Persische Hühnersuppe mit Ghondi-Klößchen, Kichererbsen und Safran. Goldenes Glück auf dem Teller.

Persische Hühnersuppe mit Ghondi-Klößchen, Kichererbsen und Safran | GourmetGuerilla.de

Und jetzt alle im Chor: Klößchen sind großartig! Und in Suppe geradezu unschlagbar. Ich kenne eigentlich niemanden, der eine hausgemachte Suppe mit Klößchen als Seelenfutter nicht lieben würde. Was sagt ihr? Ob als deutsche vegetarische Variante in Omas Grießklößchensuppe, als jüdischer Pessachfest-Klassiker Matzo Ball Soup oder – YAY! –  in einer wunderbar goldenen und aromatischen  persischen Hühnesuppe mit Ghondi-Klößchen. Immer einfach nur gut.

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Ghondi-Klößchen werden übrigens aus Hühner- oder Truthahnhackfleisch mit Kichererbsenmehl zubereitet und sind somit glutenfrei. Steif geschlagenes Eiweiß sorgt für die gewisse Fluffiness der kleinen Dinger. Die Klößchen ziehen dann direkt in „doppelt“ gekochter, mit Safran und Kurkuma gewürzten Hühnerbrühe gar und saugen das ganze, wunderbare Aroma auf. Serviert wird die Suppe dann mit Kichererbsen und Hühnchenfleisch als zusätzliche Einlage. Und wer sich immer schon gefragt hat, was man mit dem Kurkuma anstellen kann, das zu Hause im Gewürzregal dümpelt – hier wird es geradezu verschwenderisch eingesetzt.

Bei meiner Reise nach Israel habe ich übrigens kürzlich festgestellt, dass ich mich unbedingt sehr viel mehr mit der arabischen und persischen Küche beschäftigen muss. Die unglaublich große Anteil an Gemüsen, Kräutern und Gewürzen, die tollen Kombinationen und Aromen passen einfach wunderbar in eine abwechslungsreiche moderne Ernährung. In der israelisch-jüdischen Umsetzung dieser Küche kommen die Speisen zusätzlich koscher zubereitet auf den Tisch – das heißt, fleisch- und milchhaltige Gerichte werden nicht zusammen gekocht und serviert. Das ist für Vegetarier und Veganer prima, bietet aber auch insbesondere für Menschen mit Laktoseintoleranz eine geradezu unerschöpfliche Vielfalt (gerade beim Nachtisch – in der deutschen Küche kommen Desserts ja nur ganz schwer ohne Sahne oder Milch aus). Für Beginner ist z.B. das Kochbuch „Israel kocht vegetarisch“* von Tom Franz – den ich in Tel Aviv bei einem gemeinsam gekochten Mittagessen kennenlernen konnte –  ein toller Einstieg in die koschere israelische Küche.

Aber zurück zur Suppenliebe: Die Persische Hühnersuppe mit Ghondi-Klößchen, Kichererbsen und Safran ist einfach zuzubereiten, aber keine schnelle Nummer. Falls man die Grundbrühe selber kocht (was ich sehr warm empfehle!), braucht das Rezept schon ein kleines Weilchen. Aber dafür wird man auch mit einer Riesenportion „echtem“ Geschmack, vollem Aroma und einer Menge Suppenglück belohnt. Kocht die Suppe an einem kuscheligen Tag zu Hause, oder am Wochenende und genießt, wie der tolle Duft („Mama, was riecht hier eigentlich so unheimlich gut?!“) durch die Wohnung zieht. Bestreut sie mit Kräutern und esst – wenn ihr mögt – ein Stück Fladenbrot mit Olivenöl und Zahtar, Dukkah oder Hummus dazu. Perfekt!

Und wen es interessiert: Hier geht es zu meinen 12 wichtigsten Tipps mit Dos & Don´ts für Reisen ins Heilige Land.

