Rosa Daifuku mit Erdbeeren und Marzipan - japanisches Mochi-Konfekt | GourmetGuerilla.de

Rosa Daifuku mit Erdbeeren und Marzipan. Ein seidenweiches japanisches Mochi- Konfekt. Und mal wieder viel einfacher, als man so denkt.

„Hammer“, sagt meine Freundin Maike, „das Daifuku-Dings ist wie eine weibliche, zeitgemäße Mozartkugel!“ Und damit geht die goldene Formulierungs-Palme eindeutig und ohne Umwege an Maike. Sie hat so recht! Ich bin bloß nicht gleich selber auf diese tolle Beschreibung gekommen. Aber fest steht, dass mich das japanisches Mochi-Konfekt gerade ganz fest eingewickelt hat. Oder besser: fantastisch seidenweich umhüllt. Und diese rosa Daifuku mit Erdbeeren und Marzipan sind mein erster Versuch, mich dem zarten, verführerischem Süßkram aus Reismehl zu nähern. Die gute Botschaft: Mochi sind viel einfacher gemacht, als man auf den ersten Blick so denken würde.

Angefangen hat meine Konfekt-Liaison übrigens vor genau zwei Wochen. Der Mann und ich haben an der Sushi-Theke im Supermarkt ein bißchen fürs Abendessen geshoppt. Da stehen nämlich zwei asiatische Herren hinter einer Theke und fabrizieren frisch sehr ansehnliches und leckeres Mitnahme-Sushi. Und neben Wakame-Salat und Sesam-Spinat befanden sich auch noch kleine weiße Böller in der Kühltheke – hübsch zu zweit in einem schwarzen Schächtelchen verpackt. Strawberry-Cheesecake-Mochi. Hm, keine Ahnung, was das genau ist, aber es klingt wie Nachtisch. Da der Mann ein großes Herz für Dessert hat (und ich ein großes Herz für den Mann), wanderten die kleinen Dinger also auch mit in den Einkaufskorb.

Eine Stunde später saß ich auf meinem Balkon und war restlos begeistert. Diese! Mochi! Waren! Grandios! Ich bin nicht so in Süß – meistens reicht mir ein guter Untertassen-Keks zum Kaffee nach dem Essen absolut aus. Aber diese kleinen, zarten Böller hatten eine unglaubliche Konsistenz: kühlschmelzend und seidenweich zergingen sie auf der Zunge. In der Mitte gab es eine kleine Fruchtfüllung … einfach so gut. Was war da bloß drin? Ein Blick aufs Etikett offenbarten Reismehl als entscheidende Zutat. Allerdings waren leider auch eine Menge Zusatzstoffe und Co. enthalten. Ich vermute also, dass die beiden asiatischen Herren die Mochi nicht selber gemacht, sondern nur selber verpackt haben. Aber ich war trotzdem total angefixt und wollte mehr. Meine Mission: Mochi selber machen.

Also habe ich mich kurzerhand in die geheimnisvolle Welt des japanischen Konfekts* auf Reismehlbasis geworfen. Und ziemlich war überrascht, wie überschaubar die Zutaten und wie einfach die Zubereitung von Mochi eigentlich ist: Klebreismehl* wird mit Wasser zu einem elastischen, dicken Brei gekocht und zu Bällchen geformt. Speisestärke „fixiert“ das ganze. Fertig ist das Basis-Mochi. Dann kommen noch ganz unterschiedliche Füllungen und Dekorationen dazu – und schupp – wird das Mochi zu einem Daifuku.

Ich bin sicher, da gibt es noch ganz, ganz viel zu entdecken. Irgendwann werde ich mein perfektes Strawberry-Cheesecake-Mochi selbermachen. Heute gibt es aber erst mal das Rezept für eine Version, die im Prinzip total einfach, aber sehr dekorativ ist: Rosa Daifuku mit Erdbeeren und Marzipan (und Zuckeraugen). Wer braucht da schon Mozartkugeln. ne.

Habt es lecker! 

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Das Rezept für Japanische rosa Daifuku mit Erdbeeren und Marzipan

Zutaten für 6 Stück Daifuku-Konfekt:
80 g Klebreismehl*
70 g Zucker
120 ml Wasser
2-3 Tropfen rote Lebensmittelfarbe
ca. 5 EL Speisestärke

100 g Marzipan
6 kleine Erdbeeren ohne Stiel

Optional
Gehackte Pistazien, Zuckeraugen*, Streusel etc. zum Dekorieren

Und so geht´s:

In einem kleinen Topf mit schwerem Boden oder einer schweren, beschichteten Pfanne Klebreismehl und Zucker gut vermischen. Anschließend der Wasser unterrühren. Die Masse bei niedriger Hitze zum Kochen bringen und dabei häufig rühren, damit nichts anbrennt. Nach ca. 8-10 Minuten sollte die Mochi-Masse weiß, dick und geschmeidig sein. Sollte sie noch zu flüssig erscheinen, einfach ein paar weitere Minuten kochen lassen.

Ein großes Brett großzügig mit Speisestärke bestäuben und den fertigen Michi-Teig als Fladen darauf gießen. Mit Speisestärke bestreuen und ca. 10 Minuten abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit das Marzipan in 6 gleich große Stücke teilen und zwischen den Handflächen zu Kugeln rollen. Die Kugeln auf einem angefeuchteten Teller flach ausrollen (das geht sehr gut mit einem kleinen Nudelholz oder mit einem stabilen Trinkglas mit dicken Wänden). Je eine Erdbeere auf einen der Marzipankreise setzen und den Rand nach oben über die Frucht schlagen. Mit den Fingerspitzen sanft zusammendrücken und formen, bis die Erdbeere ganz vom Marzipan umschlossen ist. Anschließend zwischen den Handflächen rund rollen.

Den Mochi-Teig in 6 bleichgroße Stücke teilen (das geht zum Beispiel prima mit einer Küchenschere). Über die Erdbeer-Marzipan-Kugeln legen, nach unten formen und die Nahtstelle sanft zusammendrücken. Auf einen mit Speisestärke bestäubten Teller setzen. So weitermachen, bis der ganze Michi-Teig aufgebraucht ist. 

Tipps: 
Das Verstäuben der Speisestärke geht mit einem kleinen Sieb besonders gleichmäßig. Auch zum Schluss kann man die Daifuku noch einmal dünn mit etwas Speisestärke bestreuen, da dies den Teig – sollte er ein klein wenig zu dünn geraten sein – bindet.

Die Daifuku sind sehr zart. Damit sie ihre Form behalten, sollten möglichst wenig hin und her bewegt und auf neue Teiler gesetzt werden.

Michi-Konfekt kann sofort verzehrt oder einen Tag lang im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Verzehr eine Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen.

Michi lassen sich auch sehr gut einfrieren. Vor dem Verzehr langsam im Kühlschrank auftauen lassen und vor dem Naschen auf Raumtemperatur bringen.

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