Wildschwein-Bulette mit Kartoffel-Kürbis-Stampf und Preiselbeeren | GourmetGuerilla.de

Selbstgemachte Wildschwein- Buletten mit Kürbis- Kartoffel- Stampf und Preiselbeeren

Hand auf´s Herz – ich habe noch nie Wild zubereitet und kann mich auch nur gaaanz dunkel an die Ausflüge mit Oma und Opa erinnern, bei denen es mittags im Landgasthof Wildschweingulasch auf riesigen Tellern gab. Mit halber Birne und Preiselbeeren. Also – höchste Zeit das ganze in die heimische, etwas schnellere Küche zu holen!

Denn wer mit der konventionellen Tierhaltung nicht einverstanden ist (aus Gründen), kann bei Wildtieren eine nachhaltige(re) Alternative finden. Die Tiere leben zumeist „wild” wie es ihrer Natur entspricht, ohne Hormone, Medikamente oder „Kraftfutter“ und fressen den größten Teil des Jahres, was Wald und Feld ihnen bieten.

Im Norden Deutschlands ja Wild nicht unbedingt das Essen, das einem traditionell von jeder Speisekarte entgegen springt. Und bisher habe ich immer angenommen, die Zubereitung sei aufwendig und irgendwie schwierig. Aber dann dachte ich „Hey – warum eigentlich nicht? Her mit der Horizonterweiterung!

Für den Anfang wollte ich etwas schnelles, unkompliziertes – warum nicht Wildschwein als Bulette? Das Wildwein-Hack habe ich mit Gewürzen, Semmelbröseln und Ei in 20 Sekunden im Foodprozessor* selber hergestellt (dafür braucht man übrigens echt kein Profigerät!) Das Ergebnis fand ich großartig: Die Buletten schmecken tatsächlich ganz anders als normale Frikadellen – gehaltvoller mit einem tiefen, runden Aroma. Richtig gut! Dazu der schlotzige Kürbis-Kartoffel-Stampf und die Süße der Preiselbeeren  – einfach ein perfektes Herbstessen.

Was sagt Ihr zu dieser Variante von Wildschwein? Ich bin gespannt!

Habt es lecker  ღ

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Und hier kommt das Rezept für Selbstgemachte Wildschwein-Buletten mit Kürbis-Kartoffel-Stampf und Preiselbeeren 

Zutaten für 3-4 Portionen:

Für die Wildschwein-Buletten
400 g mageres Wildschwein (Schulter o.ä.)
50 g durchwachsenem Speck
1 kleine Zwiebel, gepellt
1 Ei
2 EL Semmelbröseln
1-2 Tl gemahlenes Wildgewürz, gemahlen
25 g getrocknete Steinpilze (eingeweicht)
Salz und Pfeffer
1 EL Butterschmalz

Für den Kürbis-Kartoffel-Stampf
500 g mehligkochende Kartoffeln, geschält in Stücken
500 g Hokkaidokürbis, geputzt,
mit Schale in Stücken
Salz
150 ml Milch
1 EL Butter
1 kräftige Prise frische Muskatnuss

Und dazu
4 EL Preiselbeeren aus dem Glas
Senf, mittelscharf

Und so geht´s:

Für den Kürbis-Kartoffel-Stampf die Kartoffeln in Salzwasser ca. 15 Minuten kochen. Dann den Kürbis dazugeben und weitere 10-15 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist, aber nicht zerfällt. Das Kochwasser abgießen. Die Milch zusammen mit Butter und Muskat in den Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer* grob vermischen (es sollen noch ein paar Stückchen im Stampf sein.) Zum Schluss evtl. mit Salz abschmecken.

In der Zwischenzeit die Zutaten für die Buletten (bis auf das Butterschmalz) in einem Foodprozessor* (Küchenmaschine)mit dem großen Messer zu Hackfleisch verarbeiten – das dauert ca. 20 Sekunden. Aus der Hackmasse mit leicht angefeuchteten Händen 6 Buletten formen. Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Buletten darin bei mittelhoher Hitze von beidnen Seiten knusprig braun braten.

Die Wildschwein-Buletten mit dem Kürbis-Kartoffel-Stampf einen großen Klecks Preisebeeren und Senf servieren.

Tipps:
Wild bekommt man in sehr gut sortieren, großen Supermärkten, in spezialisierten Fachgeschäften (einfach mal googlen) oder im Feinkostversand. Besonders schön ist es natürlich, wenn das Wild aus der eigenen Region stammt.

Die Buletten lassen sich sofort nach dem Formen sehr gut vakuumieren oder einfrieren – daher lohnt sich auch die Herstellung  einer größeren Menge.

* Ausrüstung mit Sternchen findet ihr im gut sortieren Fachhandel oder ihr bestellt sie oben über die Partnerprogramm-Links bei amazon. Euch kostet das natürlich keinen Cent zusätzlich. Und ich bekomme ein paar Cent von amazon als Unterstützung für die Blogarbeit. Vielen Dank, dass ihr das möglich macht!

7 Comments

  • Als passinierter Nicht-Liebhaber von Gewürzmischungen: Was versteckt sich alles im „Wildgewürzs“?
    An sonsten eine sehr schönbe Idee direkt zum Nachmachen. Danke.

    • Hallo BasicBaer, ich habe eine Gewürzmischung mit Wachholderbeeren, schwarzem Pfeffer, Piment, Petersilie, Thymian, Ingwer, Rosmarin und Lorbeerblättern. Ohne Geschmacksverstärker, Zucker, Hefe und Zeug :-) Liebe Grüße! Mel.

    • Hallo Veronika, da der Wildladen in der Weidenallee leider im Moment und bis auf weiteres geschlossen hat, greife ich auf das Frischeparadies unten am Hafen zurück. Die Qualität ist gut und man kann sich auch umfassend beraten lassen. Wenn man etwas bestimmtes braucht, am besten vorher anrufen. Liebe Grüße, Mel.

    • Hm … vielleicht gibst Du der Sache noch eine Chance? Und wirklich KEIN Wild? Auch nicht Reh oder Perlhuhn? Liebe Grüße! Mel.

  • Gestern Abend nachgekocht!
    Mein Wildschweingehacktes war so intensiv und durchwachsen… , ich hab den Speck weggelassen.
    Schön, wenn man Jäger aus der Brandenburger Region kennt.🐗
    Wir hatten noch getrocknete Steinpilze aus der Toskana, Urlaubserinnerungen wurden wach.
    Die Wildgewürze haben wir selbst zusammengestellt, geht prima- Dank für den Tipp.
    Sehr lecker, es ist aber nix zum Einfrieren übriggeblieben! 😋
    Danke für das tolle Rezept.
    Grüße Anna

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