt sich augenblicklich von einem dunklen und magisch erscheinenden Ort in ein Urlaubspostkarten-Panorama. Ich bin ergriffen von dem Schauspiel.

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In diesem Moment ahne ich glücklicherweise noch nicht, dass mich nur zwei Stunden später eine Kuh über eine Weide jagen und mit meinem Popo Kopfball spielen wird. Ich genieße einfach weiter den Augenblick, die grandiose Aussicht und die Stille. Meine Güte – diese Stille.

„Ihr müsst Euch entspannen!”, ruft uns Gottlieb aus einem der drei Boote zu. „Ihr müsst versuchen, den See ganz in euch aufzunehmen und wirken zu lassen. Das ist eine ganz einmalige Stimmung hier.” Recht hat der Gottlieb. Wir geben uns doll Mühe, die Eindrücke zu verarbeiten und so langsam wird es dann auch mal was mit dem Entspannen.

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Gottlieb ist gelernter Bootsbauer und hat nach der Rente beschlossen, dass ihm alles ein wenig zu ruhig wird. Darum geht er jetzt mit Touristen „Buchtenwandern” – er rudert mit ihnen ganz langsam in kleinen Kähnen über den morgendlichen See. Jeden Dienstag und Donnerstag geht es um 8 Uhr an der Uferpromenade in Millstatt los. Das ganze ist umsonst und für 18-20 Leute ausgelegt. „Rundern können muss keiner”, sagt der Gottlieb. „Nur in den Kahn muss man kommen können.” Und das hat bisher auch jeder geschafft. Sogar ich.

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Gottlieb ruft uns. Wir müssen zurück. Schade! Ich könnte hier endlos dümpeln. Jetzt bin ich mit dem Rudern dran. Als wir in der Mitte des Sees sind, kommt uns ein Kahn mit Außenborder entgegen und hält auf einen Plausch bei uns an. Unser Besucher ist mit seiner Frau auf dem Weg zu einer der Fischparzellen des Sees, um nach dem Rechten zu schauen. Und bei der Gelegenheit erzählt er uns gleich noch über das Gewässer und seine Bewohner. Im Millstätter See tummeln sich tatsächlich eine ganze Menge Fischarten: Regenbogenforellen, Reinanken, Saiblinge, Ukelei, Rotaugen, Döbel, Barben, Schleien, Karpfen, Welse, Hechte, Zander, Barsche und Aale schwimmen gerade in 141 Meter Tiefe unter mir. Ich bin beeindruckt. Vor allem von der Tiefe. Bewirtschaftet wird der See in offenen Erbpacht-Parzellen. Das bedeutet, dass die Fischer nur in dem ihnen zugewiesenen Stück See Fische fangen dürfen. Zudem müssen sie auch selbst für den Nachwuchs sorgen. Sie setzen Jungfische aus und hoffen, dass diese in ihrer Parzelle bleiben und nicht abwandern – denn Becken und Netze gibt es nicht, die die Fische daran hindern, den ganzen See zu durchstreifen. Und der ist immerhin 11,7 Kilometer lang. Aber irgendwie scheint das Prinzip trotzdem aufzugehen. Unser Besuch winkt, lässt den Motor an und knattert davon.

Millstätter See Fischer | GourmetGuerilla.de

Als wir wieder an der Uferpromenade ankommen, wartet schon ein Kleinbus auf uns. Wir hüpfen halbwegs elegant aus den Kähnen (ich sage nur: Beingrätsche galore!), schütteln kurz die Beine aus und schwingen uns in den Transporter. Unser knorriger Fahrer begrüßt uns offensichtlich muksch, „weil diese Touristen offenbar nie pünktlich sein können”. Er ist so alt wie Methusalem – ich schätze ihn auf mindestens 80 Jahre – und er wird uns nun zu einer kleinen, entspannten Wanderung auf eine Alm fahren. Er lässt den Motor an.