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Und hier kommt das Rezept für Persische Hühnersuppe mit Ghondi-Klößchen, Kichererbsen und Safran: 

Zutaten für 3-4 Personen:

Für die Brühe
2 Liter Hühnerbrühe
(selbstgekocht oder TK – kein Pulver)
1 gehäuften TL Kurkuma
1 Prise Safran-Fäden
1 gehäuften TL geriebene Zitronenschale
2 Hühnerschenkel

Für die Hühnchen-Einlage
250 g Hühnerbrustfilet
1 -2 TL Salz
1 TL Kurkuma

Für die Ghondi-Klößchen
250 g Hühnerbrustfilet
50 g Kichererbsenmehl
1 TL Salz
1 Prise Kurkuma
2 EL fein gehackte Petersilie
2 Eiweiß, steif geschlagen

1 Dose oder Glas Kichererbsen

Und so geht´s:

Die Hühnerbrühe mit Kurkuma, Safran, Zitrone und den Hühnerschenkeln aufkochen und ca. 1 Stunde bei milder Hitze köcheln lassen (wenn es passt, auch gern länger!).

Das Hühnerbrustfilet für die Einlage sehr großzügig mit Salz sowie Kurkuma einreiben und abgedeckt im Kühlschrank 1 Stunde ziehen lassen.

Für die Ghondi-Klößchen das Hühnerbrustfilet im der Küchenmaschine oder in einem Blitzhacker zu feinem Hackfleisch verarbeiten (alternativ mit einem Messer fein hacken). In eine Schüssel geben und das Kichererbsenmehl und die Gewürze sehr gut unterarbeiten. Dann den Eischnee so lange mit dem Hühnchen-Kichererbsen-Hack vermischen, bis eine wirklich homogene Masse entstanden ist. (Zuerst denkt man, das klappt nicht. Aber einfach immer weiter  verrühren und kneten). Frischhaltefolie  auf die Masse drücken und 1 Stunde kalt stellen.

Die Brühe durch ein feinmaschiges Sieb abgießen. Das Fleisch von den Hühnerschenkeln für ein anderes Gericht verwenden (wie z.B. diesen köstlichen Salat). Die Brühe zurück in den sauberen Topf geben und aufkochen. Das Hüherbrustfilet unter fließendem Wasser kurz abspülen und in den Topf geben und bei milder Hitze simmern lassen.

Aus der Hackmasse mit einem nassen Teelöffeln kleine Klößchen abstechen und diese in den angefeuchteten Handflächen kurz zu länglichen Bällchen rollen. In die simmernde Brühe gleiten lassen. Die Suppe mit Fleisch und Klößchen ca. 30 Minuten garen lassen.

Das Hühnerfleisch aus der Suppe nehmen und mit zwei Gabeln in Stückchen zerrupfen.

Die Kichererbsen abgießen, in die Suppe geben und kurz erwärmen.

Die Suppe – wenn nötig – kräftig mit Salz abschmecken.

Das Hühnerfleisch auf Suppenschalen verteilen und die heiße Suppe mit Kichererbsen und Klößchen darüber schöpfen.

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4 Comments

  • WOW, das hört sich ja ganz besonders lecker an. Heute ist der Tag für so eine Suppe.
    Ich gehe gleich einkaufen.
    Danke, für dieses wunderbare Rezept.

    • Sehr gern! Ich hoffe, Dir schmeckt sie genau so gut wie mir! Liebe Grüße, Mel.

  • Ich mag Suppen mit Klößchen sehr gern. Vllt. kann ich mich von deinen Ghondi-Klößchen Inspiration für die Hechtklößchen abschauen, die ich ganz bald eh machen wollte. Der Hecht macht sich im Tiefkühler zu breit … :-)

    • Das Hecht muss weg. Ganz klar :-) Ich würde nur das Mischungsverhältnis überdenken und evtl. weniger Eiweiß nehmen. Die Fischfarce könnte fluffiger sein, als das Hühnchen. Liebe Grüße! Mel.

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