Scharfista – zwei Berliner Jungs heizen uns mit Chilis richtig köstlich ein. Plus: zwei scharfe Probiersets für Euch.

Scharfista Pika Pika Gründer Diego und Fabian | scharfista.de

Zwei Jungs aus Berlin wollen den Deutschen eine ganz neue, scharfe Welt eröffnen: Unter dem Label Pika Pika kochen die beiden in Handarbeit und ohne Zusatzstoffe köstliche Soßen und Jellys. Mild, scharf oder hot hot hot – alle Rezepte sind vegan und begeistern mit ganz unglaublichen Kombinationen. Warum, wieso, weshalb – die beiden haben es mir im kleinen Start-Up-Interview erzählt: 

Hallo, wer seid Ihr und was sollten wir unbedingt über Euch wissen? 
Wir sind Diego und Fabian, zwei Venezolaner, die nach einer lange Freundschaft nicht mehr nur zusammen feiern wollten. Wir haben mit Pika Pika ein Projekt gefunden, bei dem die Leidenschaft nach gutes Essen, Chilis und unsere Stärken zusammenkommen.

Woher kennt Ihr Euch?
Wir haben in der „venezolanische Diaspora” kennengelernt, in Berlin. Das Leben hat uns vor 11 und 12 Jahren nach Berlin gebracht und von einer Landsleute-Bekanntschaft hat sich eine starke Freundschaft gebildet.

Euer Business in 300 Zeichen:
Unser Motto: Kochkunst trifft auf Chilischoten.  Wir komponieren Chili-„Stücke“. Es geht nicht darum, die schärfste oder die verrückteste Soße zu erfinden, sondern die perfekte Harmonie  zwischen bestimmten Chilisorten und die andere Zutaten zu schaffen.

Warum macht Ihr Jungs ausgerechnet in scharf? 
Obwohl scharf essen – ein bisschen entgegen der Vorurteile – nicht überall in Lateinamerika üblich ist, sind unsere Eltern doch „Scharf-Esser”. Diegos Mutter hatte sogar in Venezuela Soßen gekocht. Fabians Vater hat immer Chilis zuhause angebaut (was in Venezuela sehr einfach geht) und sie eingelegt oder in Verbindung mit Zwiebel, Knoblauch und Kräuter in eine einfache Salsa verwandelt.

Auf der andere Seite ist das Angebot an Chil-Soßen in Deutschland so einseitig, typisch US-amerikanisch geprägt (wir haben nicht gegen den USA ;) – meist ketchupartig, dickflüssig, immer rot, essighaltig, sodass es für uns ganz offensichtlich ein Platz für Chili-Gourmet-Soßen gab.

Filmpause: Die beiden total sympathischen Jungs in ihrem Crowdfunding-Video

Wer hatte die Idee?
Diego hatte damit letztes Jahr auf dem Weihnachtsmarkt angefangen. Er ist Koch und die Idee hat sich in Gesprächen mit verschiedenen Leute entwickelt. Dazu kommt die Erfahrung seiner Mutter als Soßen-Köchin in Venezuela. Damals hatten wir zwei wenig Kontakt. Aber ich hatte komischerweise schon vor 5 Jahren die Domain scharfista.de gekauft, weil ich eine ähnliche Idee von einem Online-Shop hatte. Diego wusste davon gar nichts. Wir haben damals hauptsächlich gefeiert (he he) und nie wirklich über die Arbeit gesprochen. Und irgendwann ist uns dann aufgegangen, dass wir das zusammen machen müssen.

Businessplan oder „wird schon”?
Beides – wir haben allerdings das „Machen” etwas vor das „Planen” gestellt. Aber nicht chaotisch. Wir können die Idee als eine Art „Lean Startup” bezeichnen, die wir mit unsere Berufserfahrungen verbinden. Ich bin Wirtschaftsingenieur und habe lange für Internet-Unternehmen in Berlin gearbeitet. Diego ist Musiker und Koch. Wir haben auf verschiedenen Straßenmärkten festgestellt, dass die Deutschen doch auch ganz gern scharf essen. Und dann haben wir uns organisiert und einen Plan aufgebaut.

Wo kommen Eure Zutaten her?
Alle Zutaten stammen vom Markt– außer manche Chilisorten. Alle Chilis werden aber in Europa angebaut. Chilis sind kein Massenprodukt in Europa und werden daher von kleinen und mittelständigen Produzenten angebaut. Wir kaufen die Chilis aus Holland, Italien und in Bio-Qualität bald auch aus Österreich. Die andere Zutaten beschaffen wir einfach auf dem Markt.