Schon nach kurzer Fahrt wird das Gelände steil und kurvig. Es geht den Berg hinauf. Mein Herz rutscht genau so wild in mir hin und her wie ich in dem Transporter. Dass ich hinten am Fenster sitze, erweist sich als nicht so ganz schlaue Idee: 10 Zentimeter neben meinem rechten Oberschenkel tun sich nach jeder Kurve neue bodenlose Abgründe auf. Die Straße wird immer schmaler und steiler und der Transporter rast mit unverändertem Tempo weiter. Irgendwann gibt es auch keine Leitplanken mehr und mich trennt quasi nur noch eine dünne Glasscheibe von meinem sicheren Tod.  Der Fahrer tritt auf´s Gas, plaudert entspannt mit den anderen Fahrgästen, erzählt, dass er diese Strecke schon seit 45 Jahren jeden Tag mehrere Male fährt und winkt fröhlich einem anderen Fahrzeug zu, das haarscharf in rasendem Tempo an uns vorbei schlittert. Vor meinem geistigen Auge tauchen diverse Schlagzeilen der üblichen Gazetten auf: Urlauber stürzen in Kärnten mit dem Auto in den Tod! Ich kralle mich in den Gurt und kneife die Augen zusammen. Was ich nicht sehe, ist nicht da. Und irgendwann muss das ganze ja vorbei sein. Und so ist es auch.

Der Wagen hält, die Tür geht auf, ich steige tatterig aus und schaue mich um. Ich atme tief die klare Luft und freue mich wie bolle über die Sonne, die gerade durch die Wolken blinzelt.

Millstätter See Ausblick Lammersdorfer Hütte | GourmetGuerilla.de

Methusalem wendet derweil den Transporter mit quietschenden Reifen und heizt ungebremst den Berg wieder hinunter. Ich hoffe stark, dass es nicht allzu schnell zu einem Wiedersehen kommen wird. Jetzt freue ich mich erst mal auf einen kleinen, entspannten Spaziergang in dieser tollen Umgebung. Bevor es losgeht, gibt es für die ganze Truppe noch einen Kurzen von der Wirtin der Lammersdorfer Hütte. Das pittoreske Häuschen ist ein beliebtes Ausflugsziel mit Küche, Kaffee und Kuchen. Wenn man denn den Weg hier herauf überlebt hat. Apropos Überleben: Ich bin sicher, dass der Schnaps den letzten Rest von meinem Serpentinen-Unwohlsein vertreibt und greife zu.

Millstätter See Lammersdorfer Hütte | GourmetGuerilla.deMillstätter See Lammersdorfer Hütte | GourmetGuerilla.deMillstätter See Lammersdorfer Hütte | GourmetGuerilla.deMillstätter See Lammersdorfer Hütte | GourmetGuerilla.de

Irgendjemand reicht mir noch Sonnencreme und empfiehlt mir, mich damit einzureiben – wegen der Höhensonne. Ich finde das ganze zwar etwas übertrieben, denn es ballen sich immer noch dicke Wolken über uns, will aber nicht unhöflich sein und verteile darum die Creme großzügig in meinem Gesicht und auf den Armen. Dann laufen wir los.

10 Minuten später hänge ich keuchend über einem Kuh-Gatter und frage mich ernsthaft, wann denn – zum Teufel – die verdammten Sauerstoffmasken endlich von der Decke fallen. Ich bin völlig fertig, mein Herz schlägt mir bis zum Hals und ich bekomme kaum noch Luft. Außerdem schwitze ich wie ein Elch, die verflixte Sonnencreme löst sich auf und läuft ins Sturzbächen in meine Augen. Die „kleine entspannte Wanderung ohne Anforderungen” entpuppt sich als alpine Klettertour. Zumindest für eine Norddeutsche, die jede 10-Meter-Erhebung schon frenetisch als Bergmassiv feiert. Um mich herum wartet betreten die Wandergruppe, bis ich wieder einigermaßen bei Kräften bin. Erst jetzt fällt mir auf, dass ausnahmslos alle funktionale Outdoor-Bekleidung und knöchelbedeckende Wanderstiefel tragen. Nur ich nicht. Ich habe meine bequemen neonfarbenen Hippster-Sneaker und ein lockeres Kleidchen mit Leggins an. Offensichtlich mache ich mich gerade hier zum Volldeppen. Die Großstadtplanze aus der Werbeagentur entert die freie Natur und kollabiert hinter der ersten Biegung. Na herzlichen Glückwunsch.

