Chunky Steckrübe vom Blech - so low carb und so einfach | GourmetGuerilla.de

Chunky Steckrübe vom Blech – so lecker, so low carb und so einfach

Die gute alte Steckrübe macht sich heute mal flach und kommt aufs Blech. Mit einem Löffelchen Lieblings-Gewürz nach Wahl und ein paar Tropfen Olivenöl wandert sie in den heißen Ofen und kommt 45 Minuten später heiß, lecker und gebräunt wieder raus. Perfekt als herzhafter Low-Carb-Snack, als köstliche Beilage zu Fleisch, Fisch oder Gemüse, als Topping auf Salaten oder einfach pur wie Pommes mit Dip – einfach echt gut!

Mit gerade mal 22 Kalorien und 4 Gramm Kohlenhydraten pro 100 Gramm macht die Steckrübe auf dem Teller außerdem ein richtig schlankes Füßchen. Sozusagen. Und mit ihrem hohen Wassergehalt und einer kleinen, aber profunden Ausstattung an Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen trägt sie zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung bei. Außerdem ist sie ein richtiges Chamäleon unter den Gemüsen: Sie passt sich sehr an den Geschmack von anderen Zutaten an. Bei Apfelknappheit soll man z.B. mit wenig Apfel und viel Steckrübe ein fantastisches Apfelmus herstellen können. Das will ich bei Gelegenheit auch unbedingt noch mal ausprobieren!

Steckrüben, hm – du bist noch nicht so richtig überzeugt? Mit diesen Dingern war doch irgendetwas seltsam? Da hallt wahrscheinlich noch das deutsche Steckrüben-Trauma in dir nach. Im 1. Weltkrieg gab es nämlich den sogenannten „Steckrübenwinter“ in dem die kriegsgebeutelte Zivil-Bevölkerung die Rüben als nahezu einziges Nahrungsmittel zur Verfügung hatte. Morgens, mittags, abends – Steckrüben. „Kochen“ mit Steckrübe. „Kaffee“ aus Steckrübe. Und die Dinger kamen nicht immer frisch vom Feld, sondern waren häufig auch  matschig und angegammelt. Auch im 2. Weltkrieg hatte die Steckrübe wieder ihren Auftritt als letztes Mittel gegen das Verhungern. Kein Wunder also, dass unsere Großeltern und deren Eltern die Steckrübe für Jahrzehnte rigoros vom Speiseplan strichen.

Aber seit ein paar Jahren ist das vielseitige Gemüse – völlig zu recht – wieder da. Denn neben ihren Eigenschaften, die prima zu unserem heutigen Lebensstil passen, ist sie einfach lecker. Wie wäre es zum Beispiel mit einem herzhaften Steckrüben-Gratin mit Thymian-Hack und Paprika, einem aromatischen Steckrüben-Eintopf mit Mettwurst oder einer Steckrübensuppe mit cremigem Rosenkohlragout? 

Jetzt geht es aber erst mal schnell ans Blech, oder?!

Habt es lecker 

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Hier kommt das Rezept für Chunky Steckrübe vom Blech

Zutaten für 4 Personen:

1 große Steckrübe (ca. 1,25 kg)
1-2 EL Olivenöl
1 EL Lieblings-Gewürzmischung
(z.B. Pommes-, Grill- oder Geflügelgewürz)

zum Servieren 
Meersalz
evtl. Kräuter nach Geschmack
Quark-Dipp

Und so geht´s:

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Schale der Steckrübe und den Stielansatz mit einem scharfen Messer großzügig abschneiden.

Die Steckrübe in 2-3 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben wiederum in 2-3 cm dicke Stücke schneiden.

Auf einem Backblech in einer Lage ausbreiten und mit dem Gewürz überstäuben. Das Olivenöl darüberträufeln und die Steckrüben-Chunks durchmischen, bis alle Stücke gleichmäßig überzogen sind. Vor dem Backen darauf achten, dass die Steckrüben in einer Lage auf dem Blech liegen und sich möglichst nicht überlappen.

Im Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 45 Minuten backen bis die Steckrübe weich und appetitlich gebräunt ist.

Aus dem Ofen nehmen, mit Meersalz und evtl. Kräutern bestreuen. Mit Quark-Dipp servieren.

Tipps:
Die Steckrübe verliert beim Backen viel Feuchtigkeit – darum die Stücke wirklich ruhig schön groß schneiden, damit sie saftig bleiben und nicht klein und runzelig aus dem Ofen kommen.

Die fertig gebackenen Steckrüben-Chunks halten sich auch prima ein paar Tage lose (!) abgedeckt im Kühlschrank.  Zum Servieren einfach ein paar Minuten in einer beschichteten Pfanne braten.

Das die Steckrübe sehr gut andere Aromen annimmt, kann ganz wunderbar unterschiedlichste Gewürzmischungen ausprobieren und so immer wieder variieren. Allerdings sollen die Gewürzmischungen tatsächlich nur Gewürze enthalten und auf Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen verzichten – ein Blick aufs Etikett schafft da schnell Klarheit.

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3 Comments

  • Ohh sieht das super aus! Richtig appetitlich und dabei sind es ja eigentlich „nur“ Rübenstückchen :) Da hätte ich nachher gerne ein paar auf dem Teller liegen!
    Liebe Grüße, Anastasia

    • Nur Rübenstückchen – ich musste doll lachen :-) Ich bin aber auch immer ziemlich von den Socken, was für eine leckere Transformation die Rübe mit ein bißchen Hilfe so schafft. Liebe Grüße zurück, Mel.

  • Ich liebe Steckrüben! Hier in München sind sie gar nicht so einfach zu bekommen, aber ich werde sie auftreiben, um diese Variante gleich mal auszuprobieren.
    Normalerweise esse ich sie als Rübenmus oder Steckrübensuppe mit Kokosmilch.

    Liebe Grüße von den Münchner Küchenexperimenten

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