Kinderteller: Nudelnester mit Ei und Spinat

Kinderteller: Nudelnest mit Ei und Rahmspinat

Kinderteller: Nudelnester mit Ei und Spinat Heute bin ich hin- und hergerissen zwischen Vorfreude und Wehmut. Ich werde morgen eine Woche lang verreisen. Und zwar ganz allein. Ohne Familiennanhang. Nach Münster. Zu meiner ältesten Freundin Vivien. Ich kann es gar nicht fassen! Ist das nicht unglaublich? Eine ganze Woche (S-I-E-B-E-N Tage) nur für mich und Vivi. Wir werden vermutlich Unmengen Prosecco trinken (von dem Guten) und entweder mit ihrem Hund durch Wälder und Felder spazieren gehen oder faul im Garten rumliegen. Natürlich werde wir auch lange schlafen und gut, nein, sehr gut! essen. Ich bin so gespannt, ihr neues Häuschen zu sehen und – wer weiß – vielleicht schaffen wir es ja auch tatsächlich, am Wochenende ein paar Bars oder Clubs unsicher zu machen. Oder Ausstellungen anzuschauen. So viel Zeit hatte ich in den letzten Jahren selten für mich. Ich bin tatsächlich ganz aus dem Häuschen. Einerseits.

Hiermit möchte ich offiziell das Motto einer Columne in einer beliebten deutschen Frauenzeitschrift zitieren: „Wenn nur das Andererseits nicht wäre …“.

Andererseits werde ich natürlich meine Lieben vermissen. Das Kind ist nach einer trotzigen Phase (die selbstverständlich ihren Gipfel finden musste, als meine Mutter zu Besuch war) ganz entzückend. Im Moment sitzt es mit Papa auf dem Balkon und die beiden malen zuammen an einem Bild. Das Kind nennt Papa die ganze Zeit einen großen Künstler, weil er es schafft die vorgegebenen Linien des Ausmalbildes NICHT mit dem Filzstift zu übermalen. Das ist sooooo niedlich. Wie soll ich nur eine Woche ohne die beiden auskommen? Dabei gehen mir auch die letzten, gemeinsam verbrachten Urlaube durch den Kopf: Prerow mit Oma Bremen, Griechenland bei Tante Zaziki, Athen, Kolonaki, die entzückende Insel Hydra, die Platzwunde an der Stirn, die mit 5 Stichen genäht werden musste … . Ach – was war es doch nett. Und auch anstrengend.

Ja, doch: Ich freue mich sehr auf meine Woche.

Bevor Mama in den Zug springt, kommt hier noch ein kleines Gericht, das dem Kind sehr zu gefallen wusste. Natürlich ist es wieder eine Variation der üblichen Lieblings-Lebensmittel: Ei und Nudeln mit dem Pflicht-Gemüseanteil. In der Kombination und spannend angerichtet, macht dieser Teller jedem Cheeseburger harte Konkurrenz:

So geht´s:

40 g Spaghetti in Salzwasser garkochen und abtropfen lassen. 150 g Rahmspinat in einen kleinen Topf geben und bei mittlere Hitze schmelzen lassen, dann einmal unter Rühren kurz aufkochen. Eine beschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze aufsetzen und einen runden Servierring hineinlegen. Rund kommt beim Kind immer super an. Ein paar Tropfen Olivenöl in den Ring geben und die Spaghetti kreisförmig einlegen. Dann ein Ei auf die Spaghetti setzen und die Pfanne schwenken, damit das Eiwweiß sich gleichmäßig verteilt. Mit Salz würzen und stocken lassen. (Wenn man das Ei erst nach dem Braten mit Salz würzt, bekommt das Eigelb nicht diese weißen Flecken. Das ist zwar schöner für´s Foto – aber man beißt unter Umständen auf die Salzkristalle. )

Wenn das Ei gestockt ist, das Nudelnest mit einem kleinem Messer aus der Ring lösen. Den Spinat auf einen Teller geben und das Nudelnest mittig platzieren. Ich habe noch ein paar Späne Parmesan darüber gegeben.

Das Kind war begeistert. Mamas Arrangement sorgte für großes Interesse und wurde freudig aufgenommen, aber natürlich im Nullkommanix in gabelkompatible Stückchen zerlegt. Macht gar nix – Hauptsache, es hat geschmeckt: