Die weltbeste hausgemachte Hühnersuppe zum Gesundwerden

Hühnersuppe zum Gesundwerden | GourmetGuerilla.de

Aua-Kopf, Triefnase und kalte Füße? Oder etwa Herzschmerz, rote Augen und schlimmer Liebeskummer? Da hilft nur ein uraltes Hausmittel: Hühnersuppe.

Ich glaube an die heilende Magie einer hausgemachten Hühnersuppe. Felsenfest. Irgendetwas ist da dran – es geht einem hinterher einfach sofort ein bißchen besser. Liegt es daran, dass wirklich nur frische, unverfälschte Zutaten und Bio-Huhn in den Topf kommen? Sind es die wärmenden und desinfizierenden Gewürze, die das Wohlgefühl auslösen? Oder sollte es tatsächlich so sein, dass die liebevolle Fürsorge und positive Energie der Köchin oder des Kochs in die Suppe übergeht und Kraft spendet? In Indien ist man übrigens so überzeugt von diesem Gedanken, dass die Frauen ihren Männern das von Ihnen zu Hause gekochte Essen über viele Kilometer an den Arbeitsplatz in der Stadt liefern lassen. Es gibt eine ungeheuer entwickelte Lieferkultur, in der Essensboten unzählige Päckchen und Essensbehälter sogar mit Zügen zu ihrem Bestimmungsort bringen.

Wie auch immer – probiert es aus: Werdet Suppenmagier für Eure Liebsten, Mama oder Papa, die beste Freundin oder auch Euch selbst. Und solltet Ihr während des Kochens ein paar positive Gedanken und liebe Wünsche in die Suppe rühren, schadet das auf gar keinen Fall, ne.

Und so geht´s:
Den Hühnerschenkel waschen, trockentupfen und mit dem Wasser in einen Topf geben. Zwiebel, Ingwer und Kurkuma schälen, zusammen mit der Chili fein hacken (Achtung Handschuhe tragen!) und mit Nelken, Lorbeer sowie 1 TL Salz in den Topf geben. Aufkochen und auf kleiner Hitze ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Suppengemüse und die Kohlrabi putzen und in kleine Würfel schneiden.

Den gegarten Hühnerschenkel aus der Brühe fischen, auf einem Teller zur Seite stellen und abkühlen lassen. Das Gemüse direkt in die Brühe geben und ca. 20 Minuten sanft köcheln lassen.

Die Haut vom abgekühlten Hühnerschenkel ablösen und wegwerfen. Das Fleisch abzupfen und in kleine Würfel schneiden. Zum Schluss wieder in den Topf geben und die Suppe mit Muskatnuss sowie Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Sollte zu viel von der Suppe verkocht sein, vor dem Abschmecken einfach mit einem Schluck Wasser wieder auffüllen.

Möglichst heiß in eine Decke gekuschelt löffeln und spüren, wie sich die wohlige Wärme im ganzen Körper ausbreitet. Gute Besserung!

18 Comments

    • Tut mir leid, Gabi. Ich habe gleich zwei G im Namen ;-) Aber ich könnte Dir verraten, wo Du das ganze Alphabet finden kannst … Küßchen und gute Besserung!

  • Interessant in der Würzung, aber sie sieht dann doch etwas farblos aus (die Brühe als solches). Die rustikalere Variante mit ganzem Suppenhuhn schmeckt mehr nach Huhn und hat dann auch mehr Anti-Erkältungs-Stoffe, die wohl hauptsächlich im Hühnerfett enthaltens ein sollen, wie ich neulich erst las.

    • Hallo DirkNB, ich mag es ganz gern, wenn die Suppe frisch und „farblos“ aussieht – dann leuchtet das Gemüse so schön. Das mit dem ganzen Huhn ist ne prima Sache. Allerdings schrecken viele Leute a) vor dem ganzen Tier und b) vor der Investition für ein ganzes Bio-Huhn zurück. Und wer hat schon einen 10-Liter Topf? ;-)) Nee, keine Frage: ganze Hühner sind toll, machen aber mehr Aufwand und sind für größere Mengen gedacht. Hühnerbrühen zu entfetten finde ich ja auch nicht nötig, ebensowenig wie das Klären. Darüber habe ich heute allerdings schon mit Heike gesprochen: https://heike.essenvonau.de/2012/02/fleischbruhe/
      Viele Grüße, Mel.