Leicht scharf, mittelscharf oder sehr, sehr scharf? 
Jedem das seine. Es gibt mehr als tausend Chilisorten auf der Welt, die sich nicht nur wegen der Form, sondern durch die Farbe, Geschmack, Schärfegrad und sogar durch die Art und Weise wie sie „brennen” unterscheiden: manche vorne, oder seitlich, langsamer oder schneller wirkend.

Das wollen wir zusammenbringen und Soßen für jedermann (echt mild) bis hin zu sehr scharfen mit den schärfsten Chilischoten wie Naga Jolokia oder Trinidad Scorpion kochen. Wir spielen mit den Farben, der Kochart, produzieren Rohkost-Soßen, Jellys, Salsas und flüssige Soßen. Die Soßen sind in allererster Linie lecker und erst dann scharf …

Scharfista Pika Pika Portada

Jeder sollte unbedingt scharf essen weil … 
… es ein natürlicher Geschmacksverstärker ist. Es gibt Vieles auszuprobieren, jeder Mensch hat eine unterschiedliche Schärfegrenze unabhängig von Herkunft, Größe oder Gender. Es hat zuerst ausschließlich mit natürlicher Disposition und dann mit Gewöhnung zu tun. Außerdem sagen gewisse wissenschaftliche Studien, dass scharf sogar sehr gesund sein soll.

Scharfes Essen war in vielen verschieden Kulturen aus ganz unterschiedlichen Gründen schon immer populär. In pre-kolumbischen Kulturen gehörte es zu religiösen Handlungen war es sogar heilig. Wir wissen heute, dass diese alten Zivilisationen sehr oft recht hatten ;)

Vitamix oder Mörser?
Vitamix haben wir noch nicht (he he) – aber wir nutzen beide Möglichkeiten. Wir kochen alles selbst, richtig handgemacht, aber Chilis sind zu scharf, um alle mit den Messer zu schneiden. Die richtig scharfen Exemplare kommen dann in den Mixer.

Das tollste, das man mit scharfen Sachen anstellen kann?
Bei jeden Gericht – egal welchem – einen scharfen Kick zu erleben. In Deutschland verbinden viele Leute Chili-Soßen nur mit Grillen – was schade ist! Ein Salatdressing mit einer leicht scharfen Note, deftige Käsesorten mit einem mittel- oder mildscharfem Kiwi-Minze-Jelly, oder im Winter eine Linsen-Suppe mit ein paar Tropfen Naga-Jolokia-Soße für einen kurzen Kick – das alles ist wahnsinnig lecker!

Was Euer bester Kumpel niemals zu Euch sagen sollte:
Dass „die Deutschen” gar nicht scharf essen … das haben wir so oft gehört. Als Warnung. „Wer weiß, ob die Idee gut ist”. Stimmt aber nicht. Die Deutschen es sehr gern scharf. Es kommt eben auf die Dosis an.

Wann expandiert Ihr nach Hamburg?
Morgen, he he he… sagt Bescheid wo ein geiler Street Food Markt, eine Food Messe oder ähnliche Veranstaltungen stattfinden – und wir sind da. Wenn außerdem ein Feinkostladen Lust auf unsere Produkte hat, kann man sich gerne bei uns melden.

Ihr habt endlich die Weltherrschaft übernommen, wenn …
… alle scharf essen. Dnn sind wir Capos der Chili-Mafia. Eine legale Sucht …

Danke Fabian und Diego für das fluffige Interview! Und weiterhin viel Erfolg mit den scharfen Sachen.

Im Moment verkaufen die beiden ihre Produkte auf Berliner Märkten und Food-Festivals. Außerdem bekommt man sie in ausgewählten Feinkostläden. Alle Produkte könnt ihr aber auch unter scharfista.de online bestellen.

Mein Tipp: Die milderen Soßen kann man wunderbar wie ein Dip oder Ketchup wegschlabbern. Die wirklich scharfen Geräte sollte man eher wie ein Gewürz verwenden: ein kleiner Klecks in ein Dressing oder in Mayonnaise eingerührt eröffnet ganz neue Geschmackshighlights. Ihr wollt das auch ausprobieren? Na dann:

Gewinnt 2 x 1 Probierset mit scharfen Pika Pika Soßen: 

Wenn Ihr die köstlichen Gourmet-Chili-Kompositionen von Scharfista probieren wollt, dann hinterlasst mir bis zum 06. März, 23:59 Uhr einen Kommentar. Unter allen Beiträgen verlose ich 2 Probiersets. Viel Glück!

Das Kleingedruckte: Die Probiersets werden per Zufallsgenerator unter allen Kommentaren verlost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden. Es muss eine gültige E-Mail-Adresse für die Kontaktaufnahme hinterlassen werden. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und haben dann drei Tage Zeit, um Ihre Postadresse zu übermitteln. Die Adresse wird nur zum Zwecke des Versands an Dritte weitergeleitet und danach gelöscht.

54 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.