Boef Bourguignon | GourmetGuerilla.de

Münster Teil 2: Vivis Küche und Boef Bourguignon

Boef Bourguignon | GourmetGuerilla.deDrei Köpfe beugen sich gespannt über den große roten Bräter … der Deckel wird gehoben und … ahhhhhhh … was für ein Duft steigt mit dem Dampf auf!

Am Morgen davor: Beim Frühstück haben wir überlegt, was wir abends kochen wollen. Vivi kam auf die tolle Idee, Boef Bourguignon zu machen und sofort gab es ein dreistimmiges „Jaaaaaaa!“. Das passt zum Wetter (mal wieder) und wir haben einfach viel Zeit, auf der Couch zu hocken, während der Topf  3 Stunden im Ofen schmurgelt, sich der köstliche Duft langsam im ganzen Haus verteilt und wir in Vorfreude auf das Essen schon mal das eine oder andere Gläschen Rotwein süffeln.

Am Mittag: Auf dem schönen Münsteraner Markt haben wir dann die Zutaten am Biostand und bei regionalen Landwirten gekauft. Eigentlich wollte ich stimmungsvolle Fotos vom Markteinkauf machen. Und wir wollten eine Kleinigkeit am fast legendären Espressostand zu uns nehmen. Es hat allerdings so stark geregnet, dass gar nicht daran zu denken war, die Kamera aus der Tasche zu holen oder einen Kaffee zu trinken. Dafür gibt es jetzt Impressionen aus Vivis Küche – und von mir am Herd. Außerdem natürlich auch das großartige Rezept für den vielleicht besten Schmortopf der Welt …

So geht´s:

Am Nachmittag …

20 Schalotten schälen und die größeren evtl. halbieren, 5 Möhren schälen und in Scheiben schneiden, 200 g durchwachsenen Speck in Scheiben schneiden, 500 g Champignos putzen und evtl. halbieren und 1 kg Herkunfts-Rindfleisch zum Schmoren in Scheiben schneiden.

Dazu noch 1 frische Knoblauchknolle halbieren, 2 Zwiebeln pellen und grob hacken, Salz, Pfeffer, 2 EL Tomatenmark, 2 Lorbeerblätter sowie 5 ordentliche Zweige frischen Thymian bereitstellen …

… und natürlich eine schöne Flasche Burgunder öffnen.

Ich habe mich von dem Original-Rezept von Julia Child auf www.mein-i-tuepfelchen inspirieren lassen. Allerdings haben wir das Gemüse etwas großzügiger verwendet und ein paar Arbeitschritte abgekürzt. An Möhren und Wein soll man ja nicht sparen, nicht wahr. Dafür aber an Töpfen, ne.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Einen schweren Bräter (am besten französischer Herkunft) auf den Herd setzen und Olivenöl und Butter erhitzen.

Den Speck darin braun braten, aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.

Das Fleisch in den Topf geben, von allen Seiten braun braten und aus dem Topf heben.

Die Möhren und Zwiebeln in das verbleibende Fett geben und braun anschwitzen. Den Speck und das Fleisch wieder in den Topf geben und mit 2 EL Mehl überstäuben. Den Deckel auflegen und ein paar Minuten schmoren. Dann umrühren und noch ein paar Minuten schmoren lassen. Anschließend mit einer Flssche Burgunder ablöschen und Knoblauch, Thymian, Lorbeer, Salz, Pfeffer und Tomatenmark unterrühren.

Wenn das Fleisch nicht mit Flüssigkeit bedeckt ist, mit etwas Rinderbrühe auffüllen.

Den Deckel auflegen und den Topf in den Ofen stellen. Nach 2 Stunden die Schalotten und die Champignons in den Topf geben, umrühren und wieder zugedeckt in den Ofen stellen. Ungefähr weitere 30 Minuten schmoren lassen.

Zum Boef passen helles Brot, Salzkartoffeln oder auch Knödel.

Am Abend: Der große rote Bräter macht sich wunderbar heimelig auf dem Tisch und das Essen bleibt schön warm, während sich alle immer wieder mit kleinen „hhhmmmmms“ aus dem Topf bedienen. Das Fleisch ist unfassbar zart und aromatisch, die Soße sämig und würzig … was für ein Fest! Mehr braucht es für ein befriedigendes Essen wirklich nicht.

Den passenden Sonnenuntergang simulieren wir übrigens mit der  Stehlampe. Und öffnen noch ein weiteres Fläschchen Wein.