    • So ein großer Topf ist schon eine Investition fürs Leben, wer aber gern Brühen isst oder als Grundzutaten auf Vorrat zubereitet, wird da wohl nicht drumrum kommen. Das Aufbewahren ist nur ein Problem. Bei mir steht der Topf im Schlafzimmer unten im Kleiderschrank (aus Platzgründen). ;-)
      Dass viele Leute vor einem ganzen Huhn zurückschrecken ist hoffentlich eine Übertreibung. Anderenfalls halte ich es für eine mediengesteuerte Perversion im Umgang mit Lebensmitteln. Gut essen wollen alle, aber keiner will sehen, was nötig ist, um gutes Essen auf den Teller zubringen.
      Der Vorteil eines ganzen Huhnes (genau wie bei Fisch) ist, dass man sieht, in welcher Qualität das Tier vorliegt. Hühnerbrüste und Fischfilets – möglichst auch noch ohne Haut – sind kastrierte Neutrums unklarer QUalität und größtmöglicher Abfallentstehung.

    • Aber ja, aber nein, aber ja. Ich geben Dir grundsätzlich recht. Aber sehen wir es, wie es ist: Ganze Tiere sind etwas für Fortgeschrittene. Der normal essende Mensch haut sich seinen Maggi-Würfel oder einen Esslöffel Pottkieker-Brühe ans Essen und gut ist. Eine Brühe extra aus einem ganzen Tier herzustellen passt für die allermeisten Menschen zu sehr Kochengagierten oder in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts. Daher finde ich super, wenn jemand erst einmal einen Schenkel in die Suppe wirft und sich die Zeit nimmt, auf den echten Geschmack und nicht auf künstliche Würzmittel zurückzugreifen. Ich vertraue darauf, dass das Ergebnis außerhalb des Geschmackskorridors „Convenience“ überzeugt. Vielleicht landet dann jemand irgendwann beim ganzen Huhn? Das wäre doch ein tolles Ziel!

    • Ist es wirklich schon so, dass der Brühwürfel oder die gekörnte Brühe Normal ist? Sowas möchte ich nicht mal denken! Dabei zeigt sich mal wieder, dass das Essen nicht mehr die Bedeutung hat, die ihm zusteht. Mit allen Folgen!
      Was mich nur traurig stimmt, ist, dass eben auch Leute, die sich doch mit dem Thema beschäftigen, solche Nahrungsperversionen verharmlosen. Es gibt keinen Grund, auf künstliche und Fertignahrungsmittel zurückzugreifen! Auch nicht die „fehlende Zeit“. Wem die Zeit für eine vernünftige Ernährung fehlt, bei dem läuft was falsch im Leben.

  • na dann, gute besserung!
    hoffe, dir wurde diesmal die suppe gekocht – bei kranksein sollte man im bette liegen und ein gute buch lesen!
    die hühnersuppe hat schon viele erkältungen und grippen schneller über die runden gebracht.
    ich esse sie oft – low carb (!) mit glasnudeln. bei meinem asiaten gibts diese wunderbaren quadratischen:

    würden sicher auch dem nicht-mehr-geburtstagskind gefallen…

  • ich hab sie bei meinem asiaten (in zürich) gekauft.
    könnte dir die packung abfotografieren/scannen und mailen. vielleicht wirst auch in hamburg fündig?!
    mein asiate jedenfalls, mpfpfpfff hat sie gerade nicht vorrätig.
    so horte ich mein letztes restchen und gedulde mich auf den richtigen moment.

  • Huhu,
    kurzes Kommentar:
    Das mit der Lieferkultur in Indien hat andere Gründe – Kommensalität nennt man das in der Ethnologie. Es darf schlicht nicht jedeR mit jedeR/M essen und vor allem nicht von Angehörigen anderer Gruppen (hier oft nicht ganz zutreffend mit Kasten bezeichnet) zubereitetes Essen verzehren. Das musste ich kurz loswerden. Hat mit der Hühnersuppe als solches nix zu tun ;)
    Wo wir aber schon mal in Indien sind: Dort gilt auch eine Dal-Suppe (also aus roten bzw. gelben Linsen) bereitete Suppe als Erkältungsmittel. Am besten mit Kurkuma und Koriander :)))

    Liebe Grüße,

    J.

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