Granatsteig Millstätter See | GourmetGuerilla.de

Dabei hatte ich mich vor Antritt der Reise ordnungsgemäß erkundigt, ob bei der Wanderung besondere Anforderungen an Kondition und Ausrüstung gestellt werden oder ob normale Freizeitkleidung ausreichen würde. Die normale Freizeitkleidung sei vollkommen ausreichend, da es sich nur um eine kleine leichte Wanderung handele. Ich erkenne spontan relativ klar, dass in Nord und Süd offenbar ungeheure Definitionsunterschiede hinsichtlich der Worte „Freizeitkleidung” und „leichte Wanderung” klaffen. Freizeitkleidung meint in den Bergen: komplettes Wanderoutfit vom Outdoorspezialisten. Unter Ausrüstung versteht man dagegen vermutlich Haken, die in Steilwände geschlagen werden, steinschlagsichere Helme und Sauerstofflaschen. Mindestens. Dabei laufen wir in Hamburg regelmäßig sehr weite Strecken zu Fuß und das auch in einem durchaus flotten Tempo. Aber das hier habe ich nicht kommen sehen.

Man bietet mir dezend-flüsternd an, dass man einen Wagen für mich rufen könne, der mich wieder zurück ins Tal bringen würde. Aber die Blöße will ich mir vor dem Rest der Truppe nicht geben. Ich gehe diesen verdammten Berg rauf und wenn es Tage dauert! Allerdings auf dem Forstweg. Denn die „kleinen Abkürzungen” durchs offene Gelände sind für mich in Turnschuhen nicht drin. Und aus anderen Herz-Kreislauf bedingten Gründen. Ich setzte mich wieder in Bewegung. Ist ja auch mal ganz schön, sich oberhalb der Wolkengrenze aufzuhalten.

Granatsteig Millstätter See | GourmetGuerilla.deGranatsteig Millstätter See | GourmetGuerilla.de

Dann steht plötzlich eine kleine Herde Kühe mitten auf dem Weg. Mir war gar nicht bewusst, wie groß Kühe eigentlich sind, wenn man so direkt vor ihnen steht. Da ich die letzte im Wandertross bin, rufe ich nach vorn, ob ich irgendetwas beachten müsse. Nö, einfach dran vorbei gehen, kommt die Antwort zurück. Ich fasse mir ein Herz – eigentlich schaut die eine Kuh auch recht freundlich. So freundlich, dass ich sogar auf die Idee komme, ein Foto von ihr zu machen. Dann laufe ich im größtmöglichen Bogen um die Herde drumrum. Ich bin schon halb vorbei, als sich eine Kuh plötzlich laut muhend in Bewegung setzt. Ich schaue mich um, sehe den riesigen Berg Fell auf mich zukommen und nur eines in dem stumpfen Blick: Mordlust. Sollte es je einen Weltrekord für „laut schreiend in Düsenjetgeschwindigkeit eine Alm hinauf jagen” gegeben haben – ich habe ihn ohne Zweifel gebrochen. Leider ist die Kuh auch recht gut zu Fuß, holt mich ein und rammt ihren massigen Schädel in meinen Allerwertesten. Ich kreische wie verrückt, schlage mit den Armen um mich und schreie das bekloppte Vieh an, dass es sich gefälligst verziehen soll. Offenbar keine ganz schlechte Strategie, denn sie lässt tatsächlich von mir ab und zockelt zurück zur Herde. Ich bin empört. Und außer mir. Und mein Hintern tut weh. Der Rest der Wandergruppe schaut halb belustigt, halb tadelnd zu mir herüber. Was die jetzt von mit denken, ist sonnenklar. Kann es noch schlimmer werden? Ich weiß es nicht.

In den nächsten 2,5 Stunden schraube ich mich auf einer Strecke von 7 Kilometern in  2081 Höhenmeter. Es ist mein persönlicher Triumph des Willens. Ich setze Fuß vor Fuß, schwitze, atme, kämpfe, konzentriere mich. Um mich herum sind dichte Wolken aufgezogen und man kann gerade noch 10 Meter weit gucken. Da krebse ich also gedemütigt einen Berg rauf und kann nichts sehen, außer einer Schotterpiste und Wolken. Der Sinn erschließt sich mir nicht so richtig. Die dünne Luft ist wahnsinnig anstrengend. Irgendwann erscheint es mir so, als solle ich mein gesamtes weiteres Leben zwischen weißen Bettüchern jappsend auf einem Stepper verbringen.

Irgendwann, als wir dem Gipfel nahe sind, wird es ebener und leichter zu laufen. Ich lasse mich ins Gras fallen und ruhe ein paar Minuten aus. Vorher hätte ich es nicht gewagt, weil ich dann vermutlich nie wieder hätte aufstehen können. Meine Beine fühlen sich an wie Pudding. Ziemlich schmerzhafter Pudding allerdings. Immerhin haben sich die Wolken ein wenig verzogen und ich bringe ein paar Fotos zustande. Man braucht ja schließlich Beweise für die Daheimgebliebenen. Sonst glaubt einem das ja keiner.

Granatsteig Millstätter See | GourmetGuerilla.deGranatsteig Millstätter See | GourmetGuerilla.de

Dann erreichen wir endlich das Ziel: das Granattor. Die Skulptur aus Metall und Granatgestein markiert den höchsten Aussichtspunkt des Höhenweges und soll einen großartigen Ausblick auf dem Millstätter See eröffnen. Da die Wolkendecke sich wieder ganz geschlossen hat, gibt es aber gerade kein Bilderbuchpanorama und es ist ziemlich frisch hier oben. Dafür stehen Picknickkörbe auf Decken bereit und man hat eine rustikale Tafel mit Bauernspazialitäten aus der Region direkt am Rand des Abhangs aufgebaut – die Granat-Tafel. Das sind doch zur Abwechslung mal wirklich gute Aussichten! Ich lasse mich auf eine der Bänke plumpsen und muss erst mal 10 Minuten für mich sein.

Granatsteig Millstätter See Granattor | GourmetGuerilla.deGranatsteig Millstätter See Picknick am Granattor | GourmetGuerilla.deGranatsteig Millstätter See Picknick am Granattor | GourmetGuerilla.de

Irgendjemand schenkt Nussschnaps aus und ich mache mit ein frisches Brot mit Wurst zurecht. Mit dem Hochprozentigen in der einen und der Stulle in der anderen Hand kann ich schon fast über meine „Bergberührung” der besonderen Art lachen.

Und dann ist es plötzlich doch so weit: Der Himmel reißt auf und man kann einen Blick auf das großartige Panorama vom Millstätter See erhaschen. Auch wenn ich meine Beine garantiert erst morgen wieder spüren werde – in diesem Moment es hat sich gelohnt. Es ist wunderbar hier oben zu sein. Ich schenke mir noch einen Schluck von dem köstlichen Nussschnaps ein und bin auf einmal ziemlich glücklich. Über den Wolken …

Granatsteig Millstätter See Granat-Tafel am Granattor | GourmetGuerilla.deGranatsteig Millstätter See Tafel am Granattor | GourmetGuerilla.de

Meine Urlaubs-Tipps und sachdienlichen Hinweise für den Millstätter See: 

Auch wenn man dafür im Urlaub ziemlich früh aufstehen muss, sollte man sich das Buchtenwandern in den bunten kleinen Kähnen auf dem See nicht entgehen lassen – himmlische Stille und dramatischer Wolkenformationen inklusive. Jeden Dienstag und Donnerstag geht es um 8 Uhr an der Uferpromenade in Millstatt los. Anmeldungen zum Buchtenwandern nimmt die Tourismuszentrale bis um 17 Uhr des Vortrages entgegen.

Der Millstätter See Höhensteig führt in acht Etappen mit zahlreichen Nebenrouten von der Welt der Dreitausender ganz im Westen des Millstätter Sees über die Millstätter Alpe und das Goldeck bis zum Weltenberg Mirnock. Natürlich kann der Weg mit seinen wunderbaren Bergpanoramen und Naturerlebnissen auch in Tagestouren erwandert werden.

ACHTUNG: Wandern ist nicht gleich Wandern! Unerfahrene Wanderer oder Menschen aus Flachgebieten sollten sich (anders als ich) unbedingt gut vorbereiten und informieren, bevor sie auf den Berg aufbrechen. Auch als „leicht” gekennzeichnete Routen sind nicht automatisch ein Wochenendspaziergang. Knöchelbedeckende Wanderschuhe, atmungsaktive sowie wind- und regendichte Kleidung, ein leichter Rucksack, ausreichend Wasser und ein kleiner Poviant sind die Basisausstattung. Wanderstöcke sind großartig, wenn man den Forstweg verlassen und sich durch das Gelände bewegen will. Man sollte unbedingt nach dem Zwiebelprinzip gekleidet sein und eine Kopfbedeckung mitführen, da das Wetter in Sekundenschnelle von „echt frisch” in „tropische Sonne” umschlagen kann. Eine Sonnenbrille und Sport-Sonnencreme sind eine sehr gute Idee. Außerdem sollte man seine Kondition nicht unterschätzen und lieber erst mit kürzeren Strecken starten, anstatt völlig verausgabt irgendwo im Berg zu stranden. Gegen schmerzende Gelenke und Muskelkater nach einer Bergtour helfen sehr heiße Duschen, Pferdesalbe und mehrere Gin Tonic. Ich habe mich davon persönlich überzeugt.

Freilaufende Tiere entlang der Wanderstrecken sind nicht immer scharf auf Menschen. Daher sollte man zügig und vorsichtig mit möglichst großem Abstand an ihnen vorbei gehen. Nicht jede Kuh ist Anlass zur direkten Panik – aber da jedes Jahr Unfälle passieren, sollte man auf jeden Fall wachsam sein und auf keinen Fall abgezäunte Weiden oder Gehege betreten. Streichel- und Kuschelgelüste sollte man sich unbedingt für Fifi zu Hause aufsparen.

Die Granat-Tafel direkt am Rand des schönsten Aussichtspunkts auf den Millstätter See ist ein wirklich einmaliges Erlebnis: Leckere Brot-, Wurst-, Käse-, Kräuter-, Saft- und Schnaps-Spezialitäten von Produzenten aus der Region werden liebevoll auf einer rustikalen Tafel arrangiert. So kann man in über 2.000 Meter Höhe mit einem grandiosen Ausblick (wenn das Wetter denn will) schmausen und die Seele über den Wolken baumeln lassen. Extra-Tipp: Es gibt ganz unterschiedliche „Tafeln” rund um den Millstätter See. Hier könnt Ihr alle Termine und Themen einsehen.

Ausblick: Im nächsten Teil von Kurztripp Millstätter See gehen wir zusammen baden, spielen Minigolf und fühlen uns wie Peter Alexander. Stay tuned!

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